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In der Schweiz bebte die Erde – «Wir wurden durchgeschüttelt»

Aktualisiert am 27.01.2012 13 Kommentare

In Norditalien hat die Erde gebebt. Auch weite Teile der Schweiz waren von dem Erdstoss der Stärke 5,4 betroffen. Ein Experte des Schweizerischen Erdbebendienstes erklärt weshalb.

Starkes Beben: Das Epizentrum lag südwestlich von Parma.


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Ein Erdbeben der Magnitude 5,4 hat heute Nachmittag um 15:53 Uhr weite Teile Norditaliens erschüttert. Nach Angaben des Nationalen Italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie lag das Zentrum des Bebens zwischen Parma und dem Apennin-Gebirge. Es war auch in Turin und Bologna sowie in Venetien und der Toskana deutlich zu spüren.

Vorsichtshalber wurden kurzzeitig mehrere Zuglinien unterbrochen und mehrere Gebäude sowie die Börse in Mailand evakuiert. In der Region Parma sollen die Schulen am Samstag geschlossen bleiben und die Gebäude auf Risse untersucht werden. Über grössere Schäden wurde bislang aber nichts bekannt.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Erdbeben die Region erschüttert. Damals hatte die Erde in Norditalien mit einer Stärke von 4,9 auf der Richterskala gebt. Der Erdstoss, der am Mittwoch etwa zehn Sekunden gedauert hatte, liess in Mailand einige höhere Gebäude leicht erzittern. Grössere Schäden gab es aber keine.

Auch in der Schweiz spürbar

Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH Zürich war das Beben vom Freitag auch in der Schweiz spürbar. So berichtet ein Leser aus Zürich-Seebach: «Bei uns haben die Gläser in den Regalen geklirrt und wir wurden durchgeschüttelt. Das Ganze war aber rasch wieder vorbei.» Ein Mann aus Bern twittert, bei ihm auf der Etage hätten alle den Erdstoss gespürt.

Über Schäden ist auch hierzulande nichts bekannt. Der Schweizerische Erdbebendienst rechnet auch nicht mit Schäden, wie Florian Haslinger gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte. Das Erdbeben sei am stärksten in der Südschweiz zu spüren gewesen. Es sei aber nicht aussergewöhnlich, dass ein so starkes Erdbeben auch nördlich der Alpen noch zu Erschütterungen führe, insbesondere wenn es sich tief unter der Erdoberfläche ereignet.

Mehrere Beben rund um die Poebene

Das Beben ereignete sich laut Haslinger in rund 60 Kilometer Tiefe. «Je tiefer die Erschütterung, desto weiter kann sich die Energie ausbreiten», sagt der Experte vom Erdbebendienst.

Ob der Erdstoss von heute mit dem Beben vor zwei Tagen nordöstlich von Parma in Zusammenhang steht, ist demnach nicht bekannt. In den letzten Wochen habe die Erdbebenwarte allerdings mehrere Beben um die Poebene registriert. Meistens hätten sie eine Stärke um 4 aufgewiesen.

Erstellt: 27.01.2012, 16:45 Uhr

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13 Kommentare

Robert Herz

27.01.2012, 17:54 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Hier (linkes Züriseeufer) hat man es deutlich gespürt - wenn man grad ruhig dagesessen ist. Es war wie eine einzelne, eher langsame Welle und im ganzen Haus hat es geknackt im Bebälk. Unheimlich -aber keine Schäden... Antworten


Werner Koller

27.01.2012, 18:16 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Hier in Rüschlikon habe ich das sehr stark gespürt. In meinem Büro haben sich die entsprechenden Utensilien auf dem Pult inkl. Bild Bildschirm stark bewegt und bei einigen Gegenständen ging es eine geraume Zeit, bis sie wieder zum Stillstand kamen. Ich bin jedenfalls sehr erschrocken. Antworten



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