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Nahmen die Loveparade-Veranstalter ein tödliches Risiko in Kauf?

Aktualisiert am 27.07.2010 11 Kommentare

Die Polizei in Duisburg hat laut einem Zeitungsbericht vor der Loveparade überdeutlich Bedenken am Sicherheitskonzept geäussert – ohne Erfolg. Stattdessen forderte ein CDU-Politiker die Absetzung des Polizeichefs.

1/33 Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt: Der Entwurf eines Stahlreliefs des Künstlers Jürgen Meister, das zum Gedenken an die 21 Opfer der Loveparade in der Nähe der Unglücksstelle in Duisburg aufgestellt werden soll. (20. Dezember 10)
Bild: Keystone

   

Mit ihren Warnungen gegenüber dem Veranstalter und der Stadt sei die Polizei auf massiven politischen Widerstand gestossen, berichtete die «Süddeutsche Zeitung» vorab in ihrer Dienstagsausgabe. «Die Polizei in Duisburg hat ihre Bedenken in mehreren Workshops und Besprechungen deutlich gemacht», sagte ein Beamter in Duisburg demnach. Der Veranstalter habe darauf aber nicht reagiert.

Vor allem der mittlerweile in den Ruhestand gegangene Polizeipräsident Rolf Cebin habe sich wegen Sicherheitsbedenken heftig gegen die Austragung der Loveparade gewandt. Das habe dazu geführt, dass der Duisburger CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg in einem Brief an den damaligen FDP-Innenminister Ingo Wolf die Absetzung des Polizeipräsidenten forderte, berichtete die Zeitung weiter.

«Die Duisburger Polizei liess erklären, eklatante Sicherheitsmängel stünden der Durchführung der Loveparade entgegen. Eine Negativberichterstattung in der gesamten Republik ist die Folge», heisst es laut dem Bericht in dem Schreiben aus dem Jahr 2009. Und weiter: «Der Eklat veranlasst mich zu der Bitte, Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien und den personellen Neuanfang im Polizeipräsidium Duisburg zu wagen.» (raa)

Erstellt: 27.07.2010, 06:25 Uhr

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11 Kommentare

Meret C. Bertschinger

27.07.2010, 07:49 Uhr
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Da müssen jetzt aber in der Politik der Stadt Duisburg definitiv die Köpfe rollen! Leider gibts diese Tendenz aber nicht nur in Duisburg. Denken wir nur daran, wies war, als Esther Maurer Auflagen für verschiedenste Anlässe gemacht hat, die der Sicherheit dienen. Sie wurde als Spassbremse verschrien. Kein Wunder gibts dann andere Politiker, die den Weg des geringsten Widerstands gehen! Antworten


Hansueli Zürcher

27.07.2010, 07:54 Uhr
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Alles wie gehabt, Einwände gegen etwas was angeblich Geld bringt, sind fast nicht zu Gehör zubringen¨Jetzt liest man noch mit 7,5 Mio. Euro versichert. Man rechne 20 tote und 600 verlezte junge Menschen da übersteigt die Schadensumme die Versicherungsleistungen bei Weitem! Wer schon, wie ich in geschlossen Räumen (Militärfestung) gearbeitet hat weiss wie allein Tunnel wirken können! Fahrlässig! Antworten



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