Panorama
Kreuzfahrtunternehmen kritisiert Schettino
Aktualisiert am 16.01.2012 10 Kommentare
Noch immer werden Menschen vermisst. (Video: Reuters )
Dossiers
Artikel zum Thema
- Vom Kurs abgekommen
- Noch immer werden Menschen vermisst
- «Die Menschen schubsten und drängten»
- Tötungsvorwurf gegen den Kapitän der Costa Concordia
- Bergung der Costa Concordia beginnt nächste Woche
- Schettino war Berater für Kreuzfahrt-Komödie
- Costa Concordia wird in einem Stück geborgen
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» vor der toskanischen Küste mit mindestens fünf Toten hat die Betreibergesellschaft am Sonntagabend Fehler des Kapitäns eingeräumt.
Es habe den Anschein, als ob der Kapitän eine fehlerhafte Einschätzung vorgenommen habe, indem er zu nahe an die Küste gefahren sei und von den Evakuierungsprozeduren abgewichen sei, hiess es laut Medienberichten in einer Erklärung des in Genua ansässigen Unternehmens Costa Crociere. Costa äusserte «sein tiefstes Bedauern über diesen schrecklichen Unfall».
Ein Vertreter der italienischen Küstenwache sagte zuvor, Kapitän Francesco Schettino sei bereits zu einem Zeitpunkt an Land gesehen worden, als die Evakuierungsaktion noch in vollem Gange gewesen sei. Die Küstenwache habe ihn aufgefordert, seiner Pflicht nachzukommen und zu dem sinkenden Schiff zurückzukehren, sagte Francesco Paolillo der Nachrichtenagentur AP. Der Kapitän habe dies aber ignoriert.
Gegen Vorwürfe gewehrt
In einem Interview hatte sich Schettino am Sonntag gegen Vorwürfe gewehrt, er habe das Schiff bereits verlassen, als sich noch Passagiere an Bord befunden hätten. «Wir waren die letzten, die das Schiff verlassen haben», sagte er. Passagiere hatten dem bereits widersprochen.
Schettino erklärte, das Schiff sei auf Felsen aufgelaufen, die in seinen Seekarten nicht verzeichnet gewesen seien. «Wir navigierten etwa 300 Meter von den Felsen entfernt», sagte der Kapitän der Sendergruppe Mediaset. «Ein solcher Felsen hätte dort gar nicht sein sollen.» Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung, Verursachung eines Schiffbruchs und wegen des Verlassens des Schiffs vor anderen.
Die «Costa Concordia» mit rund 4200 Menschen an Bord - darunter 69 aus der Schweiz - war am Freitagabend auf Felsen gestossen und gekentert.
(kle/sda)
Erstellt: 15.01.2012, 23:52 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
10 Kommentare
Man sollte sich nun wirklich hüten, den Captain vorschnell und als Bauernopfer in die Pfanne zu hauen. Es können nämlich auch fehlerhafte Anzeigen zum falschen Kurs geführt haben. Auch Flugzeuge wurden schon kontrolliert in Berge geflogen weil die Höhenanzeige falsch war (Stadlerberg). Bei der Wartung des Schiffes jeden Euro sparen und dann den Captain "opfern". Passt irgendwie, oder? Antworten
Die Costa-Kreuzfahrten sind billig, dafür die Kosten auf dem Schiff sehr hoch und der Service inexistent. Die gemäss internationalem Standard obligatorischen Sicherheitsübungen sind - sofern sie überhaupt stattfinden - ein Witz. Das Personal hatte jeweils keine Ahnung. So wundert mich der Unfall und die desasteröse Evakuation überhaupt nicht. Antworten
Panorama
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Grandioses Berg-Erleben.
Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!

Bitte warten




