Panorama
«Ein neuralgischer Punkt ist die Quaibrücke»
Von Samuel Reber. Aktualisiert am 25.07.2010
Dossiers
Artikel zum Thema
- Loveparade-Drama: 19 Tote und 340 Verletzte
- Massenpaniken: Von Roskilde bis Sheffield
- «Neben mir ist ein Mädchen gestorben»
- Eine Minute Stille an der Street Parade
- Mehr Sicherheit an Energy-Party wegen Duisburg
- Sicherheitskonzept der Street Parade wird angepasst
Massenpanik an der Loveparade in Duisburg.
Panik in Duisburg: Augenzeugen berichten.
Bildstrecke
Am 14. August werden sich wieder Hunderttausende an das Seebecken in Zürich begeben, um zusammen die Street Parade zu feiern und die Techno-Wagen zu bejubeln. Dicht gedrängt, Leib an Leib, wird getanzt, gefeiert, getrunken. Man wird sich – wie jedes Jahr – einen Weg durch die Massen kämpfen müssen. Kann auch in Zürich Panik aufkommen, sowie am Samstag in Dusiburg, als an der Loveparade 15 Raver in und um eine Unterführung ums Leben kamen?
Susann Birrer von der Stadtpolizei Zürich sagt gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet: «Das A und O ist, dass der Anlass auf breiten Strassen stattfindet und die Route gegen die Innenstadt und zu den Seeanlagen offen ist. Ein neuralgischer Punkt ist die Quaibrücke, auf der es jeweils relativ eng wird. Aber davor und danach ist es offen. Wichtig ist, dass alle Seitenstrassen offen und hindernisfrei sind. Das heisst, es dürfen keine parkierten Autos im Weg stehen, damit alle möglichen Fluchtwege frei sind.»
Limmat als Rettungsachse
Sie schildert weiter, dass der Einsatzleiter über einen Helikopter verfügt, der ständig das Lagebild übermittle. Da werde genau beobachtet, wie sich die Menschenmenge entwickle. Sie gibt aber auch zu: «Wenn es zu einer Panik kommt, ist es wahnsinnig schwierig zu reagieren.» Wenn man frühzeitig erkenne, wie sich die Menschenmenge bewege, sei es besser möglich, sie zu leiten und Engpässe aufzulösen. Stadtpolizei und Schutz & Rettung würden aber über eine langjährige Erfahrung und ein gutes Einsatz- und Rettungskonzept verfügen.
Zu einem möglichen Rettungsszenario sagt Susann Birrer: «Insbesondere wird sichergestellt, dass die Rettungsachsen offen sind. In Zürich steht zum Beispiel auch die Limmat als Rettungsachse zur Verfügung, über die man per Schiff Verletzte transportieren kann.»
«In Zürich nicht möglich»
«Nach dem, was wir bisher über die Ursachen wissen, ist ein Unglück wie in Duisburg bei der Zürcher Street Parade nicht möglich», sagt Joel Meier, der Präsident der Street Parade, zur Zeitung «Sonntag». «Es gibt bei uns kein Nadelöhr, wir versperren keine Wege mit Gittern und wir halten stets alle Seitenstrassen als Fluchtwege frei. »
Es gebe bei der Street Parade immer Möglichkeiten, auszuweichen, wenn grosser Druck entstehen sollte, so Meier. Bei den nächsten Sitzungen werden die Verantwortlichen der Street Parade dennoch erneut über die Bücher gehen: «Was in Duisburg passiert ist, wird ein grosses Thema sein», kündigt Meier an.
Einen möglichen Grund für die Tragödie mit 15 Toten sieht er in der mangelnden Erfahrung der deutschen Kollegen: «In Duisburg war es das erste Mal, dass die Loveparade auf diesem Gelände statt gefunden hat. Der Veranstalter hatte keine Erfahrung, wo die Leute reinkommen, wie sie sich bewegen. » (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.07.2010, 22:46 Uhr
Panorama
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Grandioses Berg-Erleben.
Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!





