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Indien verbietet Gandhi-Füller
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Ein Gericht im südindischen Thiruvananthapuram hat den geplanten Verkauf der 1,4 Millionen Rupien (rund 33'000 Franken) teuren Edel-Schreiber gestoppt.
Nach indischen Medienberichten vom Donnerstag hat sich das deutsche Unternehmen Montblanc für den geplanten Verkauf der auf 241 Stifte limitierten Auflage entschuldigt. Der Schreibgeräte-Hersteller mit Sitz in Hamburg, der zum Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont gehört, kündigte eine Erklärung an.
Eine indische Konsumentenschutz-Organisation hatte das Verfahren in die Wege geleitet. Der Vorwurf: Solch ein Luxusgut würde den Pazifisten Gandhi, der für seine Sparsamkeit und Schlichtheit bekannt war, herabwürdigen und das Land verhöhnen.
Missbrauch von Emblemen und Namen
Konsumentenschützer argumentierten zudem, das Vorhaben verletzte ein Gesetz, nach dem der Missbrauch von Emblemen und Namen verboten ist. Montblanc hatte die goldenen und silbernen Füller im September 2009 unter dem Namen «Mahatma Gandhi Limited Edition-241» auf den Markt gebracht.
Die Schreibfedern zeigen ein Bild mit Gandhi und seinem Pilgerstab. Die 241 Stifte der Edition sollen die 241 Meilen (385 Kilometer) symbolisieren, die er 1930 auf seinem «Salzmarsch» nach Dandi für die Unabhängigkeit Indiens zurücklegte. (jak/sda)
Erstellt: 25.02.2010, 16:16 Uhr


