Panorama

Eisige Kälte legt halb Europa lahm

Aktualisiert am 01.12.2010 4 Kommentare

Der Dezember hat für den Kontinent frostig begonnen. In verschiedenen Ländern ist der Verkehr zusammengebrochen.

1/10 Frankreich
Lyons Strassen sind am Dienstag komplett mit Schnee bedeckt.

   

Die Minustemperaturen und starken Schneefälle brachten vielerorts den Verkehr zum Erliegen. Wegen des Wintereinbruchs mussten am Mittwoch am Flughafen Zürich 18 Europaflüge annulliert werden - darunter die Verbindungen nach München, London und Helsinki. Der Zürcher Flughafen selber ist nach wie vor geöffnet und hat keine Probleme mit dem Schnee.

Weil einige der Zielflughäfen aber geschlossen seien, seien mehrere Verbindungen annulliert worden, sagte eine Flughafensprecherin auf Anfrage. Den Passagieren empfiehlt sie, sich vorzeitig bei der Fluggesellschaft über ihren Flug zu informieren. Für den Nachmittag sind in Zürich weitere Schneefälle prognostiziert. Man sei dafür aber gut gerüstet, sagte die Sprecherin weiter. Der Flughafen Zürich sei wintererprobt.

Den bereits seit gestern geschlossenen Genfer Flughafen wollte man ursprünglich ab 14 Uhr wieder zu öffnen. Nun bleibt der Flughafen bis mindestens 18 Uhr geschlossen. «Allerdings muss es aufhören zu schneien», sagte Flughafensprecher Bertrand Stämpfli zur Nachrichtenagentur SDA. Bis am Mittwochmittag sind zwischen 60 und 70 Flüge ausgefallen. Den Reisenden wird empfohlen, sich nicht nach Cointrin zu begeben. sie sollen sich über die Internetseite des Flughafens informieren.

Probleme in London und Edinburgh

Ganz Europa kämpft heute mit Eis und Kälte. In London Gatwick und Edinburgh wurden am Mittwoch zeitweise jegliche Starts und Landungen abgesagt. Eine Gatwick-Sprecherin sagte, obwohl das Bodenpersonal die gesamte Nacht gearbeitet hätte, habe es die Schneemassen nicht bewältigen können. Der Flughafen soll bis Donnerstagmorgen geschlossen bleiben. Allein am Mittwoch wurden 600 Flüge gestrichen.

In Grossbritannien wurden auch zahlreiche Zugverbindungen eingestellt. Beim Eurostar, der Frankreich und England durch den Kanaltunnel verbindet, verursachte das eisige Wetter Verspätungen von bis zu einer Stunde. Besonders hart traf es Schottland, wo Wetterstationen am Mittwoch zum Teil minus 20 Grad meldeten. Wegen der Kältewelle blieben bereits seit Anfang der Woche zahlreiche Schulen im ganzen Land geschlossen.

Obdachlose in Polen erfroren

In Polen starben allein am Dienstag acht Männer. Sie seien zwischen 33 und 72 Jahren alt und alle betrunken gewesen, sagte ein Polizeisprecher in Warschau. In der Nacht zum Mittwoch war es im Osten des Landes bis zu minus 26 Grad kalt.

Bereits in den Vortagen waren in Polen mehrere Menschen erfroren. Ein Sprecher forderte die Bürgerinnen und Bürger auf, die Polizei zu alarmieren, wenn ihnen draussen Obdachlose begegneten.

Minus 17 Grad in Deutschland

In Frankreich standen mehr als 10'000 Lastwagen wegen Schneefalls still. In vielen Orten fielen auch Schulbusse aus. Besonders betroffen war Lyon, wo am Vormittag 20 Zentimeter Neuschnee lagen und kein einziger Bus fuhr. In Zentralfrankreich waren etwa 300 Haushalte ohne Strom.

In Deutschland wurden in Sachsen besonders tiefe Temperaturen gemessen: Bis zu minus 17 Grad meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) aus Kubschütz. In Thüringen behinderten unter der Schneelast umgestürzte Bäume den Autoverkehr. (oku/sda)

Erstellt: 01.12.2010, 15:29 Uhr

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4 Kommentare

Alexej Buergin

01.12.2010, 16:14 Uhr
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Dr. David Viner vom climategate-CRU, Chef des "British Council's climate change programme", erklärte der Zeitung "Independent": "In wenigen Jahren wird Schneefall ein seltenes und aufregendes Ereignis sein. Kinder werden nicht mehr wissen, was Schnee ist". Der betreffende Artikel erschien im Jahr 2000. "In wenigen Jahren" wäre also jetzt ... (Mt derselben Begründung habe wir Schneekanonen gekauft) Antworten


Fred Büchi

01.12.2010, 20:58 Uhr
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Das ist die Positivmeldung des Tages. Endlich kein Fluglärm, keine Kondensstreifen am Himmel, auf der Strasse Ruhe, keine aufgeregte Menschen. Das darf es ruhig noch vielmals geben, damit der Planet gesundet. Antworten



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