Erste Hinweise auf Motiv des Amokläufers
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Mitschülerin: Amokläufer war ein Durchschnittsjunge (Quelle: Reuters)
Die Polizei hat erste Erkenntnisse über die Motive des Amokläufers von Winnenden. «Das Motiv hängt mit dem Internet zusammen», sagte Polizeisprecher Klaus Hinderer heute in Waiblingen. Auf den Computern des 17-jährigen Ex-Schülers der Realschule wurde nach seinen Angaben ein Kampfspiel, eine Variante der «Counterstrike»-Spiele, gefunden. Darin sei ein Teil des Motivs für den Amoklauf zu sehen. Bekannte hatten Tim K. als Waffennarr beschrieben.
Der Sprecher deutete an, dass sich Tim K. möglicherweise rächen wollte, weil er sich an der Schule gemobbt fühlte. Eine zwölfjährige Teilnehmerin des Trauergottesdienstes hatte gestern am Abend gesagt, Tim K. habe ihr vor etwa drei Wochen einen Brief gezeigt. «Er schrieb seinen Eltern, dass er leidet und nicht mehr weiter kann», sagte Fabienne B. Mitschüler hätten sich über ihn lustig gemacht, die Lehrer hätten ihn ignoriert.
Ermittlungen gegen den Vater
Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der 17-jährige ehemalige Schüler die Tatwaffe aus dem Schlafzimmer der Eltern entwendet. Alle anderen Waffen des Vaters lagen sicher in einem Tresor. «Es deutet alles darauf hin, dass der Vater hier nachlässig war, was das Verwahren dieser einen Waffe anbelangt», sagte der leitende Ermittler.
Der Amokläufer hatte in den vergangenen Monaten viel Zeit mit Killerspielen am Computer verbracht. Zu seinen Hobbys gehörte auch das Schiessen mit Softairwaffen. «Das kann ich bestätigen», sagte der Polizeisprecher Klaus Hinderer in Waiblingen, «wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counterstrike gefunden.»
Der 17-Jährige hatte gestern an seiner früheren Schule in Winnenden nahe Stuttgart neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht tötete er drei weitere Menschen und schliesslich auch sich selbst. (raa/sda)
Erstellt: 12.03.2009, 11:11 Uhr
















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