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Angeblich in der Schweiz wohnhafter Mafioso verhaftet

Aktualisiert am 29.05.2011 2 Kommentare

In Genua verhaftete die Polizei ein mutmassliches Mitglied der kalabresischen Organisation 'Ndrangheta. Die Spuren des 54-Jährigen führen in die Schweiz. Die Thurgauer Kantonspolizei dementiert.

Der 54-Jährige wurde verhaftet, als er sich auf eine Fähre begeben wollte: Hafen von Genua. (Archivbild)

Der 54-Jährige wurde verhaftet, als er sich auf eine Fähre begeben wollte: Hafen von Genua. (Archivbild)
Bild: Keystone

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In Genua haben die Carabinieri ein 54- jähriges mutmassliches Mitglied der 'Ndrangheta verhaftet, als er sich am Freitagnachmittag im Hafen von Genua aufhielt. Nach Darstellung der italienischen Polizei stand der Verhaftete an der Spitze eines Ablegers der kriminellen Organisation in Frauenfeld im Thurgau und kümmerte sich um den Informationsfluss zwischen seiner Sektion und zwei weiteren in Singen und Radolfzell (beide Baden-Württemberg). Zudem sei er als Vermittler eingesetzt worden, um bei Streitigkeiten zwischen seinem Ableger und jenen in Süddeutschland zu schlichten.

«Dieser Mann ist so mächtig und gut geschützt, dass er sich trotz eines Haftbefehls frei bewegt hat» sagte Pieroni. Als er sich jedoch in Genua auf eine Fähre nach Sardinien begeben wollte, schlugen die Carabinieri zu.

Die italienischen Ermittler waren seit Anfang März auf der Spur des 54-Jährigen. Am 8. März waren im Rahmen einer Anti-Mafia-Razzia in Italien, Deutschland, Kanada und Australien Dutzende mutmassliche 'Ndrangheta-Mitglieder festgenommen worden.

Kapo: Keine Hinweise im Thurgau

Die Schweiz hatte im Rahmen dieser internationalen Aktion ebenfalls ein Fahndungsersuchen erhalten. Das Bundesamt für Justiz (BJ) hatte die Verhaftung des nun gefassten Mannes aber abgelehnt. Im Fahndungsersuchen sei der Sachverhalt zu knapp dargelegt, hatte BJ-Sprecher Folco Galli dies damals begründet. Eine Überprüfung der Strafbarkeit sei nicht möglich.

Bei der Thurgauer Kantonspolizei hiess es am Sonntag, sie verfüge über keine Hinweise auf Organisationen mit mafiösen Strukturen im Kanton. Der verhaftete Mann sei - entgegen der Angaben der italienischen Seite - auch nicht wohnhaft in Frauenfeld oder im Kanton Thurgau.

(mrs/sda)

Erstellt: 29.05.2011, 17:57 Uhr

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2 Kommentare

silvie kuemmin

29.05.2011, 09:45 Uhr
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Meine er wäre sicher nicht der einzige Mafioso der in der CH wohnt,möchte nicht wissen wieviele von dieser Sorte
noch hier leben.Nur sind manche gut getarnt leben mit ihrer Familie hier,wie der nette gute Nachbar von nebenan.
Meistens weiss nicht mal die Verwandtschaft ,mit was das Oberhaupt seine gesamte Familie ernährt.Denke gegen
die Mafia kommt niemand an,nicht mal das BJ oder die Ermittler.
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Alex Boensch

30.05.2011, 10:35 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Schweiz hat das int. Fahndungsersuchen gegen diesen Mafiaboss abgelehnt. Warum dann noch
Mitglied bei Schengen. Warum schützt CH solche Mafiosis? Weil deren Gelder auf CH-Banken liegen?
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