Baggerunfall auf A 1: Fahrer muss Busse zahlen

Der Vorfall führte im Januar zu einem riesigen Verkehrschaos: Ein Lastwagen mit einem Bagger auf dem Tieflader rammte eine Brücke auf der A 1. Nun wird der Fahrer zur Kasse gebeten.

Nach dem Unfall stürzen Betonbrocken auf die Fahrbahn: Leserreporter-Video zeigt den Baggerunfall auf der A 1. (13. Januar 2014)

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Der 32-jährige Mann, der im Januar mit einem falsch auf einen Lastwagen geladenen Bagger eine A1-Überführung im Aargau stark beschädigt hat, muss 1100 Franken Busse zahlen. Der Vorfall führte zwischen Zürich und dem Mittelland zu einem riesigen Verkehrschaos.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Baden büsste den 32-Jährigen per Strafbefehl, wie sie am Donnerstag bekanntgab. Er wurde dafür bestraft, dass sein Fahrzug nicht den Vorschriften entsprochen und er ohne Bewilligung einen Ausnahmetransport ausgeführt hatte. Im Zusammenhang mit dem Sachschaden an der Überführung konnten ihm hingegen keine weiteren strafrechtlichen Vorwürfe gemacht werden.

Der Fahrer hatte am 13. Januar einen Vierachs-Lastwagen eines Bauunternehmens gelenkt, auf dem ein Pneubagger falsch geladen gewesen war. Dieser beschädigte die Überführung der Autobahn A1 in Birmenstorf AG schwer: Der Arm des weissen Baggers riss viele Betonteile herunter, auch wurden Spannungskabel beschädigt. Personen wurden nicht verletzt.

Die Autobahn musste in beiden Fahrtrichtungen rund sieben Stunden lang komplett gesperrt werden. Zwischen Zürich und dem Mittelland kam es in der Folge zu einem riesigen Verkehrschaos.

Überführung kommt im November weg

Die arg beschädigte Überführung wurde zunächst mit zwei Stahlgerüsten gesichert und abgestützt. Später wurde sie teilweise mit Blech verkleidet.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) will die Überführung im kommenden November abbrechen und durch ein neues Bauwerk ersetzen, wie Mediensprecherin Esther Widmer auf Anfrage sagte. Die Arbeiten würden voraussichtlich in der Nacht ausgeführt, damit der Verkehr nicht zu stark behindert werde.

Höhe des Sachschadens offen

Ungeklärt bleibt vorerst die Frage, wie hoch der Sachschaden wegen des Unfalls an der rund 45 Jahre alten Überführung ausfällt. Das Bundesamt für Strassen hatte unabhängig vom Unfall die Überführung ersetzen wollen.

Gemäss Widmer dauern die Verhandlungen an zwischen dem ASTRA und der Haftpflichtversicherung des Bauunternehmens Implenia, des Arbeitgebers des Lastwagenfahrers. Weil es sich um ein laufendes Verfahren handle, könnten keine weiteren Angaben gemacht werden.

Das Unternehmen Implenia zog Konsequenzen aus dem Unfall. Man habe alle Lastwagen mit einem Höhenmesser ausgerüstet, der dem Fahrer ortsunabhängig erlaube, eine Messung durchzuführen, sagte Mediensprecher Philipp Bircher im Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF. Auch seien die Schulungen der Fahrer angepasst worden. (bru/sda)

Erstellt: 05.06.2014, 10:11 Uhr

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