Florapark-Mörderin: «Man hätte mich wegschliessen müssen»
Die Angeschuldigte sagte aus, sie reagiere mit Delikten auf ihre Panikanfälle. So sei es auch bei der Tat im Florapark gewesen. Sie habe vor der Tat um einen fürsorgerischen Freiheitsentzug gebeten, weil sie spürte, dass sie mit dem Alleinleben überfordert sei. «Man hätte mich wegschliessen müssen», sagte sie am Dienstagmorgen vor dem Kreisgericht Bern-Laupen.
Die Tat habe ihr das Gefühl gegeben, dass «ich etwas unter Kontrolle hatte». Das sei sonst in ihren Leben selten der Fall gewesen. Sie wünsche von Herzen, dass es nicht zur Tötung gekommen wäre. «Es tut mir mir leid», sagte die 24-Jährige.
Mit der Katze in einer Zelle
Die junge Frau erzählt, wie es aus ihrer Sicht zur Tat kam und wie sie heute im Hochsicherheitstrakt von Hindelbank lebt. Sie lebe alleine in einer Zelle, aber zusammen mit ihrer Katze, die ihr sehr am Herzen liege. «Ich glaube nicht, dass eine Therapie aussichtslos ist», sagte sie. Sie wolle nicht den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen. Und doch brauche sie die Gewissheit, Hilfe holen zu können.
Die geständige mutmassliche Täterin ist des Mordes eventuell der vorsätzlichen Tötung angeklagt. In der Tatnacht vor zwei Jahren hatte sie auf dem Strassenstrich einen 52-jährigen Mann aus Sri Lanka kennengelernt. Sie ging mit ihm in den Florapark, wo es zu sexuellen Kontakten kam. Plötzlich zückte die Frau ein Messer und begann, auf den Mann einzustechen. Von den Schreien des Opfers aufgeschreckt, alarmierten Anwohner die Polizei. Diese konnte die Frau noch vor Ort festnehmen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.09.2010, 13:37 Uhr

















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