«Nicht mit Sommerreifen in den Süden fahren»
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Warten, warten hiess es am Donnerstag für die Autofahrer zwischen Erstfeld und Göschenen. Auf der A2 in Richtung Gotthard stauten sich die Fahrzeuge am Abend laut TCS Verkehrsinfo auf einer Länge von rund 12 Kilometern, was die Wartezeit auf drei Stunden erhöhte.
Die ersten Staus hatten sich schon am frühen Nachmittag gebildet und wurden immer länger. Auch auf anderen Hauptachsen mussten sich die Autofahrer wegen des hohen Verkehrsaufkommens zeitweise in Geduld üben.
In höheren Regionen machte den Autofahrern der Schnee zu schaffen. Einige Strassen mussten sogar abgeriegelt werden. Aus dem gleichen Grund war auch die A13 zwischen Thusis Nord und Mesocco Nord in beiden Richtungen vorübergehend gesperrt gewesen.
Von Sonnenschein bis Schnee
Wer über die Feiertage verreist, muss sich auf richtiges Aprilwetter gefasst machen. Da ist von Sonnenschein über Schnee und eisglatte Strassen bis zu Föhn alles drin. Bereits heute Mittag hatte der Winter vorübergehend das ganze Land zurückerobert - vom Wallis bis ins Rheintal. Laut Meteorologe Reto Vögeli von Meteonews schneite es im Kanton Graubünden zum Teil kräftig.
Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee blieben liegen. Im Norden lag die Schneefallgrenze zwischen 400 und 800 Metern, im Süden zwischen 800 und 1000 Metern. Selbst in Chur schneite es. Allerdings blieben die Flocken dort nicht liegen.
Winterlich geht es auch am Karfreitag weiter. Wie MeteoNews mitteilte, lockert sich die Bewölkung in der Nacht auf, weshalb die Temperaturen sinken - im Flachland auf bis zu -3 Grad. Damit steigt die Gefahr glatter Strassen. Über 1000 Metern muss mit Schnee oder Schneematsch auf den Strassen gerechnet werden.
Schnee am Alpenkamm
Das ist auch der Grund für die Warnung von Stephan Müller vom TCS: «Nicht mit Sommerreifen in den Süden fahren.» Auf den Gotthardrampen nördlich und südlich des Alpenmassivs könnte es über Ostern schneien. Und Ketten auf Sommerreifen ginge ja auch nicht.
Im Verlauf des Karfreitags soll es aber vorerst wieder freundlicher werden: Nach dem kühlen Morgen rechnen die Meteorologen mit Sonnenschein und Temperaturen bis 12 Grad im Norden und 14 Grad im Tessin.
Ferienbeginn in Deutschland
Der Freitag ist auch traditionell der Reisetag an Ostern mit Staus an den bekannten neuralgischen Punkten im Schweizer Verkehrsnetz. «An der Gotthardnordrampe von Altdorf bis zum Tunneleingang wird sich der Verkehr stauen und auch rund um Zürich wird es eng», sagt Müller. Betroffen sind auch die Grenzübergänge in Basel und im Tessin sowie die Gotthard-Alternative San Bernardino. Dass in mehreren deutschen Bundesländern auch gleich noch die Frühlingsferien beginnen, macht die Sache nicht flüssiger. Müller rät zur Reise im Zug oder, wenn das nicht geht, einen anderen Reisetag zu wählen.
Wer es aber einmal bis in den Süden geschafft hat, wird vom Wetter nicht verwöhnt. Dort ist es am Samstag und auch am Sonntag kühl, regnerisch und sogar mit Schnee bis 1000 Metern muss gerechnet werden. Im Norden ist zumindest der Samstag noch trocken und mit Föhn wärmer. Das Ostereiersuchen am Ostersonntag fällt dann aber in der ganzen Schweiz ins Wasser.
Wieso nicht zuhause bleiben
Erst am Montag, wenn für die meisten die Kurzferien vorbei sind, zeigt sich die Sonne wieder. Für einmal könnte sich der Verzicht auf eine Reise in den Süden lohnen. (cpm)
Erstellt: 01.04.2010, 23:46 Uhr















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