Bignascas Verbalattacke mit Folgen
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Giuliano Bignasca hatte Simoneschi-Cortesi als «Carampana» bezeichnet. Das Wort «Carampana» bedeutet so viel wie grämliche, hässliche oder schmutzige Alte. Der Begriff stammt aus Venedig, wo in einem Gebäude namens «Ca Rampani» einst Frauen dem ältesten Gewerbe nachgingen. Deshalb wird das Wort «Carampana» oft auch mit einer Prostituierten gleichgesetzt.
Bignasca bedachte Simoneschi-Cortesi im November im «Mattino della domenica» mit diesem Ausdruck, worauf die CVP-Nationalrätin Anzeige erstattete. Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen Beleidigung erhoben, wie Simoneschi-Cortesi am Montag auf Anfrage der SDA einen Bericht des «Mattino» vom Sonntag bestätigte.
Nicht alles gefallen lassen
Ihr gehe es ums Prinzip, sagte Simoneschi-Cortesi, die bei den kommenden Wahlen nicht mehr für ein Amt im Nationalrat kandidieren will. Man müsse sich nicht alles gefallen lassen. Sie hoffe zwar, dass Bignasca verurteilt werde. Gleichzeitig ist sie sich aber bewusst, dass Bignasca dies nicht sonderlich beeindrucken würde.
Bignasca wiederholte das Wort «Carampana» am Sonntag im «Mattino» neun Mal. Wenn es darum gehe, gegen ihn zu ermitteln, dann reagiere die ansonsten träge Tessiner Staatsanwaltschaft wie der Blitz, schrieb Bignasca.
Mehrfach vorbestraft
Eine allfällige Verurteilung wegen Beleidigung wäre für den Bauunternehmer und Verleger nichts Neues. Bignasca ist bereits mehrfach vorbestraft, und zwar wegen Drogendelikten, Verleumdung, Verletzung der Anti-Rassismus-Norm, Betrug und Urkundenfälschung. (cpm/sda)
Erstellt: 01.02.2010, 11:42 Uhr







