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Identität der ausgesetzten Frau ist geklärt

Die Identität der am vergangenen Dienstag in Münsterlingen im Kanton Thurgau ausgesetzten Frau ist geklärt. Klar ist auch die Diagnose. Und: Sie lebte seit längerem illegal am Bodensee.

Die am vergangenen Dienstag in Münsterlingen im Kanton Thurgau ausgesetzten Frau ist 43-jährig und stammt aus Mazedonien. Wie die Ermittlungen der Thurgauer Kantonspolizei ergaben, lebte die an Krebs erkrankte Frau seit Längerem illegal bei einem Bekannten in Kreuzlingen am Bodensee. Dieser wurde am Freitag befragt.

Hinweise aus der Bevölkerung haben drei Tage nach dem mysteriösen Fund vor dem Kantonsspital in Münsterlingen zur Klärung der Identität der schwerkranken Frau geführt. Es handelt sich um eine 43-jährige Mazedonierin, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Bekannter befragt

Mehrere Leute hätten sich erinnert, die Frau schon einmal gesehen zu haben und auch gewusst wo. Insgesamt gingen laut Mitteilung 50 Hinweise ein. Gemäss bisherigen Erkenntnissen lebte die Mazedonierin schon längere Zeit illegal bei einem Bekannten in Kreuzlingen. Dieser wurde am Freitag befragt. Zunächst war unklar, wer die Frau vor dem Kantonsspital Münsterlingen hingelegt hat. Das Bezirksamt Kreuzlingen führt eine Untersuchung.

Bestätigt hat sich inzwischen die medizinische Diagnose. Demnach leidet die 43-Jährige an bösartigem Krebs. Die Verantwortlichen des Kantonsspitals Münsterlingen stuften ihren Zustand weiterhin als ernst, aber derzeit stabil und nicht unmittelbar lebensbedrohlich ein. Unter anderem wurde ein kontinuierlicher Ernährungsaufbau begonnen.

Verhältnismässig gepflegter Zustand

Die schwerkranke Frau war in der Nacht auf Dienstag vermutlich mit einem Fahrzeug auf den Parkplatz vor das Spital gebracht worden. Sie war in Decken eingewickelt und stark abgemagert. Sicher ist, dass sie auf Grund des Gesundheitszustands nicht in der Lage gewesen ist, selber dorthin zu gelangen. Die 1,58 Meter grosse Frau dürfte bereits seit mehreren Wochen oder Monaten erkrankt sein.

Aufgrund des verhältnismässig gepflegten Zustands der Frau geht die Polizei davon aus, dass sie zuvor einige Zeit von Unbekannten betreut worden ist. Das Leiden im Gesicht und im Wangenbereich führt dazu, dass sie Mühe mit dem Essen und dem Sprechen hat. Deswegen gestalteten sich auch die Abklärungen zu ihrer Identität zunächst schwierig. Zudem war vorerst unklar, was für eine Sprache sie spricht. (sam/ap/)

Erstellt: 24.04.2009, 15:10 Uhr

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