Drei Tote bei Lawinen-Drama – Rega verliert einen Arzt

Aktualisiert am 04.01.2010

Am Mittag wurden im Diemtigtal im Kanton Bern Tourenfahrer von einer Lawine verschüttet. Eine zweite Lawine begrub mehrere Retter unter sich. Die Suche wurde wegen Dunkelheit abgebrochen.

1/20 Die Löcher zeigen, wo die Verschütteten ausgegraben wurden.
Bild: Keystone

   

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Nach ersten Informationen an einer Medienkonferenz in Gesigen BE gab es einen Toten und acht Verletzte. Später hiess es, zwei weitere Personen seien in den Spitälern gestorben.

Sechs Personen liegen zum Teil schwer verletzt im Spital. Deren Zustand sei teilweise sehr schlecht. Insgesamt waren 8 Rega-Helikopter im Einsatz. Noch ist unklar, ob weitere Menschen vermisst werden.

Die Suche wurde am Abend aus Sicherheitsgründen vorderhand eingestellt, wie es an einer Medienkonferenz in Gesigen BE hiess. Bei den Todesopfern handelt es sich um zwei Mitglieder einer Gruppe, die von einer ersten Lawine verschüttet wurde.

Das dritte Todesopfer, ein Rega-Arzt, gehörte zu den Rettungskräften, die den verschütteten Tourenfahrern zu Hilfe eilen wollten, dann aber ihrerseits von einer Lawine erfasst wurden. Der Mann lebte noch, als er geborgen wurde, erlag aber im Spital seinen Verletzungen.

Es sei sehr bitter, einen der eigenen Leute zu verlieren, sagte Gery Baumann, Sprecher der Rega, an der Medienkonferenz.

Nach ersten Erkenntnissen löste sich am Mittag ein erstes Schneebrett, als sich eine Tourengruppe in dem Gebiet befand. Eine zweite Lawine ging nieder, als die Einsatzkräfte bereits vor Ort waren. Dabei wurden auch Rettungskräfte verschüttet.

Toter im Wallis

In Bruson bei Verbier im Unterwallis sind am Sonntagnachmittag zwei Skitourenfahrer von einer Lawine mitgerissen worden. Einer von ihnen starb noch auf der Unglücksstelle, der zweite wurde ins Spital geflogen. Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei vom Sonntagabend handelte es sich bei den Verunglückten um einen Walliser Bergführer und seinen Kunden. Sie waren in der Region Tete de la Payenne unterwegs, als sich auf einer Höhe von rund 2.400 Metern plötzlich eine Lawine löste. Beide wurden von den Schneemassen mitgerissen. Die Rettungskräfte konnten den Bergführer rasch befreien. Wenig später fanden sie auch den anderen Mann unter einer 80 Zentimeter dicken Schneedecke. Er erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Zur Identität des Opfers konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. (cpm/sda/ap)

Erstellt: 04.01.2010, 12:14 Uhr

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