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Dem Navigationsgerät gefolgt – bis zum bitteren Ende

Aktualisiert am 14.12.2009

Ein 21-jähriger Autofahrer aus Deutschland landete statt in Lenzerheide auf einem Waldweg in Chur. Dort musste ihn die Feuerwehr retten.

Der junge Mann hatte seinem Navigationsgerät vertraut - ein Vertrauen, das trog. Die Feuerwehr musste ihn am Sonntagabend aus misslicher Lage befreien. Die Irrfahrt des Lenkers begann auf der Umfahrung Süd in Chur, wie die Churer Stadtpolizei am Montag mitteilte.

Auf der nach Malix führenden Umfahrung zeigte ihm sein Navigationsgerät an, Richtung Lenzerheide gehe es über den Rosenhügel in Chur. Folgsam bog der Ortsunkundige ab und fuhr einen schmalen unbefestigten Waldweg entlang. Dabei überquerte er eine nur gerade 1,80 Meter breite Brücke.

Baumstrunk am Abschleppseil

In echter Abenteurermanier rückte er später einem Baumstrunk zu Leibe, der ihm den Weg versperrte. Mit dem Abschleppseil wollte er ihn wegziehen. Dabei fuhr sich aber sein Auto fest und drohte zu allem Übel, einen Abhang hinunterzurutschen.

Um das zu verhindern, musste schliesslich gegen 21.15 Uhr die Feuerwehr der Stadt Chur anrücken und das Auto sichern. Erst am Montagmittag konnte ein Spezialabschleppdienst das Fahrzeug bergen. Ein normaler Abschleppwagen kann den schmalen Waldweg nicht befahren, wie es bei der Stadtpolizei Chur hiess.

Ziel doch noch erreicht

Der vom Navigationsgerät Genarrte kehrte wohlbehalten in die Zivilisation zurück. Nach Angaben der Stadtpolizei gelangte er auch ans Ziel: Er frönte am Montagmittag in Lenzerheide dem Snowboard-Fahren. (cpm/sda)

Erstellt: 14.12.2009, 13:40 Uhr

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