Panorama

«Die Welt braucht einen Mystery Park»

Interview: Reto Hunziker. Aktualisiert am 31.03.2009

In diesem Sommer öffnet der Mystery Park in Interlaken noch einmal seine Tore. Erfinder Erich von Däniken erklärt, warum sein Herzensprojekt eine neue Chance verdient hat.

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Der Mystery Park stellte heute den Medien neue Attraktionen für den Sommer vor. Für den Herbst sind die Ideen da, das Geld noch nicht.
Bild: Keystone

   

Herr von Däniken, Ihr «Baby» wird für diesen Sommer erneut aufleben. Ist das eine Art Trostpflaster für Sie?
Es ist eine Hoffnung. Die Hoffnung auf eine Wiedergeburt in Etappen. Ich werde an Vorträgen im Ausland immer wieder von Menschen angesprochen, die mich nach dem Mystery Park fragen. Sie sind entweder begeistert, weil sie mal da waren. Oder enttäuscht, weil sie vor verschlossenen Toren standen.

Wie stehen denn die Chancen auf die Wiedergeburt?
Das müssen wir abwarten. Ende Oktober wird man die Zahlen haben und sehen, ob das Sommer-Experiment funktioniert hat. Das entscheiden aber andere. Ich bin nur der Ideengeber. Aber ich bin dankbar und froh um diese neue Chance.

Was wird diesen Sommer anders sein im Mystery Park?
Es gibt keine Neuerungen. Der Clou ist jedoch: Jeder kann gratis rein, ins Rondell, in die Restaurants. Nur für die Hauptshows muss der Besucher zahlen.

2006 musste der Mystery Park geschlossen werden. Was hätte man rückblickend anders machen sollen?
Man hätte den Park nie schliessen dürfen, sondern ihm mehr Zeit gewähren sollen. Die Gnadenfrist war zu kurz. Eröffnet man ein Restaurant, dauert es auch eine Weile, bis es sich etabliert hat. Damit es sich in Europa herumspricht, hätte der Mystery Park fünf Jahre offen bleiben müssen.

Braucht die Schweiz denn einen Mystery Park?
Die Welt braucht einen Mystery Park. Die unbeantworteten Fragen beschäftigen immer mehr Menschen. Wir haben in Interlaken Rätsel gezeigt und Fragen aufgeworfen. Es ging nie darum, Antworten zu geben. Wir sind kein «Bhaupti»-Park oder ein Esoterik-Park.

Was hat der Mystery Park bewirken können?
Wir haben den Menschen das Staunen wieder beigebracht, ihnen die Augen aufgemacht und zum Beispiel gezeigt, was die Nazca, diese mysteriösen Linien in den Wüsten, sind. Am Ende waren über eine Million Besucher da. Was den Tourismus betrifft, ist der Mystery Park hervorragend für das Land und die Region.

Was machen Sie im Sommer im Mystery Park?
Ich werde immer wieder da sein und Vorträge halten. Dass sich die Leute für den Mystery Park interessieren, hat aber nichts mit meiner Person zu tun, sondern mit der Faszination der ungelösten Fragen.

Und was sind Ihre nächsten Projekte?
Im Herbst erscheint mein Buch «Falsch informiert». Mit Paradox Films verhandle ich ausserdem über die Verfilmung meiner Bücher. Daneben halte ich immer wieder Vorträge. Ich bin also gut beschäftigt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.03.2009, 16:37 Uhr

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