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Delfin-Tod: Staatsanwalt abgezogen
Aktualisiert am 17.11.2011 4 Kommentare
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Der Fall der toten Delfine im Thurgau wird nicht länger von Patrick Müller untersucht. Das hat der Kreuzlinger Oberstaatsanwalt Andreas Zuber dem TV-Sender bestätigt. Es könnte um eine mögliche Befangenheit gehen, da Müller als Präsident des Handballclubs Kreuzlingen vom Connyland Sponsorengelder empfangen habe. Müller hatte bestätigt, dass er mit Connyland-Chef Erich Brandenberger per Du sei. Der Fall wurde laut dem Kreuzlinger Oberstaatsanwalt Andreas Zuber auf zwei Staatsanwälte aufgeteilt.
Die Tierschutzorganisation OceanCare und die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) hatten die Delfinhaltung im Connyland kritisiert und eine Strafklage gegen den Freizeitpark eingereicht. Vergangene Woche gab die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen die Einstellung des Verfahrens bekannt, weil sie die Vorwürfe als haltlos ansah.
Befangenheit zuerst verneint
Durch Medienberichte wurde jedoch bekannt, dass der verantwortliche Staatsanwalt Präsident eines Handball-Clubs ist, der vom Connyland Sponsorengelder erhielt. OceanCare schrieb, der Staatsanwalt sei ein Duz-Freund des Connyland-Geschäftsführers. Man habe den «Eindruck der Befangenheit».
Zuber verneinte jedoch in der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens und im Regionaljournal Ostschweiz von Radio DRS eine Befangenheit des Staatsanwalts. Das Connyland sei nur einer von mehreren kleinen Sponsoren des Handball-Clubs, den der Staatsanwalt präsidiert.
Erstellt: 17.11.2011, 10:35 Uhr
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4 Kommentare
Ein Staatsanwalt, welcher ohne irgendwelche konkrete Verdachtsmomente öffentlich Tierschutzorganisationen als potetielle Täter darstellt (natürlich traut er ihnen das nur zu, sagt ja nicht, dass sie es waren), also genau die Organisationen, welche seinem Freund und Sponsor zusetzen, ist nicht haltbar. Dennoch ein Wunder, dass er abgezogen wurde. Antworten
Herr Müller kann (heisse gleich, bin aber nicht der Staatsanwalt) doch in den Ausstand treten. Es gibt doch ausreichend Anwälte, die den Fall übernehmen können. Tragisch ist nur, dass es an der Sache nichts ändert:
Die armen Delfine wurde, so wie die Bericht es vermitteln, durch extreme, verrückte Menschen vergiftet.
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