Kantonspolizei sucht Prügler-Trio mit Web-Video

Von Matthias Chapman. Aktualisiert am 11.06.2009

Zwei junge Männer sind am Bahnhof in Kreuzlingen überfallen worden. Mit ungewohnter Methode sucht die Kantonspolizei Thurgau jetzt nach den Tätern.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Drei Unbekannte gingen in der Nacht auf den 21. Mai kurz nach Mitternacht auf die zwei 19- und 20- Jährigen los und traktierten diese mit Schlägen und Tritten, wie es in einer Mitteilung der Kantonspolizei Thurgau heisst. Anschliessend flüchteten die drei Angreifer in Richtung Perron. Die beiden Opfer wurden verletzt.

Ein Zeichen setzen

Eine Überwachungskamera hat den Angriff aufgezeichnet. Mit Hilfe dieser Bilder sucht die Polizei jetzt Personen, die Angaben zu Tätern machen können. Die Unbekannten beschreibt die Polizei folgendermassen: Alle drei sind zwischen 170 bis 180 Zentimeter gross sein. Sie sprachen schweizerdeutsch und italienisch.

Es sei das erste Mal, dass man bei einem Zeugenaufruf auch laufende Bilder zeige, sagte der Untersuchungsrichter des Bezirksamtes Kreuzlingen, Patrick Müller, auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Man wolle damit ein Zeichen setzen. Täter, die so etwas begingen, müssten damit rechnen, dass die Öffentlichkeit das auch sieht. Er habe die Veröffentlichung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bewilligt. Man erhoffe sich bei der Suche nach den Tätern mit Hilfe des Videos noch mehr Hinweise.

«Nicht in Lebensgefahr»

Es seien bereits mehrere Meldungen aufgrund des Aufrufs eingegangen. Mehr wollte Müller dazu nicht sagen. Genauere Angaben zu den Verletzten wolle man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Sie seien aber «nicht in Lebensgefahr».

Am Dienstag hatte die Luzerner Polizei Bilder von Hooligans im Internet veröffentlicht, um deren Identifizierung zu erleichtern. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.06.2009, 22:55 Uhr

Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Panorama

Telefonbuch

Marktplatz