Belgischer AKW-Reaktor nach Brand abgeschaltet

Laut Medienberichten ist das Atomkraftwerk Tihange nach einem Brand heruntergefahren worden. Es ist bereits der vierte Reakterblock, der wegen Schäden vom Netz genommen wurde.

Belgien plant den Atomausstieg für 2025: Atomkraftwerk Tihange. (Archivbild)

Belgien plant den Atomausstieg für 2025: Atomkraftwerk Tihange. (Archivbild) Bild: AP Photo

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Nach einem Brand im belgischen Atomkraftwerk Tihange ist Medienberichten zufolge der Reaktorblock 3 heruntergefahren worden. Der Reaktor in Tihange schaltete sich demnach am Morgen um etwa 10.30 Uhr automatisch ab. Zuvor hatte ein Transformator Feuer gefangen.

Eine Explosion habe den Brand ausgelöst, berichtete die Mediengruppe «Sudpresse». Eine Sprecherin der Betreiberfirma Electrabel sagte der Nachrichtenagentur Belga, der Brand sei mittlerweile gelöscht. Alle Sicherheitsmassnahmen seien befolgt worden.

Es ist jedoch unklar, wie lange der 1048-Megawatt-Reaktor abgeschaltet bleibt. Ein erster Neustart-Versuch solle laut Betreibern am Dienstag gemacht werden.

Ausstieg bis 2025

Der Zwischenfall könnte die Stromversorgung in Belgien weiter belasten. Es gab Warnungen, dass Ausfälle bei anderen Atommeilern zu Stromknappheit im Winter führen könnten.

Tihange 3 ist der vierte belgische Reaktorblock, der wegen Schäden oder Sicherheitsbedenken vom Netz genommen wurde. Das Land plant, bis 2025 völlig auf Atomkraft zu verzichten. (ajk/sda)

(Erstellt: 30.11.2014, 16:01 Uhr)

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