Panik im 124. Stock
Aktualisiert am 10.02.2010 6 Kommentare
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Panik auf dem 124. Stock
Ein Lift mit 15 Menschen blieb unerwartet im Burj Khalifa stecken.
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Nur einen Monat nach der Eröffnung des Burj Khalifa wurde gestern das welthöchste Gebäude für die Öffentlichkeit überraschend geschlossen. Der Grund war zunächst nicht klar erkennbar. Die Eigentümerin, die Immobilienfirma Emaar Properties, sprach von einem «unerwartet hohen Besucherandrang».
Heute wird deutlich, dass diese Begründung falsch war. Vielmehr war ein Problem mit dem Lift für die abrupte Schliessung des Turms verantwortlich. Besucher, die sich am Samstag auf der Aussichtsplattform befanden, erlebten einige Schreckminuten: Es habe ein lautes Geräusch gegeben und eine Staubwolke sei aus dem Liftschacht gestiegen. «Es hörte sich wie eine kleine Explosion an. Es knallte richtig laut», sagt der Amerikaner Michael Timms gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
Nach rund 45 Minuten seien die Rettungsmannschaften eingetroffen und hätten eine Leiter in den Schacht gehievt, um 15 Menschen aus einem Lift zu befreien, der offenbar stecken blieb. Abu Naseer, ein Sprecher des Zivilschutzes in Dubai, bestätigt den Vorfall. Er sagt, der Alarm sei am Samstagabend eingegangen.
«Ich wurde wirklich langsam nervös»
Dass die Immobilienfirma Emaar nicht korrekt über den Vorfall informierte, ärgert viele Betroffene. «Es schockiert mich, dass die Betreiber den Vorfall am liebsten unter den Teppich gekehrt hätten, um das Gesicht zu wahren», so Timm. Die Menschen, die im 124. Stock auf der Aussichtsplattform feststeckten, wurden über die genaue Ursache der Situation im Dunkeln gelassen. Das sorgte für Panik.
«Ich wurde wirklich langsam nervös», sagt die 29-jährige Michele Moscato, eine Krankenschwester aus South Carolina, die sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls ebenfalls auf der Aussichtsplattform befand. «Ich habe angefangen zu weinen.» Die 29-Jährige behauptet, sie habe mit einem Mann reden können, der im Lift eingesperrt war. Der Mann habe erzählt, dass plötzlich die Lichter ausgingen und der Lift absackte, bevor die Bremsen Schlimmeres verhindert hätten. Diese Schilderung konnte von der AP nicht verifiziert werden.
Was genau den Defekt verursacht hatte und wie gefährlich die Situation wirklich war, bleibt unklar. Das Unternehmen Emaar Properties hat auf mehrere Anfragen der Nachrichtenagentur AP nicht reagiert.
Schon Tausende Besucher
Seit der Eröffnung des 828 Meter hohen Burj Khalifa am 4. Januar haben mehrere Tausend Touristen die Aussichtsplattform besucht. Wer nun bereits vorab Tickets dafür reserviert hat, kann laut Emaar umbuchen oder sich das Geld zurückerstatten lassen. Über den möglichen Zeitpunkt einer Wiedereröffnung der seit Sonntag gesperrten Plattform im 124. Geschoss machte das Unternehmen keine Angaben. (bru)
Erstellt: 10.02.2010, 12:13 Uhr
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6 KOMMENTARE
Habt ihr mal die Fotos von den Blitzeinschlägen in den Turm gesehen? Irgendwie kommt mir das Bauwerk vor wie der Turm zu Babel. Apropos: 'Der Zivilschutz von Dubai' ... Seit wann gibt es denn das?? und warum???
Dass die Rettungsmannschaften erst nach 45 Minuten eintrafen bestärkt mich in der Annahme, dass sich Dubai gegen aussen hin äusserst grosszügig zeigt. Der äusserliche Glanz Dubais beruht auf der Arbeit billig bezahlter Arbeitskräfte aus zumeist armen Ländern. Der Burj Khalifa ist ein durchwegs politisches Bauwerk bei dem der Mensch eine untergeordnete Rolle spielt. Liftpanne hin oder her!
@Heiner Müller: Offenbar sind Sie nicht in der Lage, den Kern von solchen Beiträgen herauszulesen. Bedauernswert, dass Sie Ihre Zeit auf Nachrichtenseiten verschwenden.
Vielen Dank für diesen Beitrag. Es ist erhellend zu erfahren, dass eine 29-jährige Krankenschwester aus South Carolina zu weinen begonnen hat.
Tja, sowas passiert halt wenn elitäre Menschen Bauarbeiter ausbeuten.
Na und? Verwundert das wirklich?? Das tatsächliche Leben spielt sich halt nach wie vor im Realen ab. Wir sind mit unserer Technik, respektive mit der Elektronik, an einem Limit angelangt, da wundert es eigentlich nur, dass vieles immer noch so gut funktioniert!
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