Panorama

Ging die Polizei bei der Suche falsch vor?

Von Capital FM. Aktualisiert am 30.12.2009

Am Montag wurde im Lauterbrunnental die Leiche des vermissten Engländers Myles Robinson gefunden. Nun wird Kritik an der Kantonspolizei Bern laut. Diese gehe bei der Suche nach Vermissten falsch vor.

1/6 Die Steinhaltefluh
Von der Steinhaltefluh geht es Steil nach unten nach Lauterbrunnen.
Bild: Bruno Petroni

   

Dies behauptet Ivan Schmidt, der Betreiber des Internetportals «swiss missing», welches Auskunft über vermisste Personen in der Schweiz gibt.

Seine Seite werde von den meisten Polizeikorps in der Schweiz mit Informationen versorgt. Nicht so von der Kantonspolizei Bern – diese verlasse sich bei der Suche nur auf die kaum genutzte und nicht aktuelle Seite des Bundesamts für Polizei, so Ivan Schmidt gegenüber Capital FM. Auf dieser Seite sei Myles Robinson aber nie aufgetaucht.

«Die Polizei sollte so organisiert sein, dass das Profil von Myles Robinson innert Minuten hätte auf der offiziellen Homepage (swisspolice) sein sollen. Dass dies gar nie passiert ist, ist unserer Ansicht nach eine Schlamperei», so Schmidt.

Die Kantonspolizei Bern habe es verpasst einen entsprechenden Antrag bei swisspolice zu machen, damit das Profil erscheint. Gemäss Schmidt sind die ersten 24 Stunden für eine vermisste Person die wichtigsten.

Die Kantonspolizei Bern war bislang für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Den ganzen Beitrag, voraussichtlich mit der Stellnungnahme der Polizei, wird Capital FM am Abend ausstrahlen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.12.2009, 14:59 Uhr

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