Hooligans am Internet-Pranger: Der erste hat sich gemeldet

Aktualisiert am 13.08.2010 24 Kommentare

Die Basler Staatsanwaltschaft hat die Fotos der seit November 2009 gesuchten Gewalttäter im Internet veröffentlicht – mit einem ersten Erfolg.

Die Gesichter sind in der Originalversion der Basler Staatsanwaltschaft (siehe Link) klar erkennbar.

Die Gesichter sind in der Originalversion der Basler Staatsanwaltschaft (siehe Link) klar erkennbar.

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Grosser Sachschaden

Bei der Randale am Cup-Achtelfinal im Basler St. Jakobpark-Stadion waren mehrere Personen verletzt worden, zwei von ihnen spitalreif; der Sachschaden beträgt nach früheren Angaben rund 100'000 Franken. Gegen identifizierte Tatverdächtige wurden Verfahren etwa wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs oder Gewalt gegen Beamte eingeleitet.

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Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt (Stawa) hatte einen solchen Schritt schon Mitte Juni angedroht. Gestellt hat sich seither aber keiner der Hooligans. Nun machte die Stawa Ernst und veröffentlichte am Freitagmorgen 17 Fotos im Internet. Jene Fotos von Personen, welche aufgrund von Dritthinweisen oder eigener Meldungen identifiziert werden können, werden umgehend von der Web-Site entfernt, heisst es von Seiten der Behörde.

Dieses Versprechen konnte bereits nach kurzer Zeit ein erstes Mal in die Tat umgesetzt werden: Rund eineinhalb Stunden nach der Veröffentlichung der Bilder, hat sich einer der 17 Hooligans bei der Zürcher Polizei gemeldet, wie Stawa-Kriminalkommissär Markus Melzl gegenüber der BaZ sagte.

Insgesamt wurde gegen 25 Personen ermittelt, in enger Kooperation mit der Stadtpolizei Zürich. Mehrere Dutzend weitere Personen konnten indes nicht identifiziert werden. 17 von ihnen waren am Freitagmorgen im Internet zu sehen. Mit den 17 Betreffenden beschränkte sich die Staatsanwaltschaft auf «die, die wir auf Videosequenzen ganz klar einer strafbaren Tat zuweisen können», hiess es am Dienstag. Nun bleiben also noch 16. Melzl ist zuversichtlich, dass ein grosser Teil der Gesuchten in den nächsten Tagen identifiziert werden kann. (amu/sda)

Erstellt: 13.08.2010, 10:07 Uhr

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24 Kommentare

Reto Weber

13.08.2010, 11:00 Uhr
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Das Verhalten der Staatsanwaltschaft Basel verletzt die Rechte der MUTMASSLICHEN Hooligans aufs gröbste! Das muss Konsequenzen haben. Diese Vorgehensweise widerspricht unserem Rechtsstaat! In was für einem Land leben wir eigentlich? Was kommt als nächstes erzwungene Geständnisse, Folter? Ein Skandal! Antworten


Stefan Spoerri

13.08.2010, 11:35 Uhr
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Die Bilder wurden als auf Flickr gelden und somit sämtliche Nutzungs und Verfielfältigungsrechte an dieses Amerikanische Unternehmen übergeben. Gratuliere STAWA BS, mit Computern habt ihrs halt noch nicht so oder ? Wo bleiben die Bilder derjenigen die damals vor dem Stadion aus nächster nähe und auf Kopfhoehe auf friedlich wartende Fans schossen und somit 90% der Verletzten verursacht haben ? Antworten



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