Bruchlandung in Rom – 16 Verletzte

Eine Maschine der rumänischen Airline Carpatair ist bei der Landung am Flughafen in Rom über die Piste hinausgeschossen. 16 Personen wurden verletzt. Als Ursache für den Unfall wird starker Wind genannt.

Am schwersten verletzt ist offenbar ein Crewmitglied: Der verunglückte Flieger, eine ehemalige Alitalia-Maschine. (2. Februar 2013)

Am schwersten verletzt ist offenbar ein Crewmitglied: Der verunglückte Flieger, eine ehemalige Alitalia-Maschine. (2. Februar 2013) Bild: Keystone

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Bei einer Bruchlandung einer Passagiermaschine mit 50 Insassen am Flughafen Rom-Fiumicino sind am Samstagabend 16 Menschen verletzt worden. Eine Maschine vom Typ ATR 72 der rumänischen Gesellschaft Carpatair schoss bei der Landung über die Piste hinaus.

Wie die Behörden und die Feuerwehr mitteilten, kam die Maschine schliesslich zur Seite geneigt und mit beschädigtem Fahrwerk zum Stehen. Die schwersten Verletzungen erlitt ein rumänisches Crewmitglied, das Medienberichten zufolge Wirbelsäulenverletzungen davon trug; der 30-Jährige sei aber nicht in Lebensgefahr.

Als Ursache für den Zwischenfall nannte die italienische Fluggesellschaft Alitalia, in deren Auftrag die Carpatair-Maschine die Verbindung von Pisa nach Rom flog, starken Wind.

Eine Reihe von Vorfällen

Alitalia kündigte am Samstagabend die Streichung aller Pisa- und Bologna-Flüge von Carpatair an. Der Flughafen Rom blieb geöffnet, nur die Unglückslandebahn wurde vorübergehend geschlossen.

Der Unfall ist der jüngste in einer Reihe von Vorfällen seit der zwischen Alitalia und Carpatair eingegangenen Partnerschaft, wie italienische Medien berichteten. Im vergangenen Monat musste eine Carpatair-Maschine von Ancona nach Rom nach dem Start notlanden.

Anfang Januar musste ein Flieger der rumänischen Airline auf derselben Strecke umkehren, weil es Druckprobleme gab. Die Passagiere mussten Sauerstoffmasken aufsetzen.

Kritik der Gewerkschaften

Carpatair hatte Kritik zurückgewiesen und von einer Medienkampagne gesprochen. Diese sei von den italienischen Pilotengewerkschaften angezettelt worden, die die Zusammenarbeit zwischen den beiden Fluglinien seit September 2011 ablehnten.

Der Generalsekretär der Gewerkschaft Uil Trasporti, Marco Veneziani, sagte dem Sender SkyTg24, seine Organisation sei «erstaunt über die Zahl der Schäden und Probleme im Zusammenhang mit dieser Gesellschaft». Er habe bereits die zivile Luftfahrtbehörde alarmiert, jedoch keine Antwort erhalten. (wid/sda)

(Erstellt: 03.02.2013, 07:00 Uhr)

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