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Auch über Deutschland wird der Luftraum geschlossen

Aktualisiert am 15.04.2010

Die für Düsentriebwerke gefährliche Asche vom isländischen Vulkan Eyjafjallajökull hat zur Folge, dass Heathrow, Stansted und andere Flughäfen den Betrieb einstellen.

1/49 Es wird wieder geflogen: Swiss-Flieger am Flughafen Zürich.
Keystone

   

Auch Deutschland und Dänemark betroffen

Die europäische Flugsicherungsbehörde Eurocontrol lässt wegen der Aschewolke eines isländischen Vulkans für Donnerstagnachmittag Teile des deutschen Luftraums schliessen. Von 14 Uhr an beginne die Schliessung über Belgien und den Niederlanden sowie über Teilen Deutschlands, sagte eine Behördensprecherin. Um welche Bereiche es sich genau handle, konnte sie zunächst nicht genau sagen. Bis 15 Uhr solle es keine Flugbewegungen mehr geben.

Wegen der Aschewolke wird auch der dänische Luftraum ab 18 Uhr geschlossen. Für den Nordwesten des Landes gelte die Sperrung bereits ab dem Mittag, teilte das zuständige Unternehmen Naviair am Donnerstag mit. Die Flugverbotszone werde dann schrittweise ausgedehnt, bis sie um 18.00 Uhr für das gesamte Land gelte. Vulkanasche stellt eine Bedrohung für die Sicherheit von Flugzeugen dar.

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Der britische Luftraum wird wegen des Vulkanausbruchs in Island ab 13 Uhr gesperrt, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Hunderte Flüge in Grossbritannien, Irland und Skandinavien wurden wegen der Asche aus dem Vulkan Eyjafjallajökull abgesagt. Am Donnerstagmittag wird der Betrieb auf den Londoner Flughäfen Heathrow und Stansted eingestellt, wie der Flughafenbetreiber BAA laut der Nachrichtenagentur PA mitteilte. Dort hatte es bereits zuvor zahlreiche Annullierungen gegeben. Vulkanasche stelle eine bedeutende Bedrohung für die Sicherheit von Flugzeugen dar, erklärte die britische Flugsicherung.

In einem Communiqué des Zürcher Flughafens heisst es: «Aufgrund eines Vulkanausbruchs in Island wird der Flugverkehr über England und Nordeuropa behindert. Passagieren mit Destination England wird geraten, sich bei der Fluggesellschaft über die Durchführung des Fluges zu erkundigen. Ausserdem muss im Rückreiseverkehr von Nordamerika mit Verspätungen gerechnet werden.»

Asche kommt kaum nach Zentraleuropa

Direkt sollte die Schweiz aber von den Aschewolken nicht betroffen sein, wie Ivo Sonderegger von Meteonews auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte. Die Luftmassen bewegten sich von Island her zwar Richtung Südosten. Darum ist Grossbritannien betroffen. Dann aber ginge es Richtung Osten weiter. Das hat vor allem Auswirkungen auf Dänemark. Auch dort würde offenbar eine Schliessung des Luftverkehrs erwägt.

Laut dem britischen Fernsehsender BBC wurde der Luftraum im Norden Schottlands in der Nacht gesperrt. Auch sei der Flughafen Aberdeen geschlossen worden, berichtete BBC am Donnerstag unter Berufung auf die britische Flugüberwachung. Es werde erwartet, dass sich die Aschewolke weiter nach Süden bewege und den Verkehr auf weiteren Flughäfen behindere.

Auch die Behörden in Schweden kündigten für den Donnerstag ähnliche Schritte als möglich an. Ein Sprecher der Fluggesellschaft SAS sagte, dass die Verbote «schlimmstenfalls über mehrere Tage gelten können». In Schweden ist seit den frühen Morgenstunden der Luftverkehr im nördlichen Landesteil gestoppt, in Dänemark über der Nordsee. Aus beiden Ländern verlautete, dass je nach Windentwicklung bis zum Abend die komplette Schliessung des Luftraumes nicht auszuschliessen sei. Im isländischen Reykjavik verlautete gleichzeitig, dass mit einer massiven Ausweitung der Flugverbote auf weite Teile Finnlands sowie nordwestliche Regionen Russlands zu rechnen sei.

Asche gefährlich für Düsentriebwerke

Grund für die Verbote ist Lavaasche aus dem Vulkan unter dem isländischen Gletscher Eyjafjalla, der in der Nacht zum Mittwoch zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen aktiv geworden ist. Die Asche in der Luft ist gefährlich für Düsentriebwerke.

Fluggäste wurden aufgefordert, sich vor Abflug bei ihren Gesellschaften zu melden. Wie die Billig-Linie EasyJet mitteilte, könne die Vulkanasche in Grossbritannien zu «erheblichen Störungen» führen. (cpm/sda)

Erstellt: 15.04.2010, 09:16 Uhr

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