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Unwetter: Autolenker im Thurgau getötet
Aktualisiert am 27.05.2009 14 Kommentare
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Hagel am Zürcher Limmatplatz
Gewitter über Zürich
Wie die Thurgauer Kantonspolizei mitteilt, wurde ein 31-jähriger Autolenker während des heftigen Gewitters in Romanshorn von einem umstürzenden Baum erdrückt. Für den Mann kam jede ärztliche Hilfe zu spät. Der Mann war alleine im Auto unterwegs, als während der Fahrt um 16 Uhr beim Gemeindehafen Romanshorn ein umstürzender Baum auf das Fahrzeug fiel. Meldungen über weitere Personen, die auf dem Kantonsgebiet zu Schaden kamen, waren der Polizei vorerst nicht bekannt.
Schäden und Verkehrsbehinderungen verursachte das heftige Unwetter in der ganzen Schweiz. Gemäss Angaben der Feuerwehr Zürich wurden an verschiedenen Stellen Ästen von den Bäumen gerissen. Zwischen Milchbuck und Universitätsspital wurde eine Fahrleitung beschädigt. Grössere Schäden blieben in Zürich ersten Angaben zufolge aber aus.
Ast trifft 37-jährige Frau
In der Stadt Luzern wurde eine 37-jährige Frau an der Zentralstrasse von einem herabfallenden Teil eines grossen Baumes mittelschwer verletzt. In verschiedenen Gemeinden des Kantons Luzern traten Bäche über die Ufer, Wasser drang in Kellergeschosse ein.
Bei der Thurgauer Kantonspolizei gingen innerhalb kurzer Zeit rund 100 Meldungen ein. Die meisten betrafen vollgelaufene Keller, Bäume über der Strasse odervoll gelaufenee Schächte.
Surfer in Seenot
Rund hundert Meldungen aus dem ganzen Kanton St. Gallen gingen bei der Notrufzentrale ein. 22 Feuerwehren waren im Einsatz sowie die Seerettungsdienste von Rorschach, Rapperswil und Walensee. Ein Surfer wurde aus Seenot gerettet: Verletzt wurde niemand.
Auch im Kanton Bern kam es zu Überflutungen. Innerhalb von zwei Stunden gingen rund 40 Meldungen ein. In Herzogenbuchsee blieb ein Personenwagen in einer überfluteten Unterführung stecken. Im Kanton Zug sammelte sich unter anderem in der so genannten Wanne auf der Autobahn A4a zwischen Baar und Zug rund 30 Zentimeter Wasser an.
Bereits in den frühen Morgenstunden hatten sich in der Schweiz erste Gewitter gebildet. Richtig los ging es aber am Dienstag um 12.30 Uhr, wie Andreas Asch von Meteo Schweiz auf Anfrage sagte. Die erste Gewitterzelle entwickelte sich im Chablais im Unterwallis und zog dann mit Blitzen und Hagel über die Alpen hinweg in Richtung Berner Oberland. Dort intensivierte sich das Gewitter und es entwickelte sich eine Gewitterlinie quer über das Mittelland und den Jura, die ostwärts zog. Laut Asch kam es vor allem im Raum Thunersee und im Napfgebiet zu Hagel, aber auch andere Gebiete seien betroffen gewesen.
Meldungen bei Hagel-Versicherung
Das Gewitter brachte auch grosse Regenmengen. Teilweise gab es örtlich bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Am Nachmittag erreichte die Gewitterlinie auch die östlicheren Landesteile. Auf das Gewitter folgt laut Asch dann die Kaltfront mit noch ergiebigeren Niederschlagsmengen. Am Alpennordhang werden innerhalb von 24 Stunden bis zu 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erwartet. Zudem sacken die Temperaturen kräftig ab. Nach den im Mittelland verbreiteten 32 Grad am gestrigen Montag, soll es am morgigen Mittwochnachmittag gerade noch 18 Grad warm werden.
Das heftige Gewitter verursachte erste Schäden. So sind laut Pascal Forrer, Direktor der Schweizer Hagel-Versicherung, bereits erste Schadenmeldungen eingetroffen. Besonders im Berner Oberland werde mit Hagelschäden gerechnet.
Baum beschädigte Fahrleitung
Ein umgestürzter Baum legte kurz vor 14 Uhr die Bahnstrecke bei Biglen im Emmental vorübergehend lahm. Die Züge mussten in Walkringen und Konolfingen gewendet werden, wie ein BLS-Sprecher auf Anfrage sagte. Der Baum beschädigte die Fahrleitung. Es musste mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden. Die Dauer der Störung war zunächst nicht bekannt. Im freiburgischen Bösingen setzte zudem ein Blitz am frühen Dienstagmorgen einen Geräteschuppen in Brand. Der Eigentümmer und die Nachbarn konnten das Feuer aber unter Kontrolle bringen. (cpm/ep/oku/sda/ap/)
Erstellt: 27.05.2009, 08:54 Uhr
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14 Kommentare
So ein Gewitter hätte was schönes wenn keine Menschen sterben würden! Die Luft ist nachher so sauber und wie schon gesagt den Rasen muss man auch nicht mehr giesen! Was ich noch speziel an diesen Foren finde, das gwisse Treads gelöscht werden aber die antworten auf die gelöschten nicht. Etwas eigenartig oder? Meinen sende ich jetzt am 27.05.09 ( screen gemacht) Antworten
Hier haben doch tatsächlich 1.-Klass-Lehrerinnen Erstklässer in das Gewitter rausgelassen! Alle Erstklässler weinten, weil sie Angst hatten und nicht abgeholt wurden. Das Gewitter begann hier exakt um 15.30 bei Schulschluss! Ich habe die Kleinen gesehen, die taten mir soo leid! Wie unmenschlich ist die Schule, die sich bei solchen Ereignissen überhaupt nicht um die Kleinen kümmert?? Antworten
@ jausli: Habe mir die gleiche Frage gestellt und bin zum Schluss gekommen, dass ich dagegen bin. Erstens bringt es weitere Unruhe ins Land, und zweitens habe ich leider keinen Schirm dabei für den heutigen Nachhauesweg. Finde, da müsste etwas unternommen werden. Antworten




Josef Hugentobler
Es war eines der ganz schlimmen Gewitter, ein furchtbares Unwetter. Der Mensch wurde wieder einmal ganz klein gegenüber solcher Naturgewalt. Nebst den grossen Sachschäden und des Todesopfers ist es vielerorts glimpflich verlaufen, obwohl sich viele zu wenig bewusst waren, welch zerstörerisches Potential in diesem Unwetter steckt. Der Wetterbericht jedefalls warnte ausdrücklich, Augen u Ohren auf! Antworten