Amokläufer Tim K. tötete vor allem Frauen
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15 Menschen und sich selber hatte der Täter am 11. März dieses Jahres umgebracht.
Bild: KEYSTONE/AP
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Nach seinen Angaben des baden-württembergischen Innenministers Heribert Rech suchte sich Tim K. vor allem Mädchen und Frauen als Opfer aus. So erschoss der 17-Jährige acht Schülerinnen sowie einen Schüler, ausserdem tötete er drei Lehrerinnen. Weiter habe sieben Schülerinnen durch Schüsse verletzt. Diese seien alle ausser Lebensgefahr.
Rech bezeichnete die überwiegende Zahl von weiblichen Opfern als «auffällig». Er wollte daraus aber noch keine Rückschlüsse auf mögliche Motive des Amokläufers ziehen. Die Motivlage sei derzeit noch unklar. Es gebe bislang auch keine Hinweise darauf, dass der 17- jährige seine Tat möglicherweise im Vorfeld angekündigt haben könnte.
Er wollte noch mehr töten
Im Treppenhaus seien unzählige Patronen gefunden worden, sagte der Leiter der Polizei, Ralf Michelfelder heute Abend. «Der Täter hatte in der Schule möglicherweise weitaus mehr vor, als er dann angerichtet hat», sagte er.
Er stellt den Einsatzkräften ein gutes Zeugnis aus: Streifenpolizisten hätten das Gebäude wenige Minuten nach dem ersten Notruf um 9.33 Uhr in einer aufopfernden und mutigen Weise betreten. Sie seien dem Täter hinterhergestürmt und hätten ihn zur Flucht getrieben.
«Wenn man sich die Schule anschaut und die nicht benutzte Munition auf dem Boden betrachtet, kann man nachvollziehen, was noch hätte geschehen können», sagte auch Landespolizeipräsident Erwin Hetger. Auch die Polizei habe Glück im Unglück gehabt: «Der Täter hat auf alles geschossen, was für ihn sichtbar war», sagte er. (oku/ap)
Erstellt: 11.03.2009, 20:45 Uhr
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