Panorama
Hinter der Zugtüre droht Lebensgefahr
Wenn der Zug anhält, lauert die Gefahr. Die BLS setzt seit Mitte Dezember einen deutschen Zug auf der S-Bahn-Linie Freiburg– Bern–Thun ein, wie der Fernsehsender Telebärn gestern berichtete. Die Türen des besagten Zuges lassen sich nicht einseitig blockieren. Deshalb können die Passagiere aufs Perron und aufs Gleis aussteigen. Wer den Zug auf der falschen Seite verlässt, kann von einem anderen Zug überrollt werden. «Die Situation ist nicht optimal», sagt BLS-Sprecher Olivier Bayard. «Wir machen aber nichts Illegales.»
Die BLS hat die Erlaubnis des Bundesamts für Verkehr (BAV), den Zug provisorisch einzusetzen. Es handelt sich um einen doppelstöckigen Zug der Deutschen Bahn. Er verkehrt in der Schweiz, weil der BLS Züge fehlen. Laut Bayard verpasste es das Transportunternehmen Bombardier, acht bestellte Züge rechtzeitig, bis am 14.Dezember, zu liefern. Die verantwortlichen Personen von Bombardier waren gestern nicht erreichbar.
Um das Unfallrisiko im Zug zu verkleinern, gibt die BLS über Lautsprecher durch, wo Passagiere aussteigen sollen. Schilder machen ebenfalls auf die Gefahr aufmerksam. Zudem setzt die BLS einen Zugbegleiter ein, der die Leute warnt. Ein Unfall ist bisher nicht geschehen. Im Frühjahr will die BLS den deutschen Zug ersetzen, weil dann die Kompositionen von Bombardier eintreffen sollen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 31.12.2008, 08:19 Uhr
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