Panorama

Fehler im Gymi- Ranking der ETH

Aktualisiert am 26.01.2009

Die Studie der ETH über den Zusammenhang von Maturitätsnoten und Studienerfolg enthält gravierende Fehler.

Laut einem Bericht der Zeitung «Sonntag» werden auf der darin enthaltenen Rangliste drei Aarauer Kantonsschulen aufgelistet, tatsächlich gebe es nur zwei. Von der erfundenen Kantonsschule Aarau sollen 66 Maturanden ein ETH-Studium begonnen haben. Auch die Absolventenzahl der existierenden Neuen Kantonsschule Aarau stimme nicht, bemängelt Rektor Daniel Siegenthaler.

Gepfuscht wurde auch bei den Zürcher Kantonsschulen, sagt Balz Bürgisser, Prorektor am Realgymnasium Rämibühl. So werden beim Literargymnasium Rämibühl Schüler in die Statistik einbezogen, die Schwerpunktfächer belegt haben sollen, die es dort gar nicht gibt (Physik/Anwendungen der Mathematik und Biologie/Chemie). Dasselbe sei auch bei der Kantonsschule Hohe Promenade der Fall. Beide Gymnasien haben ausschliesslich sprachliche Schwerpunktfächer. Die ETH bestätigt, dass Hinweise auf Fehler eingegangen seien.

Aeppli hat auch eine Gymi-Rangliste

Neben der ETH-Studie gibt es auch eine Untersuchung der Bildungsdirektion von Regine Aeppli (SP) mit einer Rangliste. Sie basiert auf einer Befragung von Maturanden zwei Jahre nach der Matur. Laut dem «Landboten» wird darin die allgemeine Zufriedenheit der ehemaligen Schülerinnen und Schüler mit ihrem Gymnasium gemessen und wie gut sie sich auf die Hochschule vorbereitet fühlten. Die Liste werde nicht veröffentlicht, weil sie zu Fehlschlüssen führen könnte, sagt Joseph Hildbrand von der Bildungsdirektion.

Erstellt: 26.01.2009, 06:44 Uhr

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