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«Auch nette Männer vergewaltigen manchmal»
Aktualisiert am 04.08.2010 32 Kommentare
«Vielleicht geht Ihnen aufgrund Ihrer Sexualpraktiken aber auch alles durcheinander»: Alice Schwarzer schreibt Jörg Kachelmann einen öffentlichen Brief.
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Jörg Kachelmann sass 131 Tage in Untersuchungshaft, weil er seine Ex-Freundin vergewaltigt haben soll. Letzte Woche entschied das Gericht, dass «kein dringender Tatverdacht» gegen Kachelmann bestehe. Er wurde freigelassen.
Am Sonntag diskutierten Frauenrechtlerinnen und Juristen in der ARD-Sendung «Anne Will» das Thema Kachelmann. Frauenrechtlerin Alice Schwarzer kritisierte, in den Medienberichten zum Fall sei vor allem das mutmassliche Vergewaltigungsopfer ungerecht dargestellt worden.
In der Sendung fand Alice Schwarzer harte Worte für den wegen Vergewaltigung angeklagten Moderator: «Wenn das alles stimmt, was die Medien schreiben, dass er fünf bis sechs Frauen die Ehe versprochen hat, jeder erzählt hat, er möchte mit ihr ein Kind, dann handelt es sich um einen ziemlich gestörten Menschen.» Sie kritisierte ausserdem, dass Kachelmann wegen seiner Medienerfahrung und seiner Anwälte klar im Vorteil sei.
Post von Kachelmann
Nach ihrem Auftritt hat die Herausgeberin des feministischen Magazins «Emma» Post von Wettermoderator Jörg Kachelmann erhalten – um Mitternacht. Nur rund eine Stunde nach der Sendung schrieb er der «Emma»-Herausgeberin eine E-Mail. Er habe die Redaktion daran erinnert, dass die sie ihn vor drei Jahren um einen Kommentar zum «Emma»-Jubiläumsbuch gebeten habe und er sich nun «höchstvorsorglich darum bewerben» wolle, die Redaktion zu besuchen. Thema: ein Bericht, wie es sich anfühle, wenn man «vier Monate unschuldig im Knast» sitze.
Auf ihrer Internetseite hat nun Alice Schwarzer auf diess E-Mail öffentlich geantwortet. Sie schreibt: «Nun, entweder der Vorwurf stimmt nicht – oder Sie verteidigen sich auf Kosten des Opfers. Und wie. Vielleicht geht Ihnen aufgrund Ihrer Sexualpraktiken aber auch alles durcheinander. Vielleicht wissen Sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn eine Frau im Ernstfall Nein sagt, sondern Ernst. Und übrigens: Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider.»
Der Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann beginnt am 6. September. (bru)
Erstellt: 04.08.2010, 08:31 Uhr
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32 Kommentare
Ob er es war oder nicht, das weiss nur er und das "Opfer"! Ob er nun eine Frau hat oder auch 100. Das ist eigentlich egal! Klar, damit passt er nicht in unsere Wertvorstellung rein, aber auch das ist unerheblich. Frauen aber, haben oft eine extreme Eifersucht welche sehr oft mit unwahren Mitteln ausgelebt wird! Da sind auch Staatsanwälte nicht imun dagegen. Antworten
Na ja, wenn Kachelmann seinen Aufenthalt in deutscher Untersuchungshaft mit der Situation nordkoreanischer politischer Gefangener vergleicht, zweifle ich schon echli an seiner Zurechnungsfähigkeit. Das stinkt ziemlich nach übersteigertem Narzissmus. Die Klägerin steht unterdessen unter Polizeischutz. Antworten
Dass Frau Schwarzer sich nun neu kritiklos für moderne Frauen stark macht, welche sich auf einen Mann einlassen, der einmal im Monat für ein paar Stunden hereinschneit mit der Absicht, dafür mit Heirat und Kindern belohnt zu werden, lässt mir als überzeugte emanzipierte Frau das Blut in den Adern gefrieren. Antworten
Es gilt die Unschuldvermutung. Es brauchte auch keine vier Monate um abzuklären, ob die Dame wirklich vergewaltigt wurde. Nach 4 Monaten ist dem Gericht die Hoffnung ausgegangen, dass man Kachelmann doch noch zu einem Geständnis erpressen kann. ... Antworten
Es schleckt doch keine Geiss weg,dass Herr Kachelmann offenbar gleichzeitig mehrere Freundinnen hatte, denen er die Heirat plus Kinder versprach,um natürlich zu reüssieren.Ein solches Verhalten von einer im öffentlichen Rampenlicht stehenden Person ist natürlich mind.fahrlässig,immer unter der Unschuldsannahme,denn sonst ist es strafbar! Natürlich können auch äusserlich nette Männer vergewaltigen! Antworten
Die Grenzen bei Gewalt-Sexualpraktiken können sicher leicht überschritten werden. Was ist geduldet und akzeptiert und was nicht. Als Normalo ist es für mich krank, mit mehr als 10 verschiedenen Frauen solche Sexualpraktiken zur gleichen Zeit, abwechselnd, zu praktizieren. Was seine Frau dazu aussagt, wäre noch interessant. Die Vergewaltigung einer Unbekannten im Park ist anders zu beurteilen Antworten
Der Fall Kachelmann zeigt exmplarisch, wie mit einer kleinen weiblichen Lüge die Realität eines unschuldigen Mannes zum Albtraum werden kann. Dass die Feministin Alice Schwarzer den wahrscheinlich unschuldigen Kachelmann weiterhin als Vergewaltiger darstellt, gehört zum feministischen Programm: Jeder Mann, der sich den Feministinnen nicht unterwirft, wird vorsätzlich in seiner Existenz ruiniert. Antworten
Alice Schwarzer ist ja Frauenrechtlerin, darum muss Sie Kachelmanns-Ex verteidigen. Was die Medien betrifft: Glaube nicht alles-Glaube nur, was du selber weisst! Frau Schwarzer finde ich, ist eine extreme Frauenrechtlerin die auf Männer nicht gut zu sprechen ist. Überhaupt! was geht sie der Fall Kachelmann an. Antworten
Natürlich kann die Schwarzer ja gar nicht anders um wieder einmal in die Schlagzeilen zu kommen. Aber dass sie das Spielchen der Vorverurteilung spielt und aus Sexualpraktiken ableitend einen Schurken bastelt, ist unterste Schublade. Auch als Emanzenfosil aus längst vergangenen Tagen sollte man sich an die Tatsache halten, dass noch keine Schuld bewiesen kein Richterspruch getroffen ist.Degoutant. Antworten
Das Verhalten von Frau Alice Schwarzer erinnert mich an den Fall "Eva Herrmann". Diese hat die Opfer der Loveparade verhöhnt, indem sie die Schuld direkt in der Promiskuität der Teilnehmer sah. Beide haben gemeinsam, dass sie die konservativen Instinkte der Leser direkt ansprechen (Promiskuität, ungewöhnliche Sexualpraktiken etc. etc.), um sich dann zu profilieren. Profilierungs- oder Profitsucht! Antworten
In einem muss ich Schwarzer recht geben: sollten die Anschuldigungen wahr sein, hat die Öffentlichkeit die Klägerin zum zweiten mal zum Opfer gemacht. Wie muss sich das anfühlen? Vergewaltigt vom Partner, und dann stellen einem alle als rachsüchtige Lügnerin dar? Klar, dass es auch für Kachelmann, falls unschuldig, eine schreckliche Situation ist. Aber die Medien sehen nur seine Seite... Antworten
Welche Sexpraktiken jeder betreibt ist seine Sache und es steht Frau Schwarzer nicht zu darüber zu Urteilen. Ob und wievielen Frauen er die Ehe versprochen hat ist auch seine Privatsache. Fakt ist aber, das viele Anschuldigungen von Opfern nicht immer ganz der Wahrheit entsprechen. Das Gericht muss nun entscheiden und Herr Kachelmann die Konsequenzen tragen. Frau Schwarzer, gehen sie in Rente. Antworten
Wie kann jemand wie Frau Schwarzer zu einer Situation Stellung beziehen, von der Sie persönlich keine Ahnung hat, sondern nur vom hören sagen zum Thema Stellung nehmen kann. Oder vergewaltigen sich Lesben untereinander auch? mit männlichen Spielzeugen! Warum muss sich diese Frau immer wichtig machen zu Themen wo Ihr die Erfahrung so abhanden kommt? Urs Erwin Breuss Antworten
Typisch Alice Schwarzer: Die Männer sind immer die Bösen. "Wenn das alles stimmt, was die Medien schreiben ..". Als Journalistin sollte Sei eigentlich wissen, dass die Medien viel schreiben. Tatsache ist, dass weder sie noch ich weiss, was genau passiert ist. In diesem Fall steht Aussage gegen Aussage. Und auch für Journalisten gilt die Unschuldsvermutung. Also keine dummen Anschuldigungen. Antworten
Frau Schwarzers Satz "Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider." implementiert, dass ALLE Männer Vergewaltiger sind. Das ist eine Frechheit! Ich wundere mich, dass der Tages-Anzeiger solche Aussagen unkommentiert publiziert. Antworten
an den früchten erkennt man einen menschen. und wenn ich die früchte (d.h. worte und taten, ratschläge, tipps und lebeneinstellung, hasstiraden, unvergebenheit, polarisation, krasse abneigung, frust, etc) bei einer alice schwarzer sehe, dann.. naja. das öffentliche verurteilen ist nicht ihr job. Antworten
Es sind genau solche agitatorischen Spät-Emanzen, die unsere Justiz auf dieses verheerende Gleis gebracht haben, dass bei einem angeblichen Vergewaltigungsvorwurf nur noch der Frau geglaubt wird. "Auch nette Männer vergewaltigen manchmal", so einen Unsinn habe ich noch nie gelesen. Als sei es völlig normal, alltäglich, und praktisch jede Frau sei davon betroffen. Und somit auch jeder Mann schuldig Antworten
Alice Schwarzer und "Sabine M" scheinen sich vorzüglich zu ergänzen. Zwei Dinge sind ihnen offenbar bestens bekannt. Steter Tropfen höhlt den Stein, und viele Hunde sind des Hasen Tod. Ja - auch nette Frauen können manchmal grausam sein, Frau Schwarzer. Leider Antworten
Hört doch endlich auf mit dieser Schmierenkomödie. Ob Herr Kachelmann schuldig ist, entscheiden die Gerichte. Wenn er schuldig ist, erhält er seine gerechte Strafe. Dazu sind die Richter auch da. Was hier die Medien und die Protagonisten veranstalten ist so was von tiefster Schublade. Antworten
Die Unschuldsvermutung scheint für Frau Schwarzer ein Fremdwort. Ein Vergewaltigungsvorwurf kann zwar nur schwer belegt - aber eben auch nur schwer vollständig wiederlegt werden. Und genau diesen Umstand könnten sich Frauen auch zu nutze machen. Herr Kachelmann wird für sein Leben stigmatisiert bleiben, die Anschuldigung wird immer an ihm haften - selbst wenn er 100% unschuldig wäre. Antworten
Tolle Aussischten: in der Schönen Neuen Welt von Frau Schwarzer, werden Eheversprechungen von Männern zur Straftat erklärt. Auch illustrativ: Falls der Vorwurf nicht stimmt, ja nu, die Frau war gekränkt. Anders herum wird der Wetterfrosch hinter Gitter für einige Jahre. Feministische Inquisition als Political Correctness? Antworten
Ich habe die Sendung leider verpasst, aber in einem anschliessenden Bericht gelesen, dass sich ein Staatsanwalt dahingehend geäussert habe, dass er, wenn eine seiner Angehörigen vergewaltigt würde, er von einer Anzeige abraten würde, weil das Opfer einen zu hohen Preis bezahle. Sowas ist äusserst bedenklich! Ausserdem hat sich Kachelmann bis heute geweigert, sich begutachten zu lassen, warum wohl? Antworten
Kachelmann ist im Vorteil?! Achja?! Alice Schwarzer sieht das sehr verzerrt! Kachelmann ist beschuldigt worden, er ist eingekerkert worden, man breitet sein privates (!) Leben aus, er kann seine Geschäfte nicht mehr machen, er verliert seine Freiheit. Alles ohne Beweise! Und was ist mit der Anschuldigerin?! Wer ist sie? Wo steckt sie? Was tut sie? Welche Nachteile und Risiken trägt sie denn?! Antworten
Schwarzers Haltung zu BDSM-Praktiken und zu Männern ganz allgemein ist hinlänglich bekannt. Insofern ist dem Geschlechterkampf auf der Ebene Schwarzer / Kachelmann kein gutes Omen beschert- auch deshalb, weil beide absolute Medienprofis sind. Bezeichnenderweise gibt Schwarzer ihre Informationen genauso schnell an die Öffentlichkeit weiter, wie alle Beteiligten zuvor auch schon. Nichts Neues also. Antworten
Was für eine überwältigende "Weisheit" über Vergewaltigungen, Frau Schwarzer! Ich habe auch eine, eine für Sie: Auch Schwarzers verbreiten manchmal Unfaires. Leider. - Herr Kachelmann muss nicht "gestört" sein. Er hat ein (sexuelles) Verhalten, das einer Reihe von Frauen offenbar sehr gefallen hat. Sonst wären sie nicht mehr als einmal mit ihm zusammen gewesen, denn es war keine von ihm abhängig! Antworten
Zwei Personen wissen, was zwischen Herrn Kachelmann und der anonymen Frau X geschehen ist: diese beiden. Sonst niemand. Die verkniffene Frau Schwarzer weiss also auch nichts. Wenn nun Frau Schwarzer, die ja nicht verblödet ist, auf Herrn Kachelmann eindrischt, tut sie das nur aus einem Grund: Sie will mit ihrem Geschäft Kohle machen und nicht vergessen werden. Schade, ist sie nicht ehrlich. Antworten






Peter Bühler
Frau Schwarzer redet vom Opfer, das keine Chance habe, grad so, als sei die Anklägerin in jedem Fall das Opfer. Für Frau Schwarzer ist die Frau immer Opfer, nie Täterin. Diese immergleiche Demagogie betreibt sie seit Jahrzehnten. Im "Fall Kachelmann" aber ist noch keineswegs erwiesen, wer nun Opfer und wer Täter/in ist. Niemand hier weiss es, auch Frau Schwarzer nicht. Antworten