Häftling darf zweimal hingerichtet werden

Die erste Exekution an einem verurteilten Mörder scheiterte an seinen schlechten Venen. Ein Gericht erlaubt dem US-Staat Ohio nun einen zweiten Versuch.

Weil kein Gift injiziert wurde, fand keine Vollstreckung statt, fand das Gericht: Verurteilter Mörder. (Archivbild)

Weil kein Gift injiziert wurde, fand keine Vollstreckung statt, fand das Gericht: Verurteilter Mörder. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die Todesstrafe gegen einen verurteilten Mörder darf im US-Bundesstaat Ohio unter Umständen auch dann vollstreckt werden, wenn ein erster Exekutionsversuch gescheitert ist. Das entschied das Höchste Gericht des Bundesstaates am Mittwoch.

Der Todeskandidat hatte gegen seine bevorstehende Hinrichtung geklagt. Bereits 2009 hatte der Staat die Strafe vollstrecken wollen. Das Personal fand aber trotz zweistündiger Suche keine brauchbare Vene, um ihm die tödliche Medikamentenmischung zu spritzen.

Keine Doppelbestrafung

Das Gericht urteilte nun, eine Vollstreckung habe nicht stattgefunden, da kein Gift injiziert worden sei. Deswegen liege auch keine Doppelbestrafung für dasselbe Verbrechen vor, wie die Anwälte des Häftlings geltend gemacht hatten.

Ohio hat seit 1976 in 53 Fällen Todesurteile vollstreckt (Platz 8 unter allen US-Bundesstaaten). 145 Menschen sitzen aktuell in den Todestrakten des Staates. Seit es bei einer Exekution 2014 Probleme mit der Giftspritze gab – es dauerte mehr als eine Stunde bis der Verurteilte starb – gab es in Ohio aber keine Hinrichtungen mehr. (chk/sda)

Erstellt: 17.03.2016, 03:31 Uhr

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