An Silvester waren in Köln nur 80 Polizisten im Einsatz

Die Kölner Polizei korrigierte die Zahl der in der Silvesternacht im Einsatz stehenden Beamten massiv nach unten. Eine «behördeninterne Fehlinformation» sei schuld.

Gegen Polizisten und Funktionsträger laufen Strafermittlungsverfahren: Beamte vor dem Kölner Hauptbahnhof. (Archivbild)

Gegen Polizisten und Funktionsträger laufen Strafermittlungsverfahren: Beamte vor dem Kölner Hauptbahnhof. (Archivbild) Bild: Martin Meissner/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Zweieinhalb Monate nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht hat die Polizei einem Zeitungsbericht zufolge ihre bisherigen Angaben über die Zahl der eingesetzten Beamten deutlich nach unten korrigiert. Bisher habe die Polizei angegeben, dass im Bereich des Bahnhofs über 140 Landespolizisten im Einsatz gewesen seien, tatsächlich seien es nach heutiger Kenntnis aber rund 60 Beamte weniger gewesen, berichtet der Kölner «Express» (Donnerstagsausgabe).

Als Grund führte dem Blatt zufolge ein Sprecher der Polizei eine behördeninterne «Fehlinformation in der frühen Phase der Berichterstattung» an. Es seien alle Kräfte der Bereitschaftspolizei und nicht alle eingesetzten Kräfte des Gesamteinsatzes am Bahnhof zusammengezogen worden. Statt über 140 seien also nur gut 80 Beamte vor Ort gewesen.

Polizei konnte Übergriffe nicht verhindern

Nach Informationen des «Express» ist auch diese Zahl nach Mitternacht wegen anderer Einsatzlagen in der Kölner Innenstadt noch einmal reduziert worden. Zum genauen Umfang wollte sich die Polizei demnach «aufgrund der anhängigen Strafermittlungsverfahren gegen eingesetzte Polizisten und Funktionsträger sowie den ehemaligen Polizeipräsidenten Wolfgang Albers» nicht äussern.

In der Silvesternacht hatte es am Kölner Hauptbahnhof massenhafte sexuelle Übergriffe und Diebstähle gegeben. Die Polizei hatte die überwiegend nordafrikanischen Tätern zugeschriebenen Delikte nicht verhindern können. (chk/AFP)

(Erstellt: 17.03.2016, 03:02 Uhr)

Artikel zum Thema

Wie Deutschland auf den Köln-Skandal reagiert

Nach den Sexattacken in der Silvesternacht will Deutschland das Sexualstrafrecht verschärfen. Wo das Gesetz strenger wird und warum es einigen trotzdem nicht weit genug geht. Mehr...

«Die Kölner Polizei hat ein inakzeptables Bild abgegeben»

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger sieht keine eigene Schuld für die Übergriffe von Köln. Die Opposition schäumt und verlangt eine Entschuldigung. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Weekend-Abo für 1.- testen

Unter der Woche Zugang auf das digitale Angebot, am Wochenende die Zeitung im Briefkasten. Jetzt testen.

Werbung

Blogs

Never Mind the Markets Hoffen auf Amerika

Mamablog Das Kind sieht aus wie Elton John

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Die Welt in Bildern

Tradition auf Tournee: Mitglieder der Tanzgruppe Imperial Bells aus China stehen in Sidney auf der Bühne. (25. Mai 2016)
(Bild: Jason Reed) Mehr...