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Donnerwetter! Meteorologen streiten um Frühlingsprognose
Von Reto Hunziker. Aktualisiert am 03.03.2009 15 Kommentare
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Es gibt kaum etwas Langweiligeres, als über das Wetter zu diskutieren. Normalerweise. Doch die Meldung von Meteo Schweiz, dieses Jahr sei mit einem kalten Frühling zu rechnen, schlug gestern ein wie ein Blitz. Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50 Prozent werde die Durchschnittstemperatur im Frühling unter 8,7 Grad liegen, vermeldete der nationale Wetterdienst.
«Da kann ich auch würfeln.»
Angesichts eines verlängerten Winters hat da wohl manch einer schlechte Laune gekriegt. Zu unrecht, findet der Meteorologe Jörg Kachelmann.
«Diese Prognose sagt überhaupt nichts aus. Wenn die Durchschnittstemperatur mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit unter 8,7 Grad liegt, dann liegt sie auch mit 50 Prozent darüber. Wir wissen also, dass wir nichts wissen. Eine solche Angabe hat keinen Nutzwert.»
Auch sein Kollege Peter Wick findet: «Das ist eine enorm gewagte Aussage.» 50 Prozent Wahrscheinlichkeit sei keine Basis für eine verlässliche Prognose. «Da kann ich auch würfeln.» Saisonale Prognosen seien ohnehin nur schwer anzustellen – beim Frühling gleich doppelt, da es die vielleicht schwierigste Jahreszeit für eine Vorhersage sei.
«Hohe Unsicherheit»
Dessen ist sich auch Meteo Schweiz bewusst: «Saisonale Vorhersagen sind mit einer hohen Unsicherheit behaftet», heisst es auf der Homepage. «Es wird deshalb davon abgeraten, diese Vorhersage als alleinige Entscheidungsgrundlage zu verwenden.»
Für Wick ist das ein Eingeständnis: «Die trauen sich selbst nicht.» Er fragt sich deshalb, warum die Prognose überhaupt veröffentlicht wurde. «Da wollte man wohl bloss Schlagzeilen provozieren.»
«Im Frühling kann alles passieren»
Laut Wick brauchen Herr und Frau Schweizer für den Frühling 2009 also nicht vom Schlimmsten auszugehen. Wie die Temperaturen in den nächsten Monaten aussehen, weiss aber auch er nicht: «Keine Ahnung, im Frühling kann alles passieren.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.03.2009, 12:41 Uhr
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15 Kommentare
Das wussten schon unsere Vorfahren. "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder's bleibt wie's ist." Womit wieder mal bewiesen wäre, auch mit Schrott-Prognosen, pseudo-wissenschaftlichen Behauptungen und schlicht an den Haaren herbeigezogenem kommt man in die Medien. Antworten
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