«Er will erschossen werden – wie einst Leibacher in Zug»

Von Reto Hunziker. Aktualisiert am 10.09.2010

Die Passanten in der Bieler Innenstadt fürchten nicht um ihre Sicherheit. Sie halten Peter Hans Kneubühl für irr, aber ungefährlich und gehen dafür umso härter mit der Polizei ins Gericht.

1/7 «Ich habe mich gefragt, wo er steckt»
Christine Mebes: «Nein, dass Kneubühl noch auf freiem Fuss ist, macht mir nicht sonderlich Angst. Ich wohne auch etwas ausserhalb von Biel, also etwas weiter weg von dem Ort, wo Kneubühl gewütet hat. Auch wenn die Polizei gewarnt hat, ich habe keine besonderen Vorsichtsmassnahmen getroffen. Ich habe mich schon einmal kurz gefragt, wo er wohl stecken könnte - er ist ja unberechenbar. Aber einschliessen würde ich mich deswegen nicht. Auch hier in der Stadt merkt man nichts davon, dass Angst herrschen würde. Ich hoffe, das nimmt alles bald ein schnelles Ende.»

   

Obwohl Peter Hans Kneubühl immer noch frei herumläuft, bleibt man in der Bieler Innenstadt gelassen. Die Bieler Bürgerinnen und Bürger sehen mehrheitlich keinen Anlass, in Panik auszubrechen. Sie glauben nicht daran, dass Kneubühl in der Fussgängerzone auftauchen und wild auf Passanten schiessen könnte. Er habe es wohl eher auf Polizei und Behörden abgesehen. Dass Kneubühl schwer einzuschätzen und sein Verhalten unberechenbar ist, sieht man in Biel jedoch auch.

Die Passanten fragen sich aber auch, ob man den Amoklauf nicht hätte vorhersehen können. Zumindest stellen sie die Arbeit der Polizei arg infrage. «Wie konnte er den Beamten entkommen?», wollen sie wissen. Und auch andere Fragen werfen sie im Gespräch mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet auf, wie in der Bildstrecke zu lesen ist. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.09.2010, 14:44 Uhr

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