Bieler bauen längste Tramlinie der Schweiz

Von Martina Maurer. Aktualisiert am 17.03.2009

Die Schmalspurbahn zwischen Biel und Ins soll bis ins Bözingerfeld verlängert und auf Trambetrieb umgestellt werden. Damit werden die neuen Arbeitsplätze, Sportplätze und Fachmärkte im Osten besser mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen.

Modell des geplanten Regio-Trams: Mit der neuen Linie soll die Agglomeration Biel entlastet werden.

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Biels Tramlinie

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Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich 2014.

Die neue Tramlinie soll künftig vom rechten Bielerseeufer durch das Bieler Stadtzentrum bis ins Bözingerfeld geführt und mit einer neuen SBB-Haltestelle verknüpft werden. Südlich des Bieler Bahnhofs fährt das Tram auf dem Trassee der bestehenden Schmalspurtbahn Richtung Täuffelen-Ins.

Zwischen dem Bahnhof und Ipsach wird die Linie um eine Spur erweitert. Die Neubaustrecke führt vom Bahnhof Biel zum Zentralplatz, anschliessend folgt der Schüss bis in den Raum Gurzelen. Im Bereich des Renfer-Areals quert das Tram die Schüss und fährt weiter Richtung Osten, vorbei an den geplanten Stades de Bienne bis zur neuen SBB-Haltestelle Bözingerfeld.

Agglomeration als Wirtschaftsmotor

Das Regio-Tram soll zwischen Ipsach und dem Bözingerfeld im 7,5-Minutentakt verkehren, zwischen Ipsach und Täuffelen im Viertelstundentakt und bis nach Ins im Halb- oder Stundentakt. Die genaue Linienführung steht noch nicht fest. Das Regio-Tram ist insgesamt rund 27 Kilometer lang und damit die längste Tramlinie der Schweiz.

Die Agglomeration Biel sei ein wichtiger Wirtschaftsmotor und Wohnstandort des Kantons, erklärt Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer an der Medienkonferenz. Die Umgebung soll in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Bis ins Jahr 2030 wird die Einwohnerzahl laut Egger-Jenzer um 6'500 auf 100'000 ansteigen. Das Wachstum soll durch den ÖV aufgefangen werden.

Die grossen Bauvorhaben im Bieler Bözingenfeld waren der Auslöser für das Projekt. In diesem Bieler Industriequartier wollen die Uhrenfirmen Swatch und Rolex ausbauen. Zudem entstehen dort die Stades de Bienne und neue Fachmärkte.

Projekt kostet 125 Millionen Franken

«Das Projekt stösst bei der Bevölkerung und den politischen Kreisen auf positives Echo», teilt Stadtpräsident Hans Stöckli mit. Dennoch erfordere das Projekt eine vertiefte Absprache mit den Bewohnern. Dies gelte insbesondere für das Renferareal, führt Stöckli weiter aus. Die Bevölkerung müsse nicht mit altem, rasselnden Rollmaterial rechnen, sondern dürfe moderne, neue Wagen erwarten, «die durch Biel flitzen werden».

Die Kosten des Projekts werden auf rund 125 Millionen Franken geschätzt. Die Bundesbeteiligung wird ab dem Jahr 2015 40 Prozent betragen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.03.2009, 19:34 Uhr

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