Panorama
Jurassische Beamte surften auf Pornoseiten
Auf die Spur gekommen ist der kantonale Informatikdienst den fehlbaren Angestellten, weil es im vergangenen Herbst wiederholt technische Probleme mit dem Informatiksystem gab, wie die jurassische Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Im vergangenen November nahm der Dienst deshalb das System, das teilweise überlastet war, genauer unter die Lupe. Dabei stellten die Spezialisten fest, dass die Überlastung darauf zurückzuführen war, dass Angestellte des Kantons Internetseiten konsultierten, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun hatten. Dabei handelte es sich namentlich um Seiten mit pornografischem Inhalt.
Anfang Woche wurde eine Disziplinaruntersuchung gegen die Betroffenen eröffnet. Sie wurde einer Kommission unter der Leitung von Bundesrichter Jean-Luc Baechler anvertraut. Die betroffenen Angestellten wurden über die gegen sie laufende Untersuchung informiert. Gleichzeitig wurden auch Beweismittel sichergestellt, namentlich die Hard Disk von ihren Computern. Die genaue Untersuchung dieser Datenträger soll nun zeigen, ob sich der Verdacht erhärten lässt. Je nach Schwere der Verfehlungen drohen den Angestellten disziplinarrechtliche Sanktionen.
Bestimmte Internetseiten sollen gesperrt werden
Die jurassische Regierung hat zudem bereits im Januar Sicherheitsmassnahmen in die Wege geleitet. Ein neues Zugangssystem für das Internet wurde in Betrieb genommen, um das Abrufen bestimmter Seiten unterbinden zu können. Zudem wurden allen kantonalen Angestellten die geltenden Vorschriften für die Internetnutzung am Arbeitsplatz in Erinnerung gerufen. (mbr/ap/)
Erstellt: 06.03.2009, 12:02 Uhr



