Karneval in Rio kommt in Fahrt
Samba-Fieber in Rio
Karneval in Rio
Der brasilianische Strassenkarneval steigert sich zur grössten Samba-Party der Welt: In den Hochburgen Rio de Janeiro und Sao Paulo dominierten prachtvolle Motivwagen, fantasievolle Kostüme und viel nackte Haut die Umzüge. Eventueller Geldmangel wegen der weltweiten Finanzkrise wurde einfach mit Kreativität und Enthusiasmus wettgemacht.
In Rio boten die Sambaschulen wieder im Wettkampf um Platz eins in der ersten von zwei Paradennächten im Sambadrome ein farbenfrohes Feuerwerk. Favorit war wieder Beija-Flor, die fünf der letzten sechs Titel gewann. Ihr Auftritt stand aber erst in der Nacht zum Dienstag auf dem Programm.
Slum-Bewohner lassen sich Party nicht vermiesen
In den Strassen feierten Stars mit Slum-Bewohnern. «Sie sagten, dieses Jahr sei der Karneval in einer Krise, aber die Party in uns hat keinen Preis», sagte die Näherin Miqueas Cherry, die Kostüme für die Sambaschule Grande Rio mitgestaltet hat. An den Paraden vor 80'000 Zuschauern im Sambadrome nehmen zwölf Sambaschulen teil. In Rio selbst gibt es Hunderte von informellen Festen, bei denen eine halbe Million Menschen Karneval feiern - darunter etliche Touristen aus aller Welt.
Einige davon ziehen allerdings den Karneval in Sao Paulo vor. «Karneval in Sao Paulo ist sehr organisiert», erklärt ein 42-jähriger Schweizer Tourist seine Wahl. «Selbst wenn der Karneval in Rio ein wenig besser sein sollte, würde ich ihn aus Sicherheitsgründen nicht gegen Sao Paulo tauschen.» (vin/ap/sda)
Erstellt: 23.02.2009, 09:08 Uhr
















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