Panorama
Auf Joachim folgt Schnee bis in die Niederungen
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0:00 Uhr - Schnee angesagt
Laut dem Wetterdienst Meteonews wird es in der ersten Hälfte der Nacht auf Samstag weitere Sturm- und Orkanböen geben, dann lässt der Wind allmählich nach. Nach dem stürmischen Freitag folgt ein winterliches Wochenende mit Schnee bis in tiefe Lagen. (rub)
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21:45 Uhr - Deutschland und Europa
Orkantief Joachim hat heute mit heftigen Stürmen und Niederschlägen vor allem in Süd- und Mitteldeutschland Schäden angerichtet und zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Auf den Autobahnen bildeten sich lange Staus, einige Bahnstrecken waren zeitweise gesperrt. Weihnachtsmärkte öffneten nicht und mancherorts fiel die Schule aus. Bereits in der Nacht auf heute hatten die Unwetter in Frankreich erhebliche Schäden angerichtet.
Am Abend verabschiedete sich der stürmische Joachim aus Deutschland, um über Polen und die Ostsee weiter nach Osten zu ziehen.
Bild: Ein Lastwagen kollidierte mit der Sicherheitsplanke bei Oberhof in Zentraldeutschland. -
21:00 Uhr - JU und FR
Wegen Sturm Joachim sind in der jurassischen Ajoie zwei Personen verletzt worden, weil zwischen Vendlincourt und Courtavon in Frankreich ein Baum auf ihr Auto stürzte. Sie mussten von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Die zwei Verletzten wurden mit Ambulanzfahrzeugen in ein Spital in Delsberg JU gebracht. Die Strasse war am Nachmittag vorübergehend gesperrt.
93 Meldungen im Kanton Freiburg
Im Kanton Freiburg hat die Kantonspolizei insgesamt 93 Schadensmeldungen wegen Sturm Joachim gezählt. Davon betrafen 33 Überschwemmungen, 36 umgestürzte Bäume und 14 herumfliegende Gegenstände wie Ziegel und Storen. Bei Pringy ist die Albeuve über die Ufer getreten. Die Kantonsstrasse nach Moléson musste deswegen vier Stunden lang gesperrt werden. Auch die Kantonsstrasse zwischen Fiaugères und Saint-Martin konnte zweitweise nicht befahren werden. Verletzte waren in Fribourg nicht zu beklagen. -
19:10 Uhr - 119 Flüge annulliert
Am Flughafen Zürich sind heute wegen des Sturmes «Joachim» bisher 119 Flüge annulliert worden. Der grösste Teil davon musste auf dem Flugplan der Schweizer Fluggesellschaft Swiss gestrichen werden, wie Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling sagte. 60 Abflüge wurden gestrichen, 59 ankommende Flüge blieben aus, wie Flughafensprecher Marc Rauch am Abend präzisierte. Grund für viele Annullationen – zum Beispiel von und nach Amsterdam, London oder Nizza – war nicht das Schweizer Wetter, sondern jenes an der Ziel- oder Startdestination im Ausland.
Auch für viele Abflugverspätungen machte der Flughafen die verspätet ankommenden Maschinen verantwortlich. Vor den Schaltern der Fluggesellschaften bildeten sich laut Zöchling am Nachmittag lange Schlangen, weil viele Passagiere umbuchen wollten. Die Flughafen-Angestellten kontrollierten am Vormittag aufgrund der Sturmwarnungen unter anderem, ob Kleinflugzeuge auf den Standplätzen genug gesichert sind. (sda) -
19:00 Uhr - Schäden in ZH und TG
Joachim wütet in Zürich
Starke Winde, verbunden mit Regen haben bis am frühen Abend im Kanton Zürich zu rund zwei Dutzend Schadensmeldungen geführt, wie die Kantonspolizei mitteilte. Bei den Meldungen ging es zum weitaus grössten Teil um umgestürzte Bäume und Äste auf Fahrbahnen, aber auch um weggewehte Baustellenabschrankungen und Signalisationen. Betroffen von den Schäden waren sämtliche Bezirke des Kantons Zürich. Verletzt wurde nach den bisherigen Erkenntnissen niemand.
In Wädenswil beschädigten gegen 16.30 Uhr die Winde ein Baugerüst und es drohte einzustürzen. Aus Sicherheitsgründen musste die Speerstrasse für jeglichen Verkehr während rund einer Stunde gesperrt werden. Auf der Autobahn A1 bei Winterthur-Töss kollidierten um 16.45 Uhr drei Lastwagen mit umgestürzten Bäumen, die bis in die Fahrbahn ragten.
Bern: 200 Meldungen
Der Jurabogen ist vom Sturm «Joachim» voll getroffen worden. Auf dem Gipfel des Chasseral im Berner Jura wurden Böen von bis zu 170 Stundenkilometern gemessen. Diese Windböen fällten auch anderswo im Berner Jura Bäume. So etwa zwischen Moutier und Sonceboz, wo ein Baum auf die SBB- Bahnstrecke fiel und sie unterbrach. Moutier war per Zug auch von Solothurn her nicht mehr erreichbar: Auch zwischen Moutier und Gänsbrunnen SO stoppte ein umgefallener Baum den Zugsverkehr vorübergehend.
Bereits am frühen Morgen wurden bei Tramelan drei Personen bei einer Zugsentgleisung leicht verletzt, bei Champoz ein Automobilist. Der Zugsunfall bei Tramelan ergeignete sich kurz vor 6.30 Uhr morgens, als eine Komposition der Chemins de fer du Jura (CJ) in einem Wald auf einen Baum prallte, den der Wind gefällt hatte. Trotz einer Notbremsung entgleiste der Triebwagen und ruschte eine Böschung hinab. Der Lokführer und zwei Passagiere wurden leicht verletzt. Nebst dem Lokführer befanden sich zwölf Passagiere im Zug, der zwischen Tavannes und Tramelan unterwegs war.
Auch zahlreiche Strassen im ganzen Kanton Bern wurden blockiert. Die Kantonspolizei Bern berichtete am Abend über 200 Meldungen im Zusammenhang mit dem Sturm. 124 davon betrafen die Region Biel und Berner Jura. Auf der Regionalen Einsatzzentrale in Biel setzte die Polizei deshalb zusätzliches Personal ein. Die meisten Meldungen betrafen umgestürzte Bäume, doch auch Wasserschäden und beschädigte Hausdächer wurden gemeldet. Am Abend war auch der Bahnverkehr zwischen Langenthal und Solothurn wegen Unwetterschäden zwischen Aarwangen und Niederbipp beeinträchtigt.
Thurgau: Bäume entwurzelt
Ab zirka 16.30 Uhr gingen auf der Kantonalen Notrufzentrale in Frauenfeld über 50 Schadensmeldungen aus dem ganzen Gebiet des Thurgaus ein, wie die Kantonspolizei mitteilte. Der grösste Teil betraf umgestürzte Bäume, die von den örtlichen Feuerwehren wieder von den Strassen entfernt werden mussten. Der Strassenabschnitt zwischen Güttingen und Sommeri wurde vorübergehend gesperrt. In mehreren Gemeinden mussten die Feuerwehren Wasser aus Kellern abpumpen. In Weinfelden und Altnau kippten wegen Windböen zwei Fahrzeuganhänger um.
Personen wurden keine verletzt, einige Fahrzeuge wurden durch umstürzende Bäume oder herumfliegende Gegenstände beschädigt. Der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden.
(rub/sda) -
17:05 Uhr - Video Zürichsee
Die Seepolizei beim Zürichsee ist bereit für Orkan Joachim. (Video: Keystone) -
16:25 Uhr - Verletzte BL
Der Sturm Joachim hat im Baselbiet an mehreren Orten Schäden verursacht. Die Polizei erhielt bis am Nachmittag hunderte Meldungen über umgestürzte Bäume, abgedeckte Hausdächer und andere Schäden. Es kam zu Stromunterbrüchen. Zwei Personen wurden verletzt.
Verletzt wurde ein 36-jähriger Lastwagenfahrer auf der Strasse von Diegten nach Hölstein im Oberbaselbiet, als sein Lastwagen samt Anhänger von einer Windböe erfasst wurde und umkippte. Der Anhänger war schon zuvor umgekippt, wurde von einer Abschleppfirma aber wieder aufgestellt. Auf der Weiterfahrt erfasste dann eine weitere Böe den gesamten Lastenzug. Der Chauffeur wurde laut Polizeiangaben von der Sanität ins Spital gebracht. Die Strasse wurde aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres gesperrt.
Leicht verletzt und unterkühlt wurde zudem ein 65-jähriger Mann im Bootshafen von Augst BL am Rhein. Er wollte an einem Boot eine weggerissene Abdeckplane festmachen, stürzte aber ins Hafenbecken. Ein Bekannter konnte ihm eine Leiter reichen. Der Mann wurde ebenfalls ins Spital gebracht.
Bereits am Morgen wurden drei Personen leicht verletzt als im Berner Jura bei Tramlan ein Personenzug entgleiste.
Flüge in Basel-Mülhausen gestrichen
Vergleichweise glimpflich verlief derweil der Sturm im Kanton Basel-Stadt. Ein umgestürzter Baum blockierte in Basel während rund zwei Stunden die Tramlinie Nummer 3. Verletzt wurde indes niemand.
Auf dem Flughafen Basel-Mülhausen wurden wegen des Sturms bis 15.15 Uhr 16 An- oder Abflüge annulliert. Die Zahl könne sich allenfalls noch erhöhen, sagte eine Sprecherin des EurAirports auf Anfrage. In drei Fällen handelte es sich um Maschinen, die wegen Böen nicht landen konnten und zu andern Flughäfen abdrehten.
Bild: Umgewehter Anhänger auf der Rheinstrasse in Pratteln. (Polizei Basel-Landschaft) -
15:50 Uhr – Solothurn
Überflutete Keller im Schwarzbubenland
Das Sturmtief Joachim hat auch im Kanton Solothurn vor allem im Schwarzbubenland zahlreiche Schäden angerichtet. Auf der Einsatzzentrale der Solothurner Kantonspolizei gingen bis am Nachmittag weit über 100 Meldungen ein.
Bäume und Signalisationen seien umgefallen, sagte Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei. Mehrere Strassenabschnitte hätten daher vorsorglich gesperrt werden müssen.
Auch seien im Schwarzbubenland zahlreiche Keller überflutet worden. «Die Feuerwehren stehen seit dem Morgen im Dauereinsatz», sagte Gribi. Aus den übrigen Kantonsteilen gebe es nur vereinzelte Meldungen von Schäden.
Personen wurden bislang nicht verletzt. Mit dem Schrecken davon kamen zwei Chauffeure, deren Lieferwagen der Sturm umgekippt hatte.
Der Regionalsender Radio 32 mit Sitz in Solothurn ist derzeit in den Regionen Solothurn und Langenthal BE nicht zu empfangen. Beim UKW-Sender auf dem Solothurner Hausberg Weissenstein fiel der Strom aus. Die Dauer des Sendeunterbruchs sei unbestimmt, hiess es. (sda) -
15:36 – Zürich
Sturmwarnung im Kanton Zürich
Im grössten Teil des Kantons Zürich, auch auf den Seen, gab es Sturmwarnungen der geringeren Gefahrenstufen 3. In den nördlichsten Kantonsgebieten und im Limamttal galt bereits früher Stufe 4. Die SBB-Strecke zwischen Dachsen und Marthalen war vorübergehend von einem umgestürzten Baum blockiert.
Ob die Boote auf dem Zürichsee sicher vertäut sind, dafür muss laut der kantonalen Seepolizei der Halter sorgen. Zum Einsatz komme die Polizei, wenn es gelte, losgerissene Boote zu bergen. Ohnehin seien aber die meisten Boote um diese Jahreszeit nicht mehr im Wasser.
Die Zürichseeschifffahrt blieb vorderhand ebenfalls ungestört. Laut Sprecherin Alexandra Rüthemann waren am Freitagnachmittag drei Schiffe unterwegs. Die Kapitäne entschieden selbstständig, ob sie einen Steg anlaufen wollten oder nicht. Für den Abend seien ohnehin keine Spezialfahrten geplant. (sda) -
15:35 – Frankreich
Frachter läuft wegen Joachim auf Grund – die Bilder
Sitzt fest: Schiff vor der Küste in der Bretagne (Video: Reuters) -
15:20 Uhr – Windgeschwindigkeiten
Um 14 Uhr erreichten die Böen laut MeteoNews auf dem Säntis bis zu 175 Stundenkilometer. Auch im Flachland betrugen die Windgeschwindigkeiten gegen 120 km/h.
Windgeschwindigkeiten in den Bergen (in km/h)
Säntis (2502 m.ü.M., AR) / 175.7
Pilatus (2106 m.ü.M., LU) / 159.1
Glacier des Diablerets (2966 m.ü.M., VD) / 151.9
Chasseral (1599 m.ü.M., BE) / 151.2
Jungfraujoch (3580 m.ü.M., BE) / 149.4
Moléson (1972 m.ü.M., FR) / 136.4
Windgeschwindigkeiten an exponierten Lagen (in km/h)
Rünenberg (610 m.ü.M., BL) / 142.9
Bantiger (942 m.ü.M., BE) / 120.2
St.Chrischona (493 m.ü.M., BS) / 110.9
Lägern (868 m.ü.M., ZH) / 106.6
Oberbözberg (540 m.ü.M., AG) / 98.3
Bargen (740 m.ü.M., SH) / 92.9
Windgeschwindigkeiten im Flachland (in km/h)
Porrentruy (596 m.ü.M., JU) / 121.7
Amsoldingen (638 m.ü.M., BE) / 117.4
Thun (560 m.ü.M., BE) / 107.6
Delsberg (467 m.ü.M., JU) / 104.8
Basel?Binningen (316 m.ü.M., BL) / 102.6
Gösgen (380 m.ü.M., SO) / 98.3 -
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15:13 – Aargau
Sturm zieht Richtung Brugg
Im Kanton Aargau hat das Sturmtief bislang einzig kleinere Schäden angerichtet. Die Kantonspolizei erhielt bis am Nachmittag über 30 Meldungen zu umgeknickten Bäumen, verwehten Baustellenabschrankungen und Blockaden auf Nebenstrassen.
Betroffen vom Sturm sei vor allem der Norden des Kantons, sagte Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei. Der Sturm ziehe vom Fricktal in Richtung Brugg. Aus den Regionen Zofingen, Wynen- und Seetal sowie Freiamt gebe es keine Meldungen zu Sturmschäden. (sda) -
15:04 – Bern
Stromausfälle in Bern
Das Sturmtief Joachim hat im Kanton Bern für etliche Stromausfälle gesorgt. Vor allem der Berner Jura, das Seeland und das Schwarzenburgerland sind davon betroffen. 2000 bis 2500 Kunden des Energiekonzerns BKW erhielten zeitweise keinen Strom.
BKW-Mediensprecher Antonio Sommavilla sagte, bei den BKW-Monteuren herrsche Hochbetrieb. Überall seien sie daran, die Schäden zu beheben und die Stromversorgung wieder herzustellen. Die Lage sei «nicht dramatisch, aber herausfordernd». (sda) -
14:55 - Schaffhausen, Zürich
Überflutete Keller in Schaffhausen
Für überflutete Keller und durch umgestürzte Bäume blockierte Strassen haben der Sturm «Joachim», vor allem aber die heftigen Regenfälle bis zum frühen Nachmittag im Kanton Schaffhausen gesorgt.
Das Tief machte sich vor allem im Klettgau «bemerkbar», wie der Sprecher der Schaffhauser Polizei, Patrick Caprez, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Dort, aber auch sonst im ganzen Kantonsgebiet seien Keller, Velowege und Strassen überflutet worden.
Die Strasse zwischen Thayngen und Schaffhausen war von umgestürzten Bäumen blockiert. Und im Rhein sank ein Weidling, der mit Wasser vollgelaufen war. Da das Boot mit einer Kette festgemacht war, konnte es ohne grössere Probleme geborgen werden.
Ruhe auf dem Zürichsee
Kaum etwas vom Sturm spürte man dagegen im Kanton Zürich. Die SBB meldete eine Streckenblockierung durch einen umgestürzten Baum zwischen Dachsen und Marthalen.
Auf dem Zürichsee war laut einem Sprecher der Seepolizei zwar eine Vorwarnung aktiv, aber noch keine Sturmwarnung. Eine solche werde wenn nötig von MeteoSchweiz beantragt. (sda) -
14:40 – Lötschental
Autoverladestation in Goppenstein gesperrt
Wegen starken Schneefalls und Lawinengefahr ist die Strasse zwischen dem Walliser Talboden und der Autoverladestation Goppenstein VS gesperrt worden. Deshalb hat die BLS den Autoverlad zwischen Goppenstein und Kandersteg BE eingestellt.
Die BLS lässt aber mit einem Not-Autoverlad Autozüge zwischen Brig und Kandersteg BE zirkulieren, wie sie mitteilte. Grossraumfahrzeuge befördert die BLS nicht.
Laut MeteoSchweiz fielen im Lötschental von Donnerstagvormittag bis Freitagvormittag 60 bis 100 Zentimeter Schnee. Wegen der entsprechend hohen Lawinengefahr ist laut der BLS auch die Strasse zwischen Goppenstein und Blatten im Lötschental geschlossen worden. Das Tal ist auf der Strasse folglich nicht mehr erreichbar.
Die RegioExpress-Züge der BLS mit dem Namen «Lötschberger» halten in Goppenstein nicht. Kandersteg ist nach Angaben der BLS auf Strasse und Schiene normal erreichbar. -
14:32 - Zürich
Mehr als 70 Flüge annulliert
Das Sturmtief Joachim bringt Turbulenzen in die Flugpläne. -
14:29 - Frankreich
Touristenattraktionen geschlossen
Wegen des Sturmtiefs «Joachim» sind mehrere touristische Anziehungspunkte in Frankreich vorsichtshalber geschlossen worden. Bei Paris war der weltberühmte Park des Versailler Schlosses für Besucher nicht zugängig, wie die Verwaltung mitteilte.
In Strassburg ordnete die Stadtverwaltung die Schliessung des «Chriskindelsmärik» an. Der 1570 gegründete Weihnachtsmarkt in der Elsass-Metropole mit hunderten von Holzhütten ist einer der ältesten und grössten in Europa. Er zieht jährlich an die zwei Millionen Besucher an. Um den 30 Meter hohen Weihnachtsbaum am zentralen Kleber-Platz wurden Sicherheitsbarrieren errichtet.
Die Hohkönigsburg beim elsässischen Selestat, die ebenfalls zu den beliebtesten Tourismuszielen in der Grenzregion gehört, wurde nach Behördenangaben für drei Tage geschlossen. Am frühen Nachmittag gab es noch in 31 der rund 100 französischen Departements Sturmwarnung. (sda) -
13:33 - Schweiz
Joachim verhindert Skispringen
In Engelberg fallen das Training und die Qualifikation wegen des Sturmtiefs aus. -
13:18 - Frankreich
Schiffsbesatzung per Hubschrauber gerettet
Vor der Bretagne ist am Morgen der 109 Meter lange Frachter «TK Bremen» (im Bild) mit 19 Mann an Bord gestrandet. Ein Hubschrauber vom Typ NH 90 der französischen Marine rettete ab 3.00 Uhr die Männer von Bord des Schiffes unter maltesischer Flagge, wie der Préfet Maritime in Brest erklärte.
Die Matrosen wurden nach Lorient gebracht. Einer der Öltanks des leeren Frachters wurde beschädigt. Öl verschmutzte den Strand bei Etel, südlich von Lorient, wie die Zeitung «Ouest-France» berichtete. (dapd) -
12:35 – Zusammenfassung
Der grosse Sturm kommt erst noch
Der Sturm Joachim ist in der Nacht und am Morgen über den Jura gefegt, hat Dächer abgerissen und Bäume entwurzelt. Bei einer Zugsentgleisung zwischen Tavannes und Tramelan im Berner Jura wurden vier Personen leicht verletzt.
Der Zug, der frühmorgens Tavannes verlassen hatte, war mit 70 Kilometern pro Stunde unterwegs, als eine Tanne auf die Geleise der Chemins de fer du Jura fiel. Ein Teil des Zuges entgleiste. Dabei wurden vier Personen leicht verletzt. Mehrere Reisende erlitten einen leichten Schock.
Zweite Bahnstrecke unterbrochen
Um 10.30 Uhr blockierte ein weiterer entwurzelter Baum die SBB-Strecke zwischen Moutier und Sonceboz. Und zwischen Delle (F) und Pruntrut JU behinderte eine blockierte Barriere den Bahnbetrieb.
Schlimmer erwischte es die Bewohner eines Wohnhauses im jurassischen Courrendlin nahe Delsberg, die wegen Einsturzgefahr evakuiert werden mussten. Der Sturm hatte einen Teil des Daches weggerissen.
Spitze im Jura erreicht
In Pruntrut musste die Eisbahn geschlossen werden, nachdem die Winde Plexiglas von den Mauern riss. Verletzt wurde bei diesem Vorfall, wie auch bei den anderen, niemand. Gemäss Kantonspolizei ist die Lage im Kanton Jura sehr angespannt. Zahlreiche Strassen seien wegen entwurzelter Bäume gesperrt.
Im Jura und in den Alpen haben die Winde jedoch ihre Spitzen erreicht, wie Roland Mühlebach von MeteoSchweiz erklärte. Sie blieben aber bis am Abend stark und nähmen erst in der Nacht auf Samstag ab. Über den Chasseral wehten Böen von 151 Kilometern pro Stunde.
Flachland noch nicht stark betroffen
Hingegen sei der Sturm im Flachland noch nicht angekommen. Insbesondere für das zentrale und östliche Mittelland erwartet Mühlebach noch stärkere Winde. Immerhin wurden in Plaffeien im freiburgischen Sensebezirk 126 km/h und in Basel bereits 103 km/h gemessen.
Bei der Polizei Baselland sind denn auch Dutzende von Schadensmeldungen eingegangen. Betroffen waren vor allem das Laufental und das Oberbaselbiet. Fast alle Feuerwehren im Kanton stünden im Einsatz, teilte die Polizei gegen Mittag mit.
An verschiedenen Orten musste die Feuerwehr ausrücken, weil Bäume oder Äste auf die Strasse gestürzt waren. In mehreren Gemeinden seien auch Teile von Hausdächern abgedeckt worden. Zudem seien Strommasten, Beleuchtungskandelaber und Baustellenabschrankungen beschädigt worden.
Bergbahnen abgestellt
Zahlreiche Bergbahnen haben wegen des Sturms ihren Betrieb eingestellt. Im Berner Oberland bleiben die Strecken zwischen Grindelwald und der Kleinen Scheidegg und zwischen Wengen und dem Jungfraujoch wegen Sturmwinden gesperrt.
Verantwortlich dafür ist jedoch nicht der Sturm «Joachim», sondern ein Föhnsturm, der sich wegen der kommenden Kaltfront entwickelt hat, wie Mühlebach erklärte. Auf dem Jungfraujoch hat die Jungfraubahn Windspitzen von bis zu 180 Stundenkilometern gemessen.
Wegen Lawingengefahr nach starken Schneefällen stellt die BLS am Freitag um 14 Uhr den Autoverlad am Lötschberg zwischen Kandersteg BE und Goppenstein VS ein. Das Bahnunternehmen richtet aber einen Not-Autoverlad zwischen Kandersteg und Brig ein.
Flüge annulliert
Auf den Flugbetrieb in Bern-Belp hat sich der Sturm bislang noch nicht ausgewirkt, wie Flughafensprecher Daniel Steffen auf Anfrage sagte. In Zürich hingegen mussten bis zum Freitagmittag insgesamt 22 Flüge annulliert werden.
Allein auf dem Flugplan der Schweizer Fluggesellschaft Swiss mussten 10 Starts und 11 Landungen gestrichen werden, wie Flughafen- Sprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage der sda sagte. Grund dafür sei das Wetter an den Ziel- oder Startdestinationen.
Zahlreiche Bergbahnen und exponierte Stationen haben wegen des Sturms dicht gemacht. So wurde die Station Rochers-de-Naye im Waadtland bis Betriebsschluss geschlossen. Die Zahnradbahn ist noch von Montreux bis Haut-de-Caux in Betrieb.
Reagiert auf die Sturm-Prognosen haben auch die Bergbahnen Titlis Rotair in Engelberg OW. Alle Anlagen und Pisten bleiben am Freitag gesperrt. Auch die Gornergratbahn in Zermatt und die Pilatusbahnen im Kanton Luzern stellten den Betrieb zumindest teilweise ein. (sda) -
12:20 –
Deutschland
Unterbrochene Bahnstrecke in Deutschland
Joachim hat auch im Süden von Rheinland-Pfalz den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht. Wegen der Gefahr von herunterstürzenden Ästen und Bäumen seien viele Strecken für den Regionalverkehr am Freitagvormittag in der Pfalz gesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Eingestellt worden ist unter anderem die Verbindung von Kaiserslautern nach Saarbrücken. Aber auch in den Regionen Pirmasens, Kusel, Neustadt an der Weinstrasse, Frankenthal und Wörth ruhe der Verkehr. (dapd) -
12:10 – Deutschschweiz
Versicherer können Schäden noch nicht abschätzen
Noch hat der Sturm Joachim die Deutschschweiz nicht mit voller Kraft erreicht. Er könnte aber ähnlich wie Lothar 1999 zu schweren Schäden führen. Beim Gebäudeversicherer Zurich bewegte sich der Schaden damals im tiefen zweistelligen Millionenbereich, wie Sprecher Adriano Pavone gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagt. Für Schätzungen, wie grosse Schäden Joachim anrichten könnte, sei es aber noch zu früh.
Die Versicherung empfehlt der Bevölkerung, sich laufend über die aktuelle Wetteranlage zu informieren, das Auto an einem sicheren Ort zu parkieren, Fenster und Türen zu schliessen sowie Storen einzuziehen. Lose Gegenstände, etwa Blumentöpfe, Kinderspielsachen u. ä., solle man an einen windgeschützten Ort bringen. Wertvolle Gegenstände solle man zudem nicht im Keller lagern – und wenn, dann mindestens 20 Zentimeter über Boden. Schäden solle man möglichst schnell dem Versicherer melden – und wenn möglich fotografieren. (miw) -
11:50 – Jura
Umgestürzter Baum blockiert SBB-Strecke
Der Sturm Joachim wütet derzeit vor allem über dem Jura. Erneut hat ein umgestürzter Baum eine Bahnstrecke lahm gelegt. Ein umgestürzter Baum blockiert derzeit auch die SBB-Strecke zwischen Moutier und Sonceboz im Berner Jura. Am frühen Morgen hatte ein umgestürzter Baum zwischen Tavannes und Tramelan zu einer Zugsentgleisung geführt. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt.
Zahlreiche Bergbahnen und exponierte Stationen haben wegen des Sturms dichtgemacht. So wurde die Station Rochers-de-Naye im Waadtland bis Betriebsschluss geschlossen. Die Zahnradbahn ist noch von Montreux bis Haut-de-Caux in Betrieb.
Wohnhaus evakuiert
Nahe Delsberg musste zudem ein Wohnhaus evakuiert werden. Der Wind hatte im jurassischen Courrendlin Teile des Dachs weggerissen, wie die Kantonspolizei mitteilte. Die Bewohner des Hauses wurden in der Folge wegen Einsturzgefahr evakuiert. Die Polizei konnte keine Angaben über die genaue Zahl der Evakuierten machen.
In Pruntrut riss der Wind Teile einer Wand der Eisbahn weg. Es sei niemand verletzt worden, sagte Michel Rotuno von den Stadtwerken auf Anfrage. Die Eisbahn bleibt für unbestimmte Zeit geschlossen.
Gemäss Kantonspolizei ist die Lage im Kanton Jura sehr angespannt. Zahlreiche Strassen seien wegen entwurzelter Bäume gesperrt. Bis anhin sei aber niemand verletzt worden. (sda) -
11:17 – Deutschland
Orkanartige Böen in Deutschland
Das Sturmtief Joachim hat Deutschland mit orkanartigen Böen erreicht. Im Saarland seien bereits Böen mit Geschwindigkeiten von 104 Stundenkilometer gemessen worden, auf dem Feldberg im Schwarzwald Böen von 158 Stundenkilometern, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Joachim werde sich im Laufe des Tags noch weiter verstärken und starke Niederschläge mit sich bringen. (AFP) -
11:03 – Flughafen Zürich
Swiss annulliert 25 Flüge
Das Sturmtief Joachim bringt Turbulenzen in die Flugpläne. Sowohl die Swiss als auch der Flughafen Zürich haben Sondermassnahmen ergriffen, 25 Flüge wurden gestrichen. -
10:57 – Frankreich
Erste Sturmvideos auf Youtube
Auf Youtube gibt es erste Videos des Sturms Joachim. Besonders am Meer – hier ein Video, das in der Nähe von Bordeaux aufgenommen wurde – ist der Wind stark. In der Schweiz diskutieren die Sturmjäger im Forum von Meteoradar.ch über die Windstärken in den einzelnen Landesteilen.
Starker Wind in Andernos in Südfrankreich (Video: Youtube) -
10:45 – Rapperswil
Weihnachtsmarkt bleibt zu
Zahlreiche Weihnachtsmärkte bleiben heute geschlossen. Laut Radio Zürisee findet zum Beispiel heute der Weihnachtsmarkt in Rapperswil wegen des Sturms nicht statt. Dasselbe gilt für den Weihnachtsmarkt von Lausanne. -
10:35 – Basel
Sturm deckt Dächer im Baselbiet ab
Wegen des Sturms sind bei der Polizei Baselland seit dem frühen Morgen Dutzende von Schadensmeldungen eingegangen. Betroffen waren vor allem das Laufental und das Oberbaselbiet. Verletzt wurde bislang jedoch niemand.
An verschiedenen Orten musste die Feuerwehr ausrücken, weil Bäume oder Äste auf die Strasse gestürzt waren, wie die Polizei mitteilte. In mehreren Gemeinden seien auch Teile von Hausdächern abgedeckt worden. Zudem seien Strommasten, Beleuchtungskandelaber und Baustellenabschrankungen beschädigt worden.
Gesperrte Strassen
Laut einem Polizeisprecher mussten wegen umgestürzter Bäume mehrere Strassen zeitweise gesperrt werden. Die Verbindungsstrasse von Känerkinden nach Diegten blieb vorübergehend gesperrt, weil Stromkabel auf die Strasse gefallen waren.
In Teilen des Schwarzbubenlands kam es zudem zu Stromunterbrüchen, wie die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) mitteilte. Betroffen waren Gemeinden im Gebiet zwischen Seewen SO und Bärschwil SO. Die EBM sei daran, die Unterbrüche laufend zu beheben.
Keine Probleme gab es derweil in Basel-Stadt, wie es beim Sicherheitsdepartement hiess. Allerdings schloss der Basler Tierpark Lange Erlen aus Sicherheitsgründen ganztags seine Tore, wie er mitteilte. (sda) -
10:20 Uhr – Titlis
Bahnen am Titlis bleiben geschlossen
Reagiert auf die Sturm-Prognosen haben auch die Bergbahnen Titlis Rotair in Engelberg OW. Alle Anlagen und Pisten bleiben heute gesperrt. (sda) -
10:15 Uhr – Zürich
Einzelne Annullationen von Flügen
Im Flughafen Zürich wappnet man sich für Sturmtief Joachim. Um die Mittagszeit sind bereits einzelne Flüge verspätet oder annulliert.
Bild: Warten auf Joachim: Am Flughafen herrscht Ruhe vor dem Sturm. -
10:10 – Goldau
Tierpark Goldau bleibt geschlossen
Wegen der Sturmwarnung bleibt der Natur- und Tierpark Goldau heute geschlossen. Die bittere Erfahrung vom Sturm Lothar von 1999, als 80 Prozent des Waldbestandes des Natur- und Tierparks Goldau verwüstet wurden, habe die Geschäftsleitung bewogen, erhöhte Sicherheitsmassnahmen
zugunsten der Besucher zu veranlassen, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Park sei ab Samstag wieder wie gewohnt geöffnet. (miw)
Bild: Grosse Felsbrocken im Tierpark Goldau SZ – Lothar richtete dort 1999 grosse Schäden an. -
10:01 – Jura
Umgestürzte Bäume und gesperrte Strassen
Der Jurabogen ist in der Nacht auf heute und heute Morgen vom Sturm Joachim voll getroffen worden. Mehrere Strassen im Kanton Jura waren gesperrt, nachdem Bäume auf die Fahrbahn gefallen waren. Das sagte ein Sprecher der jurassischen Kantonspolizei. Auf dem Gipfel des Chasserals im Berner Jura wurden Böen von mehr als 130 Stundenkilometern gemessen. (sda) -
09:58 – Berner Oberland
Jungfraubahn fährt nicht mehr
Sturm Joachim sorgt auch im Berner Oberland für Probleme: Zwischen Grindelwald und Wengen und zwischen der Kleinen Scheidegg und dem Jungfraujoch ist der Betrieb der Jungfraubahn wegen des Sturms unterbrochen. Die Störung dauert laut einer Mitteilung der SBB bis Betriebsschluss. (sda) -
09:55 – Berner Jura
Zugstrecke im Berner Jura bleibt gesperrt
Die Berner Kantonspolizei meldete, die genaue Ursache der Zugsentgleisung bei Tramelan werde noch untersucht. Die Strecke zwischen Tavannes und Tramelan wurde nach dem Unfall für unbestimmte Zeit gesperrt. Zwischen diesen beiden Ortschaften wurde ein Busersatzdienst eingerichtet. (sda) -
09:40 – Frankreich
Hunderttausende Haushalte ohne Strom
Durch den Sturm Joachim ist in Hunderttausenden Haushalten in Frankreich der Strom ausgefallen. Fast 400'000 Wohnungen seien betroffen gewesen, sagte Innenminister Claude Guéant im Radiosender France Info. Dutzende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
In der Bretagne war der Zugverkehr teilweise unterbrochen, umgestürzte Bäume blockierten die Strassen. Für das Atomkraftwerk Blayais in der südwestlichen Gironde setzten die Behörden vorbeugend einen Notfallplan um. Die Atomsicherheitsbehörde ASN versicherte am Morgen, die vier Reaktoren arbeiteten weiter normal. (AFP) -
08:25 – Berner Jura
Zugunfall im Berner Jura
Bei Tramelan im Berner Jura ist am frühen Morgen ein Zug gegen einen Baum geprallt, den der Sturm Joachim gefällt hatte. Zwei Wagen der Komposition entgleisten, etwa ein Dutzend Personen ist leicht verletzt worden, darunter der Lokführer. Das gab ein Sprecher der Chemins de fer du Jura auf Anfrage bekannt. Keiner der Verletzten musste ins Spital gebracht werden.
Der Unfall ereignete sich laut einer Sprecherin der Kantonspolizei Bern kurz vor 6.30 Uhr. Zwei Wagen der Komposition entgleisten ihr zufolge. Rettungskräfte sind vor Ort. Die Polizei hat weitere Informationen in Aussicht gestellt.
Sturm Joachim sorgt auch im Berner Oberland für Probleme: Zwischen Grindelwald und Wengen ist die Strecke der Jungfraubahn für den Bahnverkehr unterbrochen. Die Störung dauert laut einer Mitteilung der SBB bis Betriebsschluss. (sda) -
08:07 – Frankreich
Frachter läuft in der Bretagne auf
Der unter Malta-Flagge fahrende Frachter TK Bremen ist in schwerem Sturm vor der Küste der französischen Bretagne gestrandet. Wegen austretenden Öls lösten die Behörden Umweltalarm aus und setzten den Rettungsplan «Polmar» in Kraft.
Demnach bildete sich auf einer Fläche von einem mal fünf Kilometer bereits ein Ölteppich, der sich auf das Festland zu bewege. Den Angaben zufolge ist der Frachter mit 180 Tonnen Heizöl und 40 Tonnen Diesel beladen.Nun sollen die Tanks des Schiffes ausgepumpt werden, wie Michel Gayda vom Küstenschutz erklärte. Die 19-köpfige Besatzung des 109 Meter langen Schiffes sei per Helikopter in Sicherheit gebracht worden.
Das Schiff war gestern aus dem Hafen von Lorient ausgelaufen, um nördlich der Insel Groix vor der Weiterfahrt nach Grossbritannien auf bessere Wetterbedingungen zu warten. Nach Angaben der zuständigen Präfektur in Brest war der Frachter mit Ausnahme der 220 Tonnen Treibstoff weitgehend leer.
Joachim war in der Nacht über die französische Küste mit Orkanböen der Stärke zwölf gezogen. In Westfrankreich fiel nach Angaben des Nachrichtensenders in rund 220'000 Haushalten der Strom aus, davon 100'000 in der Bretagne. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 133 Kilometern pro Stunde knickten zudem zahlreiche Bäume um. Allein in den Departements Finistére und Morbihan sei die Feuerwehr zu mehr als 300 Einsätzen ausgerückt.
Der Bahnverkehr in der Region kam weitgehend zum Erliegen. Beeinträchtigungen wurden auch auf der Luftverkehrs-Drehscheibe in Paris erwartet, wo der Andrang der Reisenden im Vorfeld des Weihnachtsfestes gross ist. (sda) -
07:05 – Genfersee
Genfersee-Schifffahrt eingestellt
Auf dem Genfersee werden keine Kursschiffe verkehren, wie die Schifffahrtsgesellschaft CGN mitteilte. Rund 1600 Pendlerinnen und Pendler sind betroffen. Die Massnahme wurde aus Sicherheitsgründen beschlossen und sollte für heute gelten. Betroffen sind die Schiffsverbindungen von Lausanne nach Evian und Thonon am französischen Ufer des Sees sowie von Nyon VD nach Yvoire und Chens, ebenfalls in Frankreich.
Der Betrieb werde so bald wie möglich wieder aufgenommen, sagte CGN-Sprecher Terry Guillaume. Die Kundschaft sei per SMS informiert worden. Die Betroffenen erhielten als Entschädigung ein Retourbillett geschenkt. Ersatzbusse könnten nicht angeboten werden. Denn es gebe keinen Transporteur, der genügend Kapazität habe, um so viele Menschen zu befördern. (sda) -
06:30 – Ähnliche Ausmasse wie Lothar
Fast so grosse Ausmasse wie Lothar
Laut dem Meteorologen Thomas Bucheli wird heute einiges abgehen: Gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte er, man müsse von Stürmen ausgehen, die fast an den Lothar-Sturm von 1999 heranreichten. «Vor allem in Deutschland und Frankreich, aber auch im Norden der Schweiz muss mit grossen Schäden gerechnet werden», so Bucheli. (kpn) -
06:00 – Joachim erreicht die Schweiz
Bis zu 120 Stundenkilometer
Erste Ausläufer des Sturms Joachim haben in der Nacht auf heute die Schweiz erreicht. In Höhenlagen im Westen des Landes wurden Windböen mit Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern registriert, wie der Wetterdienst Meteo Schweiz sagt. Die Behörden gaben bereits gestern eine Sturmwarnung mit Verhaltensempfehlungen heraus. Im Westen des Landes herrscht Gefahrenstufe 4, die zweithöchste Stufe auf der fünfstufigen Skala.
Doris Walther, Chefin des Informationsdiensts des kantonalen Krisenstabs Basel-Landschaft, appelliert an den gesunden Menschenverstand. Spaziergänger sollten besser nicht in den Wald gehen, Waldfeiern sollten verschoben werden, sagt sie gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Autofahrer, die im Wald unterwegs seien, müssten auf Äste oder umgestürzte Bäume achten. «Bei den Häusern ist es wichtig, lose Gegenstände zu sichern. Achten sollte man zum Beispiel auch darauf, ob die Weihnachtsbeleuchtung gut genug angebracht ist.» (miw)
Erstellt: 17.12.2011, 06:27 Uhr
Panorama
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