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Hooligans am Internet-Pranger: Der erste hat sich gemeldet
Aktualisiert am 13.08.2010 24 Kommentare
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Grosser Sachschaden
Bei der Randale am Cup-Achtelfinal im Basler St. Jakobpark-Stadion waren mehrere Personen verletzt worden, zwei von ihnen spitalreif; der Sachschaden beträgt nach früheren Angaben rund 100'000 Franken. Gegen identifizierte Tatverdächtige wurden Verfahren etwa wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs oder Gewalt gegen Beamte eingeleitet.
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Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt (Stawa) hatte einen solchen Schritt schon Mitte Juni angedroht. Gestellt hat sich seither aber keiner der Hooligans. Nun machte die Stawa Ernst und veröffentlichte am Freitagmorgen 17 Fotos im Internet. Jene Fotos von Personen, welche aufgrund von Dritthinweisen oder eigener Meldungen identifiziert werden können, werden umgehend von der Web-Site entfernt, heisst es von Seiten der Behörde.
Dieses Versprechen konnte bereits nach kurzer Zeit ein erstes Mal in die Tat umgesetzt werden: Rund eineinhalb Stunden nach der Veröffentlichung der Bilder, hat sich einer der 17 Hooligans bei der Zürcher Polizei gemeldet, wie Stawa-Kriminalkommissär Markus Melzl gegenüber der BaZ sagte.
Insgesamt wurde gegen 25 Personen ermittelt, in enger Kooperation mit der Stadtpolizei Zürich. Mehrere Dutzend weitere Personen konnten indes nicht identifiziert werden. 17 von ihnen waren am Freitagmorgen im Internet zu sehen. Mit den 17 Betreffenden beschränkte sich die Staatsanwaltschaft auf «die, die wir auf Videosequenzen ganz klar einer strafbaren Tat zuweisen können», hiess es am Dienstag. Nun bleiben also noch 16. Melzl ist zuversichtlich, dass ein grosser Teil der Gesuchten in den nächsten Tagen identifiziert werden kann. (amu/sda/)
Erstellt: 13.08.2010, 10:07 Uhr
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24 Kommentare
Recht so , Grundsätzlich muss die öffentliche Sicherheit priorität haben und nicht deren von fehlbaren Einzelpersonen , welche absichtich und wissentlich ein Fussballspiel zum anlass nehmen um friedliche Fans anzugreifen oder um alles kurz und klein zu schlagen.Als aufrichtiger und anständiger Bürger kann ich die Philosopie gewisser exponierter Kommentaren und Leserschreiben nicht nachvollziehen ! Antworten
Das stetige Abbauen moralischer Hindernisse bei Staat und Polizei zur Fichierung & Veröffentlichung von potentiellen Straftätern macht ANGST. Das Volch schreit immer lauter & wird dabei unterstützt von Rechtspopulisten. Wo wird das enden? PS: Ich will auch Bilder & Infos verdächtiger Wirtschaftskrimineller, Betrüger, Raser & Vergewaltiger im Netz, mit Adressangabe... oder ist das was anderes ??? Antworten
An fraglichem Tag wurden dutzende friedlich auf Einlass wartende Zürcher Fans vor dem Stadioneingang durch massive völlig unverhältnissmässige Gewalt der Polizei verletzt. (die gesuchten "Hooligans" machten höstens ein paar Stühle kaputt) Wie weit ist die Stawa mit den Ermittlungen gegen die Rambopolizisten? Antworten
Bravo Staatsanwaltschaft! Ist doch egal, wo und wie diese Hools gesucht werden. Hauptsache, sie werden gefunden und müssen sich für ihre Taten verantworten. Da diesen ja durch Videobeweise klar Straftaten zur Last gelegt werden können, gilt hier auch nichts von Unschuldsvermutung und Datenschutz. Ich bin klar für Opferschutz und gegen Täterschutz. Alles andere ist mangelnder Gerechtigkeitssinn. Antworten
.... Es ist doch absolut egal auf welchem Server die Bilder liegen, was einmal im Netz war wird auch immer dort bleiben (google cache und der gelichen....). Diese Individuen wurden ja nicht zu Ihrem Verhalten genötigt oder wollten dadurch politisch was bewirken. Einfach nur kriminell. Und durch dieses Mittel nimmt man denen den Schutzschild des Unbekannten. Es wurde höchste Zeit. Antworten
Gem. Behörden können die 16 Steuergeldvernichter bzw. Schläger per Viedeobeweiss eines Verbrechens überfürt werden. Was hat das mit Mitelater oder Datenschutz zu tuen? Und es ist nur recht, dass die Bilder auf Servern liegen die täglich extreme frequenzen aufweisen. Ich bin ein harter verfechter des Datenschutzes - habe nichtmal facebook und der gleichen. .... Antworten
muss mich auch ernsthaft fragen wieso flickr, und schliesse mich einigen vorschreibern an.. einmal im netz, für immer und ewig im netz. wird eine total-löschung durch die stawabs garantiert? da wäre jetzt wieder eine richtige recherche der medien gefragt. lesern fällt sowas auf, journalisten nicht? Antworten
Das ist nicht Mittelalter; Der Internetpranger ist aktuelles 21. Jhd. effizient und pragmatisch. Opfer sollen geschützt werden, nicht Täter. Diese Individuen haben Straftaten begangen, fraglich nur in welchem Umfang. Wer jetzt von "Unschuldsvermutung" spricht, lebt nicht in der Realität und betreibt Täterschutz. In Asien verlieren Täter durch den Pranger das Gesicht. Sollte auch bei uns so sein! Antworten
Die Kommunikationsmittel sind da um richtig eingesetzt zu werden. Ich würde jedes einzelne Bild mit einem Preis, in der Höhe abhängig von der vorgeworfenen Tat, versehen. Dieser wird bei einer Verurteilung dem Schuldigen zusätzlich angelastet und denen ausbezahlt die diese primitiven "Anonymen" identifizieren. Es wird Zeit für effizientere und kostendeckende Ermittlungsverfahren! Antworten
Pranger, Mittelalter, Persoenlichkeitsrechte... . Es ist halt eben so, dass bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt. Das heist doch nicht, dass man diese Radaubrueder nicht ausschreiben darf. Sonst kann man ebensogut verlangen, dass tatverdaechtige Kriminelle nicht mehr steckbrieflich gesucht werden duerfen. Antworten
Kann man Staatsanwälte anzeigen wenn sie gegen das Gesetz verstossen? Wo soll das hinführen wenn nicht mal mehr die Justiz selbst sich an Gesetze hält? Und wenn man sie fasst und die Beweise fehlen wird dann noch gefoltert bis sie "gestehen"? Würde sich der Staat nur halbsoviel Mühe machen Wirtschaftsverbrechen aufzudecken.. Antworten
Die Bilder wurden als auf Flickr gelden und somit sämtliche Nutzungs und Verfielfältigungsrechte an dieses Amerikanische Unternehmen übergeben. Gratuliere STAWA BS, mit Computern habt ihrs halt noch nicht so oder ? Wo bleiben die Bilder derjenigen die damals vor dem Stadion aus nächster nähe und auf Kopfhoehe auf friedlich wartende Fans schossen und somit 90% der Verletzten verursacht haben ? Antworten
Das Verhalten der Staatsanwaltschaft Basel verletzt die Rechte der MUTMASSLICHEN Hooligans aufs gröbste! Das muss Konsequenzen haben. Diese Vorgehensweise widerspricht unserem Rechtsstaat! In was für einem Land leben wir eigentlich? Was kommt als nächstes erzwungene Geständnisse, Folter? Ein Skandal! Antworten
da machen die einen pranger wie im mittelalter, das kennen wir ja schon. aber anstatt die bilder auf dem eigenen server zu hinterlegen, schicken sie die bilder in die usa auf einen amerikanischen und privaten server!!!!! und kein medium hinterfragt das mal kritisch. es kann ja wohl nicht angehen, dass die basler polizei auf einem us-server vermeintliche hools (unschuldsvermutung!) veröffentlicht!! Antworten
Datenschutz? Persönlichkeitsrechte? Unschuldsvermutung? Öffentlicher Pranger? Dass eine staatliche Stelle die Bilder auf Servern einer us-amerikanischen Firma veröffentlicht und behauptet die Bilder würden sobald die VERDÄCHTIGEN (nicht Täter) ermittelt sind vom Internet verschwinden ist eine glatte Lüge. Polizeistaat Schweiz 2010 Antworten
Die Staatsanwaltschaft lädt ihre Bilder auf flickr hoch? Ich frage mich, ob das juristisch korrekt ist? Darf sie Fahnundungsbilder einfach auf irgend eine unsichere Platformladen? Hat die Staatsanwaltschaft keine eigenen Server? Dieses Verhalten kommt einem Pranger aus dem Mittelalter gleich. Nein noch schlimmer, wer einmal im Netz ist, kommt nie mehr raus. Ist das öffentliche Interesse grösser? Antworten




Giuliano Maspoli
Und wie wäre es jetzt, da verfassungsmässige Rechte ja nichts mehr zählen, mit ein paar Daumenschrauben für Ospel &Co., mit ein bisschen Wahrheitsdrogen für div. Poltiker & Bundesbeamte, öffentliches Teeren & Federn für Waffenhändler & Drogenzare... würden sicher alle diverse Verbrechen gestehen. Sinn & Zweck erfüllt !.... oder gibt es noch irgendjemanden, der den Rechtsstaat für notwendig hält Antworten