«Geachteter» Oberstufenlehrer missbrauchte Schüler

Aktualisiert am 15.03.2010

Der in Wohlen unter dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs festgenommene Lehrer hat ein Geständnis abgelegt.

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Ein 53-jähriger Oberstufenlehrer im aargauischen Wohlen sitzt wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. Ein ehemaliger Schüler beschuldigt den Lehrer, ihn in den Jahren 1996 bis 1998 sexuell missbraucht zu haben. Der Lehrer legte ein Geständnis ab.

Der damals 13 bis 15 Jahre alte Realschüler reichte bei der Polizei eine Strafanzeige ein, wie Urs Hoppler, Bezirksamtmann des Bezirks Muri, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Es soll mehrmals zu sexuellen Handlungen gekommen sein. Der Lehrer hatte damals an der Schule in Merenschwand AG unterrichtet.

Entschuldigungsschreiben

Der Beschuldigte sei am Montag vergangener Woche von der Polizei festgenommen worden, sagte Franco Corsiglia, Präsident der Schulpflege Wohlen, vor den Medien. Der Lehrer sei per sofort freigestellt und werde nicht mehr an die Schule Wohlen zurückkehren.

Der ausgebildete Schulheilpädagoge habe den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs am damaligen Schüler gestanden, sagte Rolf Stadler, Leiter der Oberstufe Wohlen. Er habe der Schule ein Entschuldigungsschreiben geschickt.

In eingetragener Partnerschaft

Weitere Vorfälle seien bislang nicht bekannt geworden, betonte Schulpflegepräsident Corsiglia. Der Lehrer, der seit vier Jahren in Wohlen unterrichtete, lebt in einer eingetragenen Partnerschaft. Dies erfuhr die Schulpflege erst im Zusammenhang mit der Festnahme.

Der Lehrer sei bislang in der Schule «sehr geachtet» gewesen, hiess es an der Medienkonferenz. Der Lehrer habe seine Ausbildung zum schulischen Heilpädagogen erst kürzlich abgeschlossen.

Hotline eingerichtet

Die Schulpflege und die Schule helfe bei den Ermittlungen mit, sagte Corsiglia. Man habe nichts zu verbergen. Die Schüler und Eltern in Wohlen seien am Montag schriftlich über den Fall informiert worden. Auch sei eine Hotline eingerichtet worden. (sam/sda)

Erstellt: 15.03.2010, 14:39 Uhr

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