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Minarett-Abstimmung: Je höher die Beteiligung, umso mehr sagten Ja

Die Befürworter der Minarett-Initiative gingen am Sonntag disziplinierter zur Urne als die Gegner. Das wirkte sich deutlich aus.

Für einmal gemeinsam rot: Die Städte und die liberale Goldküste stimmten bei der Minarett-Initiative gleich.

Für einmal gemeinsam rot: Die Städte und die liberale Goldküste stimmten bei der Minarett-Initiative gleich.

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Bei stark polarisierenden Vorlagen werde regelmässig über Mobilisierungseffekte spekuliert. Für einmal lasse sich nun aber ein derartiger Effekt auch tatsächlich nachweisen, heisst es in der heute publizierten Analyse des Statistischen Amts zur Minarett-Initiative. Die Stimmbeteiligung lag mit 55 Prozent deutlich über dem langjährigen Mittel von etwa 44 Prozent.

Vor allem Befürworter gingen zur Urne

Je mehr zusätzliche Leute in einer Gemeinde abstimmen gingen (gegenüber dem Durchschnittswert), desto höher war der Ja- Stimmenanteil. Die Initiative scheint also vor allem die Befürworter mobilisiert zu haben.

Pro vier Prozentpunkte zusätzliche Stimmbeteiligung hat sich der Ja-Stimmenanteil um etwa einen Prozentpunkt erhöht. Das sei zwar «nicht gerade viel - aber nicht zu vernachlässigen», schreibt das Statistische Amt des Kantons Zürich.

Die Statistiker haben auch abgeklärt, ob der Kontakt mit der muslimischen Bevölkerung einen Einfluss auf die Zustimmung zur Anti- Minarett-Initiative hatte. Es stellte sich heraus, dass ein höherer Muslimanteil nur mit einer sehr geringfügig erhöhten Zustimmung einherging.

Grosse Unterschiede bei Ja-Anteilen

Mit 55 Prozentpunkten ungewöhnlich gross war die Differenz zwischen der höchsten und der geringsten Zustimmung. Im ländlichen Hagenbuch stimmten 79 Prozent Ja, in den Wahlkreisen 4 und 5 der Stadt Zürich nur gerade 24 Prozent.

Erwartungsgemäss die höchsten Ja-Stimmenanteile gab es in Gemeinden mit einer nationalkonservativen Stimmbürgerschaft, in denen die SVP die dominierende Partei ist. Vergleichsweise gering war zwar die Zustimmung in Städten, in denen die SP stark ist, aber auch in den Hochburgen der FDP entlang des unteren Zürichsees.

Für einemal habe der ideologische Gegensatz zwischen Markt- und Staatsgläubigen keine Rolle gespielt. Die rote Stadt und die liberale Goldküste hätten ein sehr ähnliches Abstimmungsverhalten gezeigt.

(cal/sda/)

Erstellt: 03.12.2009, 15:15 Uhr

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5 Kommentare

Eleonora Quadri

04.12.2009, 12:59 Uhr
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Das wirft mitunter die Frage auf, wie ausschlaggebend die, für eine Kampagne eingesetzten finanziellen Mittel sind. Wenn die Meinung der BürgerInnen durch professionelles Marketing und politische Werbung beeinflusst werden kann, dann gehört das auch in die Debatte. Es ist erwiesen, dass Werbung beeinflusst und mobilisiert, jedoch haben Parteien eine politische und gesellschaftliche Verantwortung. Antworten


Peter Schmid

03.12.2009, 23:17 Uhr
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Res Schall und James Lehm haben meine volle Sympathie. Eine Möglichkeit aus diesem Dilemma zu kommen, wäre eine neue Initiative, getragen von allen Opponenten gemeinsam, zu lancieren, in welcher die gesamte CH Stimmbevölkerung darauf aufmerksam gemacht wird, welche immensen Schäden die soeben befürwortete Initiative unserer Schweiz zugefügt hat.Hut ab vor GE, VD, NE und BS für die Geistesgegenwart Antworten


Thomas Läubli

03.12.2009, 23:06 Uhr
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Die Analyse nährt den Verdacht, wonach viele Stimmabstinenzler eigentlich gegen die Initiative waren, aber aus einer "Eine solche Vorlage wird sowieso nicht durchkommen"-Haltung zuhause geblieben sind... Antworten


kurt mäschli

03.12.2009, 21:26 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Bundesräte, Volksvertreter auf höchster Ebene die die Demokratischen Entscheide des Volkes nicht aktzeptieren können und wollen, müssen sofort (fristlos) zurücktreten bevor Sie in der ganzen Welt herum jeten, Schaden anrichten und die Schweiz als Dumm verkaufen! Calmy, Leuenberger, Widmer, Leuthard, sofort zurücktreten, Ihr seid eine Schande für das Land! Antworten


Werner Sugi

03.12.2009, 15:43 Uhr
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... und jetzt? was solls? Das Volk hat entschieden, obs jemandem passt oder nicht! Punkt. Antworten



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