Panorama
«Das fühlt sich an wie 20 Grad minus»
Aktualisiert am 09.03.2010 8 Kommentare
Wenn die Feuchtigkeit gleich zu Eis wird: Kalt ist es heute Morgen. (Bild: Keystone)
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Der Winter schlägt nochmals zu. Und wie. Wer heute morgen das Haus verliess, dem blies ein eisiger Wind ins Gesicht. «Das fühlt sich an wie minus 20 Grad», sagt Klaus Marquardt von Meteonews. Was der Wettermann meint, heisst im Fachjargon auch Windchill. Es ist kalt und der Wind lässt einen das Ganze noch kälter fühlen.
Windstärken von bis zu 60 Kilometern pro Stunde machen das Mittelland zum Kühlschrank. Zwar steigen die Temperaturen am Tag auf bis zu Minus 2 Grad. Zu mehr reichte es heute aber nicht. Die Temperaturen steigen im Verlauf der Woche leicht an. Kalt bleibt es aber dennoch. «Am Samstag gibt es nochmals Neuschnee», so Marquardt weiter. Schöne weisse Aussichten sind das. Angezuckert im Mittelland schneit es vor allem in den Voralpen nochmals kräftiger.
Schnee und Eis legen Spanien lahm
Betroffen von eisiger Kälte ist offenbar nicht nur die Schweiz. Die stärksten Schneefälle im Nordosten Spaniens seit 25 Jahren haben die Gegend um Barcelona in den Ausnahmezustand versetzt. Vielerorts fiel am Montag der Strom aus, Strassen waren unpassierbar. Die Regionalregierung ordnete die Schliessung der Schulen an - für insgesamt mehr als 142'000 Schüler fiel damit der Unterricht aus. Auch am Dienstag sollten die Schulen geschlossen bleiben. Für die am schwersten betroffenen Regionen Kataloniens waren Schneefälle von bis zu 50 Zentimetern vorhergesagt.
Nach Angaben des Stromversorgers Fecsa-Endesa waren rund 200'000 Kunden ohne Strom, vor allem in der Gegend von Girona. Rettungskräfte halfen bei der Evakuierung von Zügen mit etwa 500 Passagieren. Die Züge waren nach Behördenangaben wegen eines Stromausfalls zwischen Barcelona und Portbou stecken geblieben.
Zug und Strasse zu
Tausende Pendler hatten Schwierigkeiten, nach Hause zu kommen, nachdem der Busverkehr in Barcelona ausgesetzt worden war. Zudem fielen fünf Zuglinien in die Vororte der Hafenstadt aus. Die Stadtverwaltung ordnete an, dass die Metro ersatzweise die ganze Nacht durchfahren sollte.
Mehr als 60 Strassen in Katalonien waren entweder ganz geschlossen oder der Verkehr wurde stark eingeschränkt. In La Jonquera wurde die Grenze zu Frankreich geschlossen, nach einem Bericht des Fernsehsenders TVE stauten sich daraufhin rund 4000 Lastwagen an dem Übergang. Rund 100 Passagiere des «Talgo»-Zuges von Barcelona nach Frankreich mussten die Nacht im Zug verbringen. Wie die Präfektur in Perpignan mitteilte, konnte der Zug vom Bahnhof Cerbère in den französischen Pyrenäen wegen des Schnees nicht weiterfahren. (cpm)
Erstellt: 09.03.2010, 15:32 Uhr
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8 Kommentare
Einfach lächerlich, wenn ein paar Gfrörlis jetzt schon wieder von einem sehr harten Winter sprechen. Zur Erinnerung: der Dezember war etwas wärmer als im Mittel der Jahre 1961-90 (Meteoschweiz Wetterrückblick), der Februar war normal. Lediglich der Januar war der kälteste seit 20 Jahren. Und wer sich jetzt über die Kälte wundert, sollte sich auch an den extrem warmen November erinnern. Wetter halt Antworten
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