Heftige Gewitter bereiten der Hitze ein Ende

Überflutete Keller in Bern, Aargau und Solothurn eine Unwetterwarnung der Stufe rot im Tessin und ein abgesagtes Konzert in Sitten: Auf ein heisses Wochenende folgten in der Nacht starke Unwetter.

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Blitzartig ist die Sommerwoche in der Nacht auf Montag in der Schweiz zu Ende gegangen. Am Sonntagabend zogen vom Westen her Gewitter auf, die in der Nacht stellenweise starken Niederschlag und kräftige Windböen brachten – bei grossen regionalen Unterschieden.

Laut Angaben von MeteoSchweiz gingen innerhalb von 24 Stunden teilweise über 60 Millimeter Niederschlag nieder, wobei es «auf engem Raum grosse Unterschiede» gegeben habe. So fielen etwa in Plaffeien FR 45,3 Millimeter, in Bern 44 Millimeter und in Buchs AG 40 Millimeter.

Rund 45 Kilometer entfernt von Buchs, in Kloten ZH, waren es laut Messungen von MeteoSchweiz nur 11 Millimeter, und am Bodensee blieb es mit 0,1 Millimetern beinahe trocken. In Robiei TI massen die Meteorologen knapp 64 Millimeter Niederschlag.

Bei der Kantonspolizei Bern gingen etwa 135 Meldungen ein. Besonders betroffen waren die Regionen Emmental und Seeland. Die Feuerwehren waren bis tief in die Nacht beschäftigt, Wasser aus Kellern und Tiefgaragen zu pumpen.

Bahnhofunterführungen überschwemmt

Die Alarmzentrale der Solothurner Kantonspolizei verzeichnete in der Nacht auf Montag rund 150 Meldungen. Mehrere Feuerwehren standen im Einsatz. Die Unterführungen in den Bahnhöfen Olten SO und Aarau waren vorübergehend überflutet. Bahnreisende, die umsteigen mussten, bekamen nasse Füsse.

Im Kanton Aargau führten der starke Regen und Sturmböen zu 30 Feuerwehreinsätzen. Der Kantonspolizei Aargau wurden 80 Schadenplätze gemeldet. Bäume wurden entwurzelt und Bauabschrankungen umgeweht.

Die Berufs- und Milizfeuerwehren der Stadt Basel mussten rund 50 Mal ausrücken. Einzelne Strassen wurden kurz gesperrt. Nach Mitternacht beruhigte sich die Lage. Die Baselbieter Polizei bezifferte die Zahl der Schadenmeldungen auf gegen 40.

Starke Winde

Die Regenfälle wurden von kräftigen Windböen begleitet. Im Flachland erreichten diese vereinzelt Spitzengeschwindigkeiten von 87 Stundenkilometern, etwa in Egolzwil LU, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte. Auf dem Bantiger bei Bern blies der Wind mit 94 Stundenkilometern.

Auch das Wallis blieb nicht verschont. In Sitten erreichten die Böen Geschwindigkeiten von 85 Stundenkilometern. Die Kantonspolizei bestätigte Medienberichte, wonach am Abend mehrere Konzerte des Festivals «Sion sous les étoiles» im Stadion von Sitten abgesagt werden mussten. (fko/sda)

(Erstellt: 21.07.2014, 06:40 Uhr)

Dunkle Wolken ziehen auf: Ein Wanderer nutzt die letzten trockenen Stunden im Prättigau. (21. Juli 2014) (Bild: Keystone )

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