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Ausgesetzte Krebskranke: Polizei veröffentlicht Bilder ihrer Kleidungsstücke
Aktualisiert am 23.04.2009 6 Kommentare
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Zeugenaufruf
Personen, welche Angaben zum Aufenthaltsort vor dem Auffinden der Frau in Münsterlingen machen können oder in der Nacht auf Dienstag Beobachtungen beim und um das Kantonsspital gemacht haben, sind gebeten, sich beim Kantonspolizeiposten Kreuzlingen unter der Nummer 071 221 40 00 zu melden.
Der Gesundheitszustand der schwer kranken Frau, die am Dienstagmorgen in Decken gehüllt auf dem Parkplatz des Spitals gefunden wurde, lässt die Feststellung ihrer Identität weiterhin nur bedingt zu, wie die Kantonspolizei Thurgau am Donnerstag mitteilte.
Die Frau ist noch immer sehr schwach. Wichtig für die schwer unterernährte Patientin ist zur Zeit ein kontinuierlicher Ernährungsaufbau. Der schwer kranken Frau wird Nahrung in flüssiger Form zugeführt, schlucken kann sie nicht. Das mag auch wegen der Geschwulst am Kopf sein. Ob es sich bei der chronischen Krankheit tatsächlich um Krebs handelt, steht indes noch nicht fest.
Reaktionen auf Serbisch und Mazedonisch
Von Dolmetschern in verschiedenen Sprachen angesprochen, reagierte die Frau nonverbal am ehesten auf serbisch und auf Mazedonien als mögliches Herkunftsland. Auf einer Europa-Karte, welche man ihr gezeigt hat, konnte sie nicht auf ihre mögliche Heimat zeigen, da sie zu schwach ist, die Hand zu heben. Die Fingerabdrücke der Frau wurden an die Interpol in Mazedonien weitergeleitet.
Den Zustand der 40 bis 55 Jahre alten Patientin stufen die Verantwortlichen des Kantonsspitals Münsterlingen als ernst, aber derzeit stabil und nicht unmittelbar lebensbedrohlich ein.
Gewaltverbrechen ausgeschlossen
Auf den Zeugenaufruf der Kantonspolizei Thurgau vom Mittwoch gingen rund 20 Hinweise aus der Bevölkerung ein, die in die Abklärungen miteinbezogen werden. Zwei dieser Hinweise werden zur Zeit verfolgt. Ein Gewaltverbrechen kann ausgeschlossen werden. Der verhältnismässig gepflegte Zustand der Frau lässt vermuten, dass sie zuvor einige Zeit von Unbekannten betreut wurde.
Die Polizei bittet weiterhin um Mithilfe bei der Klärung der Herkunft und der Identität der unbekannten Frau. Sie ist 1,58 Meter gross und hat dunkelblonde, gewellte, mittellange Haare. (rsa/kapo)
Erstellt: 23.04.2009, 16:17 Uhr
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6 Kommentare
Es ist mehr als Schade, dass die sie Umsorgenden nicht anders und eher auf medizinische Hilfe zurückgreifen wollten oder vielleicht auch konnten. Ich hoffe dass es der Frau bald besser geht - und auch den "Schuldigen" eventuell nötige Hilfe zukommt. @König: CSI ist kein gutes Lehrmittel, wenn es um die Realität geht. Die "mal eben" in CSI gezeigten Verfahren sind in echt sehr teuer und langwierig! Antworten
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