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Fliegerschiessen der Luftwaffe lockt Tausende auf die Axalp

Von Fritz Lehmann. Aktualisiert am 14.10.2010 16 Kommentare

Tausende Fliegerfans genossen die Leistungsschau der Luftwaffe im Gebiet Axalp–Ebenfluh. Währenddessen blieben die geladenen Gäste unten auf dem Flugplatz im Nebel sitzen. Denn die Helikoptertransporte fielen aus.

1/15 Piloten der Schweizer Luftwaffe zeigen spektakuläre Kunststücke über der Axalp.
Bild: Keystone

   

Für einmal hatten die wandernden Flugfans das grosse Los gezogen. Wer am Mittwoch auf die Ebenfluh oberhalb der Axalp (2240 m ü.M.) marschiert war, wurde mit einer Flugshow der Extraklasse belohnt. Bei schönstem Sonnenschein.

Die geladenen Gäste der Luftwaffe inklusive der meisten Presseleute aus dem In- und Ausland blieben dagegen im Nebel stecken. Normalerweise werden diese mit Helikoptern auf die Axalp transportiert. Doch daraus wurde nichts Nebel über dem Talboden verunmögliche den Transport, wie Luftwaffensprecher Jürg Nussbaum nach dem Anlass erklärte. Den Gästen wurde dafür ein kostenloser Rundflug mit dem Armeehelikopter spendiert.

«Rund 7000 Personen waren zu Fuss auf die Axalp gekommen», so Nussbaum. Das ist nicht ganz unbeschwerlich, lässt man die Sesselbahn Windegg aus, kann die Wanderung zwei bis drei Stunden dauern. Auf der Ebenfluh trainiert die Luftwaffe seit 1942. Der Schiessplatz wurde auf Initiative von General Henri Guisan angelegt.

Verkehrskonzept war gut

Das neue Verkehrsregime war gemäss Nussbaum bei einer grossen Mehrheit des Publikums gut angekommen. Die Axalpstrasse wurde für den Privatverkehr gesperrt, es verkehrten Busse.

Die Show hatte es in sich: Jets donnerten in knapp 200 Meter Distanz zu den Zuschauern durch das enge Tal und beschossen mit Kanonen Ziele auf dem Boden, daher kommt der Name «Fliegerschiessen». Ausser den F/A-18 zeigten auch die Helikopter der Luftwaffe vom Typ Cougar und EC 635 ihr Können, mit simulierten Rettungs- und Löscheinsätzen. Dazu gesellten sich Fallschirmaufklärer und das Trainingsflugzeug PC-21. Höhepunkt war eine Demonstration der Patrouille Suisse.

Grosseinsatz der Armee

Gefordert waren nicht nur die Piloten, sondern auch viele Angehörige der Armee: «An drei Standorten, dem Militärflugplatz Meiringen, dem Park and Ride in Brienz und auf dem Fliegerschiessplatz Axalp-Ebenfluh, standen insgesamt 225 Angehörige der Armee im Einsatz», sagte stellvertretende Luftwaffensprecher Laurent Savary. Zudem sei die Luftwaffe auch auf Leistungen der Logistikbasis der Armee und der militärischen Sicherheit angewiesen gewesen. Zusammengearbeitet wurde auch mit externen Partnern wie Rega oder Postauto. Auf die Frage, ob es auf der Axalp nicht Kapazitätsgrenzen gebe, antwortete Savary: «Mit dem neuen Verkehrskonzept kann eine grössere Anzahl von Besuchern schneller und bequemer zur Ebenfluh gelangen.» Mit der aktuellen Lösung sei eine maximale Zahl von rund 9000 Besuchern möglich.

Der Kerosinverbrauch für das Fliegerschiessen wird gemäss Savary nicht separat ermittelt. Er liege aber nicht höher als an gewöhnlichen Trainingstagen, da diese Show den Piloten auch zu Übungszwecken diene.

Am Donnerstag wird bei gutem Wetter das Schiessen nochmals durchgeführt. (Berner Oberländer)

Erstellt: 14.10.2010, 09:50 Uhr

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16 Kommentare

Lucien Michel

14.10.2010, 10:23 Uhr
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Himmeltraurig, diese wunderbare und stille Landschaft – meine Heimat – mit diesem sinnlosen Lärmhorror und dieser völlig überflüssigen, vorgestrigen Veranstaltung zu belasten. Weder werden damit irgendwelche Arbeitsplätze in der Region geschaffen (der Tourismus würde hier ohne Fluglärm und Sperrgebiete mehr bringen) noch dient diese Art von Fliegerei in irgend einer Weise unserem Land. Antworten


Bruno Froehlich

14.10.2010, 11:41 Uhr
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Das ist so ziemlich die Optimierung an Sinnlosigkeit einer zu allem Ueberfluss noch schlecht organisierten Veranstaltung die laermig, Umwelt belastend, Steuergeld verschleudernd, dies bei dem Gejammer, dass fuer viele wichtige Lebensbereiche (Bildung, Gesundheitswesen, etc.) das Geld an allen Ecken und Enden fehlt. Antworten



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