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Gefängnismeuterei erschüttert Venezuela
Aktualisiert am 27.01.2013 6 Kommentare
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Bei der blutigsten Gefängnismeuterei in Venezuela seit 20 Jahren sind vermutlich mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 120 Menschen hätten Verletzungen erlitten, davon seien 45 Personen stationär aufgenommen worden, sagte Ruy Medina, Direktor des Krankenhauses in der Stadt Barquisimeto, der Nachrichtenagentur AP. Die Meuterei hatte am Freitag in der Haftanstalt Uribana in Barquisimeto im Nordwesten des Landes begonnen, nach offiziellen Angaben griffen Häftlinge Mitglieder der Nationalgarde an, die eine Inspektion durchführen wollten.
Medina sagte, so gut wie alle Opfer hätten Schussverletzungen erlitten. Einige hätten operiert werden müssen. Offizielle Zahlen über Tote und Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Häftlinge werden verlegt
Die zuständige Ministerin Iris Varella sagte, man habe damit begonnen, Häftlinge von Uribana in andere Gefängnisse zu verlegen. Nach Angaben der Organisation Venezuela Prisons Observatory sitzen in der für bis zu 850 Insassen ausgelegten Anstalt Uribana zurzeit rund 1400 Häftlinge.
Der stellvertretende Präsident Nicolas Maduro sprach von einem tragischen Blutvergiessen; es werde eine Untersuchung geben, kündigte er an.
Opposition wirft Regierung Versagen vor
Oppositionsführer Henrique Capriles geisselte die Regierung von Staatspräsident Hugo Chávez für ihr Versagen im Umgang mit den überfüllten Gefängnissen und wiederholten Gewaltausbrüchen. «Die Gefängnisse in unserem Land sind ein Beispiel für die Unfähigkeit dieser Regierung und ihrer Anführer. Sie haben das Problem nie gelöst», schrieb er auf seinem Twitterprofil.
In Venezuela kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen in den maroden und hoffnungslos überfüllten Haftanstalten des Landes. Erst im August waren bei einer Schiesserei zwischen rivalisierenden Banden in einem Gefängnis südlich der Hauptstadt Caracas 25 Menschen getötet und 43 verletzt worden. Auch im Juli kamen bei einer Meuterei mindestens fünf Häftlinge ums Leben.
Die Gewaltspirale in den Gefängnissen, deren Insassen mithilfe korrupter Wächter häufig an Waffen und Drogen gelangen, hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschärft. Zurzeit gibt es 33 Haftanstalten in Venezuela, die eigentlich nur für 12'000 Insassen ausgelegt sind. Tatsächlich sind dort nach Angaben aus Regierungskreisen aber vier Mal so viele Häftlinge eingepfercht. (chk/sda)
Erstellt: 26.01.2013, 03:19 Uhr
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6 Kommentare
Wen wunderts, wenn man weiss das die Häftlinge dort alle bewaffnet und die Wärter korrupt sind. Stören tut das die Chavez Regierung nicht...es gibt dann eine Untersuchung die nichts zutage bringt und es geht so weiter wie bisher. Mit der bisherigen Regierung wird sich nichts ändern, es wird immer noch brutaler... Antworten

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