Panorama

Wilde Neujahrsfeiern rund um den Globus

Aktualisiert am 01.01.2011 2 Kommentare

Um 11 Uhr Schweizer Zeit feierten die ersten Länder im Pazifik Neujahr und die ganze Welt folgte nach und nach. In allen Regionen liessen es die Menschen krachen – auf unterschiedliche Weise.

1/24 Konfettiregen in New York: Am Times Square ...
Bild: Keystone

   

(bru/oku/sda/dapd/afp)

  • 6:30 Uhr  

    Massenjubel in New York

    Genau sechs Stunden nach den Schweizerinnen und Schweizern haben mehr als eine Million Menschen am New Yorker Times Square das neue Jahr begrüsst. Unter dem Jubel der Massen glitt die leuchtende Kristallkugel in der letzten Minute von 2010 einen Fahnenmast herab.

    Doch die Begeisterung war nur kurz. Schon nach wenigen Sekunden stimmten Hunderttausende das besinnliche Lied «Auld Lang Syne» (»Nehmt Abschied, Brüder») an, mit dem den Toten des vergangenen Jahres gedacht werden soll. Unmittelbar nach der letzten Zeile brach der Jubel aber unter den Klängen von «New York, New York» wieder los.

    Mehrere tausend Polizisten hatten den Times Square, der mehrfach das Ziel islamistischer Terroristen war, hermetisch abgeriegelt. Am Nachmittag wurde der gesamte Platz geräumt und abgesucht, die Gullydeckel wurden versiegelt und Bombenspürhunde auf die Suche geschickt. Anschliessend wurden Besucher nur nach strenger Kontrolle wieder zugelassen - ohne Tasche oder Rucksack.

  • 21.30 Uhr  

    Stille Rituale in Japan

    Auch in mehreren asiatischen Metropolen wie Hongkong, Taipeh oder Kuala Lumpur gab es spektakuläre Feuerwerke. Besinnlicher ging es Japan zu, wo Millionen Menschen zum Jahreswechsel die Shinto-Schreine für Reinigungsrituale in aller Stille besuchten.

    In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi stieg in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt eine offizielle Silvesterparty. Vor der alten, im französischen Kolonialstil erbauten Oper sorgte eine Lichtshow und ausländische DJs für Stimmung. Der Jahreswechsel nach westlichem Kalender spielt in Vietnam traditionell eine untergeordnete Rolle. Mit grossen Feierlichkeiten wird in dem Land traditionell zum Tet- Fest das neue Mondjahr begrüsst.

  • 21.00 Uhr  

    16 Mal über die Datumsgrenze

    Die Internationale Raumstation ISS überquert gleich 16 Mal die Datumsgrenze – angestossen wird an Bord aber nur viermal.

    Die sechs aus Russland, den USA und Italien stammenden Raumfahrer würden zunächst jeweils um Mitternacht ihrer Landeszeit anstossen, sagte ein Sprecher der Flugleitzentrale bei Moskau nach Angaben der Agentur Interfax. Ein viertes Mal würden die Gläser dann in rund 350 Kilometer Höhe «offiziell» um Mitternacht Greenwich-Zeit erhoben.

  • 20.30 Uhr  

    Grösste Party am Brandenburger Tor

    Zur grössten Silvesterfeier Europas in Berlin werden um Mitternacht wieder eine Million Menschen auf der Partymeile am Brandenburger Tor erwartet. Auch in London, Paris und Rom wollen jeweils hunderttausende Menschen das neue Jahr mit Feuerwerken und grossen Partys begrüssen.

  • 20.25 Uhr  

    Sieben Tonnen Böller in Sydney

    In der australischen Hafenstadt Sydney wurde der Jahreswechsel wie jedes Jahr mit einem Riesenfeuerwerk zelebriert. Mit sieben Tonnen Böllern und Raketen bescherten Pyrotechniker den rund 1,5 Millionen Menschen am Hafen ein Spektakel. Tausende von Menschen hatten am Ufer campiert, um sich die beste Sicht auf das Lichtspektakel um die Sydney Harbour Bridge zu sichern.

    Ausgelassen feierten zuvor bereits die Neuseeländer. In der grössten neuseeländischen Stadt Auckland sangen und tanzten Zehntausende in den Strassen rund um den Sky Tower.

    Auch in mehreren asiatischen Metropolen wie Hongkong, Taipeh oder Kuala Lumpur gab es spektakuläre Feuerwerke. Besinnlicher ging es Japan zu, wo Millionen Menschen zum Jahreswechsel die Shinto-Schreine für Reinigungsrituale in aller Stille besuchten.

  • 19.30  

    Papst: Solidarität mit Menschen in Not

    In seiner Vesper zum Jahresende hat Papst Benedikt XVI. zu Solidarität mit allen Menschen in Not aufgerufen. Die heutige Zeit sei voller Leiden und Dramen – «provoziert teils durch menschliche Bosheit, teils durch unselige Naturereignisse», sagte der Papst.

    «Dennoch umfasst sie auch definitiv und unveränderlich die freudige und befreiende Botschaft von Christus», richtete sich der Papst vor allem an all diejenigen, «die die Festtage zwischen Unannehmlichkeiten und Leiden» verbringen müssten.

    Bei der Vesper wurde – wie jedes Jahr am Silvesterabend – das «Te Deum» als Dank für das zu Ende gehende Jahr gesungen. Dabei handelt es sich um einen feierlichen traditionellen Lob-, Dank- und Bittgesang (vom lateinischen Te Deum laudamus – Dich Gott loben wir).

  • 19.00  

    Neujahrsansprache von Angela Merkel

    (Quelle: Reuters)

  • 18.15  

    Philippinen: Bis zu 1000 Verletzte befürchtet

    Wenig erfreulich sind die Nachrichten von den Philippinen, wo Feuerwerkskörper mit grosser Sprengkraft in den vergangenen Tagen bereits mindestens 245 Menschen verletzt hatten. Gesundheitsminister Enrique Ona befürchtete dort während der Feierlichkeiten bis zu 1000 Verletzte.

    Der chinesischen Tradition folgend, glauben viele Philippiner, dass mit dem Feuerwerk zum Jahreswechsel das Böse sowie das Unglück vertrieben werden. Dieser Aberglaube hat sich so ins Extrem gesteigert, dass viele zu Böllern greifen, die teilweise grösser als Dynamitstangen sind.

  • 16.00 Uhr  

    Silvesterfeier in Berlin mit David Hasselhoff

    Zur Silvesterfeier am Brandenburger Tor in Berlin sind am Nachmittag bereits über 10'000 Gäste auf die Festmeile gekommen. Zwischenfälle gebe es bislang keine.

    Die Veranstalter erwarten über eine Million Gäste. Ab 19.00 Uhr sollten auf der rund zwei Kilometer langen Partymeile unter anderen die Musiker Dennis und Ben Jaimen, die Hermes House Band und Die Prinzen auftreten. Um Mitternacht folgt eine Lichtinszenierung des Künstlers Gerd Hof. Dazu singen Paul Potts und David Hasselhoff, der für die erkrankte Bonnie Tyler engagiert wurde.

  • 13:35 Uhr  

    «Jahr des Schreckens für die Kirche»: Rede in Köln

    Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner hat 2010 als «Jahr des Schreckens» für die Kirche bezeichnet. «Obwohl wir 2010 als annus terribilis bezeichnen müssen, mit all den Missbrauchsskandalen, war es aber auch ein Jahr der Gnade», sagte Meisner laut vorab verbreiteten Predigttext am Silvesterabend im Kölner Dom.

    Wenn aus einem Körper die Krankheitsherde entfernt würden, dann entstehe die Chance zu einer baldigen Genesung und zu einem Erstarken der Vitalität, sagte der Kölner Erzbischof zu den Konsequenzen aus den zahlreichen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Trotz dieser Affären hätten sich im Erzbistum Köln in diesem Jahr 17 neue Priesteramtskandidaten gefunden, betonte Meisner.

  • 12:30 Uhr  

    Frankreich fürchtet Ausschreitungen

    Mehr als 50'000 Polizisten sollen für einen ruhigen Ablauf der Silvesternacht in Frankreich sorgen. 53'820 Sicherheitskräfte seien im Einsatz, sagte Innenminister Brice Hortefeux in der südostfranzösischen Stadt Lyon. Das seien 6000 mehr als sonst üblich. Allein in Paris sollen gut 8000 Polizisten und 2200 Feuerwehrleute über die Feiernden wachen.

    Nach den Polizisten in Lyon wollte der Innenminister auch die Einsatzkräfte in Nantes im Westen des Landes und in Paris besuchen, um sich über die Sicherheitsmassnahmen zu informieren. Zahlen zu Autos, die Silvester in Brand gesteckt werden, will Hortefeux am Samstag nicht veröffentlichen.

    Im vergangenen Jahr gingen in Frankreich zum Jahreswechsel mehr als 400 Autos in Flammen auf, die meisten davon in Paris und Straßburg.

  • 11:00 Uhr  

    In Kirimati ist 2011

    Punkt 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit hat das neue Jahr auf der Pazifik-Insel Kiritimati begonnen. Die Weihnachtsinsel Kiritimati und ihre etwa 5000 Bewohner gehören zum Pazifikstaat Kiribati, einem der ärmsten Länder der Welt.

    Dort verläuft die Datumsgrenze, die auf dem Globus das alte Jahr vom neuen scheidet. Erst 24 Stunden nach dem Jahresauftakt auf Kiritimati kommen die Hawaiianer als letzte Erdenbürger im Jahr 2011 an.

Erstellt: 31.12.2010, 10:47 Uhr

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2 Kommentare

beat sidler

31.12.2010, 17:11 Uhr
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-bei heissen 30 Grad haben wir bei einem super Feuerwerk in Sydney das 2011 gefeiert. Wir wünschen allen ein happy New Year, Sonja und Beat Antworten


Maurice Ammann

31.12.2010, 22:55 Uhr
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Hallo wir habe in China Knaller und super coole Feuerwerke gekauft ...... nur zur Richtigstellung des obigen Kommentares ,-) wohl noch nie in China gewesen ..... da solches zum tollsten des normal tages gehört. Wir haben unser Feuerwerk jedenfalls genossen und nun ab ins Bett da bei uns ja schon 5 Uhr ist.... an alle ein Happy New Year! Antworten



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