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«Osterwalder hat keine zweite Chance verdient»

Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 10.05.2010 60 Kommentare

Dass der verwahrte Babyquäler René Osterwalder auf freien Fuss kommen könnte, sorgt rundum für Unverständnis.

René Osterwalder auf dem Weg in den Gerichtssaal: Die Geschworenen sprechen eine Verwahrung aus.

René Osterwalder auf dem Weg in den Gerichtssaal: Die Geschworenen sprechen eine Verwahrung aus.
Bild: Ruckstuhl/Ruetschi/Keystone

1991 hatte René Osterwalder zwei Babys gequält und vergewaltigt. Das Zürcher Geschworenengericht sprach eine Verwahrung aus. Doch nun könnte die Verwahrung zugunsten einer Therapie aufgehoben werden. Auch eine Entlassung in die Freiheit ist nicht ausgeschlossen.

Bei Anita Chabaan, Mitbegründerin der Verwahrungsinitiative, lösten diese Neuigkeiten Schock und Sprachlosigkeit aus: «Osterwalder ist einer der gefährlichsten Täter überhaupt. Er galt immer als nicht-therapierbar. Wieso soll dies jetzt anders sein?» Sollten sich seine Freilassung abzeichnen, will Chabaan wieder politisch aktiv werden. In welchem Rahmen, lässt sie offen.

Verwahrungspraxis verschärfen

Auch bei Politikern stösst das psychiatrische Gutachten, welches die Therapie vorschlägt, auf taube Ohren: «Für mich ist René Osterwalder ein Mensch, der keine zweite Chance verdient hat», sagt die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Sie fordert eine politische Diskussion: «Wir müssen die Verwahrungspraxis verschärfen.» Zudem ist Rickli dagegen, dass die millionenteure Therapie von Steuergeldern bezahlt wird.

«Im Zweifelsfall gegen den Täter»

Auch Jeannette Brumann, die Mutter der im Zollikerberg getöteten Pfadfinderin Pascale Brumann, ist von der neusten Entwicklung im Fall Osterwalder enttäuscht, den Glauben an den Rechtsstaat hat sie längst verloren: «Damit jemand wie Osterwalder wieder frei kommt, müsste absolute Sicherheit bestehen, dass er nicht zum Wiederholungstäter wird. Diese Sicherheit gibt es nicht. Im Zweifelsfall bin ich immer gegen den Täter.» Brumanns Tochter Pascale war von einem verurteilten Sexualmörder in Hafturlaub vergewaltigt und getötet worden. Ihr Mörder, Erich Hauert, gilt seither als stark rückfallgefährder. Er bleibt verwahrt. Bei Osterwalder fällt der Entscheid diesen Sommer. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.05.2010, 11:26 Uhr

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60 Kommentare

Andy Holmes

10.05.2010, 11:43 Uhr
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Osterwalder hat nur etwas verdient: Die Todesstrafe, die man NUR für solche Täter wie ihn, Ferrari und Hauert wieder einführen sollte. Eine Gesellschaft sollte im übertragenen Sinne ihren Müll vor die Türe stellen und nicht im Wohnzimmer herumliegen lassen. Bevor jetzt das "Argument" aufkommt, die Todesstrafe sei unmenschlich: Wie nennt man denn die Vergewaltigung zweier Babys? Antworten


Sandra Fürer

10.05.2010, 11:51 Uhr
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was kosten die Heerscharen an Gutachtern und Therapeuten, um diesen Mann zu betreuen. Und nun soll er wieder auf kleine Kinder losgelassen werden. Skandalös. In keinem Entwicklungsland könnte so ein Monster freikommen. Antworten



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