Panorama

Liftpanne behoben: Burj Khalifa wieder offen

Aktualisiert am 05.04.2010

Zwei Monate lang blieb die Aussichtsplattform des höchsten Gebäudes der Welt geschlossen. Seit gestern ist die Besucheretage wieder offen. Die Ursache der Liftpanne bleibt ein Geheimnis.

1/9 Mehrere Dutzend Touristen wagten sich in die reparierten Aufzüge.

   

Die Besucherterrasse des Burj Khalifa ist zwei Monate nach der mysteriösen Liftpanne wieder geöffnet. Mehrere Dutzend Touristen wagten sich in die reparierten Aufzüge zur Aussichtsplattform im 124. Stock des 828 Meter hohen Gebäudes.

Die Terrasse war im Februar - nur einen Monat nach der Eröffnung des Burj Khalifa - wegen eines defekten Lifts überraschend geschlossen worden. Die Panne war äusserst peinlich für die Betreiber und die Herrscherfamilie der Vereinigten Arabischen Emirate - soll der Burj Khalifa doch die Leitungsfähigkeit und den Ehrgeiz Dubais in der ganzen Welt erstrahlen lassen.

Panik auf dem 124. Stock

Emaar, die staatliche Firma, die den Turm besitzt, gab bis bisher keine Einzelheiten über die Aufzugpanne bekannt. Nur wenige Wochen nach der pompösen Eröffnung war ein vollbesetzter Lift steckengeblieben, die Touristen konnten erst nach 45 Minuten mit einer Leiter in Sicherheit gebracht werden.

Besucher, die sich damals auf der Aussichtsplattform befanden, erlebten einige Schreckminuten: Es habe ein lautes Geräusch gegeben und eine Rauchwolke sei aus dem Liftschacht gestiegen. «Es hörte sich wie eine kleine Explosion an. Es knallte richtig laut», sagte der Amerikaner Michael Timms gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Die Menschen, die im 124. Stock auf der Aussichtsplattform feststeckten, wurden über die genaue Ursache der Situation im Dunkeln gelassen. Das sorgte für Panik. «Ich wurde wirklich langsam nervös», sagte die 29-jährige Michele Moscato, eine Krankenschwester aus South Carolina, die sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls ebenfalls auf der Aussichtsplattform befand. «Ich habe angefangen zu weinen.»

Gestern war bei den Turmbesuchern aber keine Beunruhigung zu spüren. «Wir fühlen uns glücklich, dass wir es hier hoch geschafft haben», sagte der Brite Sheetal Gulati. «Der Blick ist toll und die Reise wert.» Eintrittskarten zu dem spektakulären 160-stöckigen Bauwerk kosten umgerechnet 20 Euro. (bru/ddp)

Erstellt: 05.04.2010, 19:04 Uhr

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