Panorama
Der allnächtliche britische Wahnsinn
Aktualisiert am 19.05.2009 3 Kommentare
Wer in einer beliebigen Stadt in Grossbritannien an einem beliebigen Abend am Wochenende ausgegangen ist, kennt die Bilder: Übergewichtige Teenager kotzen in die Bushaltestelle, erwachsene Männer in Fussball-Shirts urinieren in der Öffentlichkeit, leicht bekleidete Mädchen grölen herum. Dann und wann fliegen Flaschen und Fäuste.
Maciej Dakowicz hat viele Länder bereist, aber Zustände wie in Britannien hat er noch nirgends angetroffen. Mit einer Canon in der Hand ist der Pole um die Häuser der walisischen Hauptstadt Cardiff gezogen und hat den ganz allnächtlichen Wahnsinn festgehalten. «Dieses pulsierende Nachtleben war völlig neu für mich, deshalb habe ich Fotos davon gemacht», erklärte Dakowicz gegenüber der «Daily Mail».
Massenbesäufnisse werden populärer
Ein gefundenes Fressen für die britischen Zeitungen, die die Bilder gerne veröffentlichen und die Debatte um das sogenannte «Binge Drinking» weiter anheizen. Seitdem die Polizeistunde abgeschafft wurde, ziehen sich die Massenbesäufnisse immer länger hin. Zum ersten Mal seit sieben Jahren wurden im 2008 wieder mehr Menschen nach Gewalttaten in die Notfallstation eingeliefert. Der Grund: Beim nächtlichen Zechen fliesst nicht nur das Bier in Strömen, sondern immer öfter auch Blut.
Das Innenministerium plant nun, Partys zu verbieten, bei denen nach dem «All-you-can-drink»-Prinzip gebechert werden kann. Nicht alle halten die Bilder von Dakowicz für beunruhigend: «Wo ist das Problem?», fragt ein walisischer Leser in den Kommentarspalten der «Daily Mail». Auf den Bildern sähe man «harmlose Leute, die auf dem Heimweg sind». (cal)
Erstellt: 19.05.2009, 15:51 Uhr
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3 Kommentare
Tja ich kann Herrn König nur Recht geben mit der "Insel der Exzentriker". Wer Briten kennt weiss diese meistens auch zu schätzen. Der Humor ist unschlagbar, eventuell sollten sich Giaccobo/Müller mal ein paar folgen "Little Britain" anschauen. Der Alkoholkonsum ist allerdings zuweilen arg bedenklich. Vorallem die daraus resultierende Gewalt kann einen Aussenstehenden doch sehr schockieren. Antworten


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