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Zug rast ungebremst in Bahnhof – Dutzende Tote

Aktualisiert am 23.02.2012 18 Kommentare

Bei einem Zugunglück in Buenos Aires sterben mindestens 49 Menschen. 550 Personen wurden verletzt. Bilder einer Überwachungskamera zeigen nun: Der Vorortszug prallte ohne zu bremsen in den Prellbock.

Nicht zu stoppen: Bilder der Überwachungskamera. (Video: Youtube)


Chaos und Aufregung im Bahnhof: Das Zugunglück forderte Dutzende Tote. (Video: Reuters )

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Zugunglück in Buenos Aires

Zugunglück in Buenos Aires
Im Bahnhof Once fuhr ein Pendlerzug in einen Prellbock.

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Das schwerste Zugunglück in Argentinien seit Jahrzehnten hat mindestens 49 Menschen das Leben gekostet. Mindestens 550 Menschen wurden Behördenangaben zufolge verletzt, als in einem Bahnhof in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ein vollbesetzter Zug auf einen Prellbock prallte. Unter den 49 Toten sei auch ein Kind, sagte ein Polizeisprecher.

Der Zug fuhr gestern im morgendlichen Berufsverkehr zu schnell in die Station Once eingefahren und prallte mit rund 26 Kilometern pro Stunde in den Prellbock am Ende des Bahnsteigs, wie der argentinische Verkehrsminister J.P. Schiavi sagte. Dabei sei der vordere Teil der Lokomotive eingedrückt und die folgenden Waggons zusammengepresst worden. Einer der Waggons schob sich den Angaben zufolge knapp sechs Meter in den folgenden.

Am schlimmsten beschädigt wurde der erste Waggon des Zuges. Nach dem Unfall waren Dutzende Passagiere darin eingeschlossen. Rettungsarbeiter waren darum bemüht, sie langsam aus dem beschädigten Zugteil zu ziehen, wie der Direktor des medizinischen Unfalldienstes, Alberto Crescenti, sagte. Die Rettungshelfer schnitten das Dach des Waggons auf und arbeiteten mit einem Flaschenzugsystem, um die eingeschlossenen Menschen nacheinander in Sicherheit zu bringen.

Durcheinander aus Metall und Glas

Überlebende berichteten dem Sender TeleNoticias, dass viele Menschen im Durcheinander aus Metall und Glas verletzt worden seien. Fenster seien geplatzt als die Waggondächer vom Rumpf des Zuges abgetrennt wurden. Viele Passagiere, die zwischen den Sitzen standen, seien von der Wucht des abrupten Halts zu Boden geworfen worden.

Viele Menschen erlitten Prellungen. Hubschrauber und Rettungswagen brachten die am schwersten Verletzten in nahegelegene Krankenhäuser.

Unglücksursache zunächst unklar

Die Ursache des Zugunglücks blieb zunächst unklar. Gerüchten zufolge sollen die Bremsen versagt haben. Ein Gewerkschaftsführer bei der verantwortlichen Betreibergesellschaft, Ruben Sobrero, sagte dem Sender Radio La Red aber, «die Maschine hat die Werkstatt gestern verlassen und die Bremsen haben gut funktioniert. Soweit wir wissen, bremste sie ohne Probleme bei den vorigen Stationen. Über die Ursachen möchte ich derzeit nicht spekulieren», sagte er. Der Wagenführer sei ins Krankenhaus gebracht worden und könne noch nicht befragt werden.

Der Zugunfall am Mittwoch war der schwerste in Argentinien seit 1970. Damals kamen beim Zusammenstoss zweier Züge 200 Menschen ums Leben. (kpn/wid/AFP)

Erstellt: 22.02.2012, 22:47 Uhr

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18 Kommentare

Hans Iseli

22.02.2012, 15:00 Uhr
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Argentinien leidet an einer der vielen Krankheiten, welche ausserhalb Südamerikas nicht bekannt ist: die Politiker - die sich in einer für uns unfassbaren Weise bereichern - besitzen viele der nationalen und internationalen Buslinien. Deswegen wird für den Betrieb der Eisenbahn viel zu wenig Geld bereitgestellt, geschweige denn für Investitionen. Liberalisierung auf die schlechte Art eben. Antworten


Daniel Dummermuth

22.02.2012, 20:46 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Weshalb müssen hier Leute, fernab von Argentinien ihren Senf zu diesem tragischen Unglück abgeben? Es scheint in der Schweiz Mode zu werden, alles zu kritisieren, ohne die Hintergründe zu kennen. Warten wir doch mal die Untersuchung ab. Was wir hier bestimmt nicht brauchen, sind die unzähligen Pseudoexpterten, welche aus Frust ihre Meinung publizieren. Antworten



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